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Mark Prettenthaler

Mark Prettenthaler (Foto Frank Teich)Fußballer und Model Mark Prettenthaler, 1983 in Graz geboren, kann auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. Der 1,83 m große, ehemalige österreichische Nationalspieler ist seit 1. Juli 2014 im Team des SC Wiener Neustadt.

Ich treffe ihn im Grazer Shopping Center Nord, wo er mit seiner Kamera festhält, wie Shoppingleiterin Sylvia Baumhackl ihre „Ice Bucket Challenge“-Nominierung einlöst. Bei einem gemütlichen Kaffee erzählt Mark mir dann über seine großen Erfolge, seine  größte Niederlage und wie er sich wieder „hochspielte“.

Mit 10 Jahren ging er zu Sturm Graz, mit 17 begann Mark Prettenthaler bei den Amateuren und mit 21 Jahren war er Profi-Fußballer.
Mit 10 Jahren ging er zu Sturm Graz, mit 17 begann Mark Prettenthaler bei den Amateuren und mit 21 Jahren war er Profi-Fußballer.

Mark interessierte sich als kleiner Junge nicht wirklich für Fußball, was seinen Vater, der selbst sehr gerne Fußball spielte, leicht verzweifeln ließ. „Er hat mich in ein Fußballcamp gesteckt und da hat es mir dann zu gefallen begonnen“, erinnert Mark sich schmunzelnd. Ab diesem Zeitpunkt war seine Laufbahn so, wie es sich jeder Fußballer wünschen würde. Mit 10 Jahren ging er zu Sturm Graz, da dieser Verein die Jugend am meisten förderte und auch forderte, mit 17 begann er bei den Amateuren und mit 21 Jahren war er Profi-Fußballer. Nach Sturm folgten Gratkorn, Pasching, Kapfenberg, wieder Sturm und dann Augsburg, LASK und der SV Ried, mit dem er 2010 Herbstmeister wurde.

In seiner Jugend spielte Mark als Stürmer, sein Trainer erkannte aber bald sein wahres Talent und setzte ihn als Verteidiger ein. „Mark, sagte er zu mir, Stürmer gibt es wie Sand am Meer, aber Verteidiger sehr wenige. Das war schon eine tolle Entscheidung meines Trainers“, erinnert sich Mark.

Sein größter Erfolg war "mit Abstand  der Cupsieg 2013 mit dem FC Pasching. Das war die größte Sensation im österreichischen Fußball, den amtierenden Meister Austria Wien zu schlagen".
Sein größter Erfolg war „mit Abstand der Cupsieg 2013 mit dem FC Pasching. Das war die größte Sensation im österreichischen Fußball, den amtierenden Meister Austria Wien zu schlagen“.

Auf seinen größten Sieg angesprochen, meint er: „Das war mit Abstand  der Cupsieg 2013 mit dem FC Pasching. Das war die größte Sensation im österreichischen Fußball, den amtierenden Meister Austria Wien zu schlagen. Nach den negativen Geschichten, die ich durchleben habe müssen, war das das einzige Mal, dass mir nach einem Spiel die Tränen kamen“, erzählt er leicht gerührt und weiter: „Mit 30 Jahren noch einmal so einen Erfolg zu haben, das war überwältigend, das Schönste was ich bis jetzt erlebt habe“.

Hedi Grager traf Mark Prettenthaler im Grazer Shopping Center Nord (Foto Sylvia Baumhackl)
Hedi Grager traf Mark Prettenthaler im Grazer Shopping Center Nord (Foto Sylvia Baumhackl)

Ich spreche Mark auf die negativen Schlagzeilen im Jahr 2011 an „SV Ried feuert Verteidiger, der wegen schwerer Körperverletzung verurteilt wurde“. Bis zu diesem Zeitpunkt war Mark erfolgsverwöhnt. „Ja, absolut“, bestätigt er, „ich hatte eine tolle Karriere, eine tolle Beziehung – und dann auf einmal diese Schlagzeilen und die Verurteilung. Da habe ich gesehen, wie schnell man auch unschuldig zum Handkuss kommen kann“. Mark beteuerte zwar immer seine Unschuld, aber niemand hatte damals etwas gesehen und zu seinem Pech war auch genau dort, wo er stand, keine Videoüberwachung. Eine Verurteilung folgte. Seine Beziehung endete wenig später, es folgten zwei Monate ohne Verein und Existenzängste. Mit 28 Jahren wollte er aber seine Karriere noch nicht beenden. „Ich habe nie zuvor so viel gelernt wie in dieser Zeit. Das hat mich extrem geerdet. Ich bin umgänglicher geworden. Früher hatte ich vielleicht Starallüren“, erzählt Mark sehr offen, „aber jetzt bin ich wieder am Boden“. Sehr geholfen hat ihm in dieser Zeit, dass seine Familie, seine Freunde und Bekannten zu ihm hielten und ihm glaubten. Und auch mit seiner Karriere ging es bergauf. „Jetzt bin ich 31 und wieder in der Bundesliga“, meint er stolz.

Früher hatte ich vielleicht Starallüren“, erzählt Mark sehr offen, „aber jetzt bin ich wieder am Boden“.
Früher hatte ich vielleicht Starallüren“, erzählt Mark sehr offen, „aber jetzt bin ich wieder am Boden“.

Jeder Fußballer weiß natürlich, dass seine Karriere früher oder später zu Ende sein wird. Ich frage Mark daher nach einem Plan B und höre, dass es diesen und sogar einen Plan C gibt, über den er aber noch nicht sprechen möchte. Mark hat mit 18 Jahren begonnen Sportwissenschaften zu studieren und damit aufgehört, als er mit 22 Jahren zu Sturm kam. „Mit meinen heutigen Erfahrungen hätte ich damals meinen Abschluss durchgezogen“, meint er etwas nachdenklich. „Ich habe bereits vor längerem begonnen, mir Gedanken über mein Leben nach dem Fußball zu machen und habe vor zwei Jahren das Fernstudium Immobilienmanagement angefangen und auch abgeschlossen. Ich bin jetzt diplomierter Immobilienmanager und kann als Immobilienmakler arbeiten. Da ich jetzt wieder in Graz lebe versuche ich, in diese Branche reinzurutschen, um mich dann vielleicht auch mal selbständig zu machen“.

Mark Prettenthaler genießt es sehr, wieder in Graz zu leben.
Mark Prettenthaler genießt es sehr, wieder in Graz zu leben.

Derzeit macht Mark ein weiteres Fernstudium: für den MBA im General Management fehlen ihm nur noch ein paar Prüfungen. „Das ist sicherlich von Vorteil, wenn ich selbständig werde“. Mark ist sich bewusst, dass sein Name allein für den Erfolg in dieser Branche nicht genügt. „Da bin ich ehrlich genug zu mir selbst und weiß, dass es kein leichter Weg ist, da ich ja noch keine Berufserfahrung habe. Aber die Branche macht mir Spaß und ich habe bereits auch schon einige Ideen …….“.
Plan C ist also in die Selbständigkeit zu gehen.

Mark wird mit seinen 1,83 m, seinem trainierten Body und seinen strahlend blauen Augen gerne als Model gebucht.
Mark wird mit seinen 1,83 m, seinem trainierten Body und seinen strahlend blauen Augen gerne als Model gebucht.

Mark wird mit seinen 1,83 m, seinem trainierten Body und seinen strahlend blauen Augen gerne als Model gebucht. Er lacht und meint: „In diese Branche bin ich durch Zufall reingerutscht und es macht mir Riesenspaß“. So gab es im Sportmagazin eine wunderschöne Fotostrecke gemeinsam mit seiner damaligen Freundin, dem Playmate Dominique Regatschnig.

Ich frage ihn, ob sein Frauentyp blond ist und er lacht. „Wenn man meine letzten Freundinnen ansieht, ja. Aber ich habe eigentlich keinen Typ. Sie muss das gewisse Etwas haben für mich“. Auf meine Frage nach Familie und Kindern bekomme ich zu hören: „Ich merke mittlerweile, dass ich bereit für eine Familie und Kinder bin“. Er gesteht, dass er beim Spielen mit seinem zweijährigen Neffen alles um sich herum vergessen kann. Wunderbar runterkommen kann er auch bei einem Trip mit einem Rucksack z.B. durch Asien, vor allem aber beim Tauchen. „Ich tauche extrem gerne, unter Wasser vergesse ich alles andere, da bin ich nur konzentriert auf die Unterwasserwelt und lasse alles los“, kommt es begeistert.

Beim Spielen mit seinem zweijährigen Neffen kann Mark alles um sich herum vergessen.
Beim Spielen mit seinem zweijährigen Neffen kann Mark alles um sich herum vergessen.

Sport ist für Mark kein Beruf, sondern eine Lebenseinstellung. „Mich fasziniert alles, was mit Sport zu tun hat und ich probiere auch alles gerne aus, wie z.B. wakeboarden, das ja nicht alltäglich ist. Ich fahre gerne Ski und golfe. Alles, was mit Fußfall zu tun hat, nenne ich aber nicht Sport“.

Mark Prettenthaler mit Alexandra Rupp (Make up Melissa Leitinger, Foto Simone Pfleger)
Mark Prettenthaler mit Alexandra Rupp (Make up Melissa Leitinger, Foto Simone Pfleger)

Trotz täglichem intensivem und anstrengendem Training ist Fußball nach wie vor sein Traumjob, den er gerne noch viele Jahre und vor allem verletzungsfrei machen würde. Natürlich wird es nicht einfacher und es tut auch immer mehr weh, wie er zugesteht, aber: „Es ist so schön, in der Mannschaft zu trainieren und zu spielen. Wir haben permanent Spaß, es gibt einfach nichts Schöneres“.

Für seine berufliche Zukunft wünscht er sich einen guten Start im Immobiliengeschäft – privat wünscht sich der Single-Mann, dass bald einmal seine Prinzessin vor ihm steht.

 

 

 

 

 

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