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Katharina Krenn

Im Dezember des Vorjahres hörte ich zum ersten Mal die Stimme von Katharina Krenn. Sie trat, begleitet von Stefan Kaufmann (Sax), Gunther Schuller (Piano) und Christoph Gerstl (drums&perc.) im Cafe Fink auf. Ich wollte eigentlich nur kurz meine Freundin Alexandra treffen. Aber ich ging nicht eher, bis der letzte Ton von Katharina verklungen war … Ich war fasziniert von ihrer Präsenz, von ihrer Leidenschaft und ihrer Freude am singen. Unglaublich, mit welcher Sicherheit sie mit ihrer vollen, starken und tiefen Stimme „spielte“.

Jetzt, zwei Monate später, sitze ich ihr gegenüber und wieder spüre ich ihre unglaublich Energie und Leidenschaft. Aber Leidenschaft und Intensität haben auch ihren Preis. Katharina durfte wegen stimmlicher Probleme für 3 Monate nicht singen und einige Zeit überhaupt nicht sprechen. Diese Zeit ließ sie auch in ein „Loch“ fallen, ließ sie ihre Ziele hinterfragen. So möchte sie jetzt auch eine Ausbildung zur Psychotherapeutin beginnen, ein Thema, das sie schon von Kindheit an sehr interessiert hat.

 

G’sund: Stimmt es, dass es während Deiner Schulzeit für die Pausen eine Liste gab, in dem sich Deine Mitschüler eingetragen haben, wer wann mit Dir sprechen kann, wer wann in Deine „Sprechstunde“ kommen kann?
K.Krenn: (lacht herzlich) Ja, diese Liste gab es wirklich. Wie ich schon sagte, Menschen zuzuhören und verstehen zu lernen war mir immer wichtig.

G’sund: Katharina, von welchem Beruf hast Du als Kind geträumt?
K.Krenn: Ich wusste schon mit 12 oder 13 Jahren, dass ich beruflich einmal etwas mit Menschen machen wollte. Ich mag Menschen, ich mache gerne etwas für Menschen und ich war schon immer eine gute Zuhörerin. Vielleicht habe ich auch so etwas wie ein Helfersyndrom.

G’sund: Wann hast Du mit der Musik begonnen ?
K.Krenn: Na ja, ich stamme aus einer musikalischen Familie. Mit 13 Jahren hatte ich meinen ersten gesanglichen „Soloauftritt“ auf einer Maturantenverabschiedung. Ich besuchte Musikcamps und wurde auch von meinen Lehrern gefördert, die mich immer wieder zu Auftritten auf Veranstaltungen schickten. Aber erst nach dem Besuch einer Jugendsingwoche in Röthelstein kam so das Lebensgefühl eines Musikers in mir hoch – da war ich 16 Jahre alt.

G’sund: Wer aus Deiner Familie ist musikalisch ?
K.Krenn: Bei uns herrscht einfach Musikalität. An Sonntagen wird im Kanon gesungen, zu Weihnachten mit Klavier und Saxofon begleitet. Meine kleine Schwester Anna hat ein wunderschönes Potential als Sängerin und auch am Klavier. Aber im Endeffekt ist es einfach die Musik, die eine Rolle spielen darf und es auch immer tut.

G’sund: Du hast aber immer wieder musikalische Pausen eingelegt? Warum ?
K.Krenn: (lächelt) Ja, allerdings. Ich habe die Schule unterbrochen und habe viele unterschiedliche Jobs gemacht. Ich habe beispielsweise in einer Bank gearbeitet, im Gastronomiebereich, im Verkauf, habe als Grafikerin gearbeitet. Zwischendurch war ich einige Wochen in England, um mein Englisch aufzubessern. Ich wollte dann Jazz studieren, wurde aber nicht aufgenommen. Das hat mich schon verunsichert und zweifeln lassen, ob ich wirklich eine Karriere als Sängerin machen werde.

G’sund: Aber Du hast wieder zu singen begonnen.
K.Krenn: Ja, ich war ungefähr 20 als ich bei einer Musicalkooperation im Rahmen der Weizer „Pfingstvision“ mitgemacht habe und dadurch einige Musiker kennenlernen durfte, wodurch sich viele Kontakte ergeben haben und die Auftragslage sich sehr schnell entwickelt hat.

G’sund: Du trittst mit verschiedenen Künstlern und Formationen auf, unter anderem auch mit Gunther Schuller.
K.Krenn: Ja, Gunther hat mich in die Philosophie der Musik, des Jazz eingeführt, er ist in irgendeiner Weise mein erster Mentor. Wichtig für mich ist auch Johannes Lafer von der Smart Export Gruppe, ein großer Förderer und Freund, und Ingrid Moser, die mich die letzten Jahre gesanglich gecoacht hat.

G’sund: Was hast Du in der nächsten Zeit vor?
K.Krenn: (lächelt wieder) Sehr viel. Ich möchte endlich meine Ausbildung zur Psychotherapeutin machen. Das ist mir wirklich ein großes Anliegen. Musikalisch sehe ich mich im Singer-Songwriter-Bereich. Ich möchte eigene Songs schreiben, denn Worte und Texte sind mir sehr wichtig. Außerdem tanze ich sehr gerne. Tanz ist für mich auch eine Form der Therapie. Beim Tanz fühle ich meinen Körper und mich als Einheit, als Ganzes, und ich fühle mich unendlich wohl.

G’sund: Und was machst Du für Dich ? Hast du ein Hobby?
K.Krenn: Das ist eine sehr gute Frage. Darüber sollte ich nachdenken. Was mache ich für mich ? Ich habe begonnen, Schmuckstücke zu machen. Dabei kann ich mich sehr gut entspannen und mache meinen Freunden auch eine Freude damit. Aber jetzt freue ich mich einfach darauf, ab März wieder auf der Bühne zu stehen.


Geboren
: 13. Juni
Wohnort: Graz
Sternzeichen: Zwilling
Familie: eine große und liebevolle… Musik: alles was mein Herz erreicht…
Lieblingsbuch: Das Parfum
Hobby: Menschen und Schmuck und Musik und …
Größtes Anliegen: Menschen glücklich zu sehen und selbst erkennen zu können, dass Glück nicht immer mit Erfüllung aller Träume zu tun hat…

www.smartexportgruppe.com
Youtoube 

Erschienen in G’sund 2010

 

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