Highlights auf Mallorca: Cap Falco Beach und Beach Alm

Nadine Niklas und Stephan Ohnek_Foto SudyEs gibt auf der iberischen Insel viele tolle Locations und viele schöne Strände. Hier sind zwei, die mir besonders gut gefallen: Cap Falco Beach und Beach Alm. Beide gehören Stephan Ohneck, einem erfolgreichen deutschen Unternehmer auf Mallorca.

Bei gutem Essen und Trinken die Seele baumeln lassen am Cap Falco Beach (Foto Cap Falco)
Bei gutem Essen und Trinken die Seele baumeln lassen am Cap Falco Beach (Foto Cap Falco)

Cap Falco Beach
„Dieser Traumstrand liegt im Naturschutzgebiet“, erzählt mir Managerin Nadine Niklas, „die Gäste genießen es sehr, hier mit den Füßen im Sand am Tisch zu sitzen, zu relaxen und zu essen, was der Koch morgens frisch am Markt gekauft hat“. Viele der Stammgäste verzichten auf die Speisekarte, und lassen sich lieber überraschen. Zum Ausruhen gibt es stilvolle Sitzgelegenheiten, Lounges und Sonnenliegen mit wunderschönem Meerblick.

Cap Falco Beach ist relaxen pur (Foto Cap Falco)
Cap Falco Beach ist relaxen pur (Foto Cap Falco)

Interessant erzählt Stephan Ohneck, dass dafür jedes Jahr aufs Neue ein unwahrscheinlicher Aufwand notwendig ist, da sich der Strand in einem Naturschutzgebiet befindet. Er muss sich immer wieder um die sehr komplexe, öffentliche Konzession bewerben, alles muss jährlich neu genehmigt, dann aufgebaut und am Ende der Saison wieder komplett abgebaut werden. Und gemeint ist wirklich alles: jede Steckdose und alle Anschlüsse, jedes Gerät einschließlich Toiletten, Kühlanlagen und Pumpsysteme. Täglich werden immerhin 10000 l Frischwasser benötigt. „Der Erdhaufen hier ist unsere Infrastruktur“, zeigt mir Stefan ein Foto mit einem Riesenberg von Algen. Jedes Jahr müssen vor Saisonbeginn diese 7-8 m hohe Algenberge abgebaut und mit ungefähr 30 Sattelzügen weggebracht werden.

Schon als Stephan Ohnek vor vielen Jahren das erste Mal auf einer Party am Cap Falco Beach war sagte er: „So etwas müsste man mal besitzen“ (Foto Cap Falco)
Schon als Stephan Ohnek vor vielen Jahren das erste Mal auf einer Party am Cap Falco Beach war sagte er: „So etwas müsste man mal besitzen“ (Foto Cap Falco)

Stephan Ohneck war vor 15 Jahren das erste Mal auf Mallorca. „Ich war auf eine Party auf diesem Strand eingeladen. Damals sagte ich: so etwas müsste man mal besitzen“. Als die Konzession viele Jahre später zu haben war, übernahm Stephan, der schon 10 Jahre lang einen Gastronomiebetrieb in Puerto Portals hatte, Cap Falco Beach. Lohnt sich all die Mühe, frage ich. Stephan schmunzelt: „Ab der Sekunde, wo Du an diesem Strand bist, wirst Du mit allem belohnt. Mit dieser Idylle, mit dem Lachen der Gäste, die ihre Seele baumeln lassen und frisch gegrillten Fisch essen. Das gibt soviel Energie“, kommt er ins Schwärmen.
Dies kann Nadine Niklas, die Cap Falco Beach managt, nur bestätigen. Sie kommt aus dem deutschen Sauerland, lebte in Köln und war Flugbegleiterin. Auf ihren Flügen kam sie wöchentlich nach Palma – bis sie eines Tages blieb.

Nadine Niklas, Stephan Ohnek und Hedi Grager (Foto Reinhard Sudy)
Nadine Niklas, Stephan Ohnek und Hedi Grager (Foto Reinhard Sudy)

„Ich lernte Mallorca bei meinen Aufenthalten durch die Fliegerei kennen und habe mich hier schon immer sehr wohl gefühlt – und die Insel lieben gelernt. Damals habe ich mir 3 Monate Urlaub genommen, um in einem Hotel eine Art Praktikum zu machen- und bekam die Einladung, im Hotel zu bleiben“, erzählt mir die sympathische Deutsche mit der Modelfigur, als wir uns in der Beach Alm trafen. „Im Sommer arbeitete ich dann hier und im Winter habe ich in Österreich als Assistentin des Managers gearbeitet. Auf Dauer wollte ich aber nicht pendeln. Ich wollte hier auf Mallorca bleiben, neu anfangen in einer ‚neuen Heimat“.

Cap Falco Beach: Wer einmal dort war möchte nie mehr weg (Foto Cap Falco)
Cap Falco Beach: Wer einmal dort war möchte nie mehr weg (Foto Cap Falco)

Während ihrer Arbeit in Österreich lernte sie Stephan Ohneck kennen, der ihr die Leitung des Cap Falco Beach anbot. „Das mache ich jetzt die zweite Saison. Im Winter unterstütze ich die ganzjährig offene Beach Alm und mache viel im Eventbereich“. Nadines Terminplan ist voll, zu ihren Aufgaben gehört das Marketing sowie der Internetauftritt der beiden Locations, die Vorbereitungen für die nächste Saison, Personalsuche, Organisation von Hochzeiten am Strand, Firmenevents, Geburtstagsfeiern und vieles mehr.

Auf meine Frage, ob sie Deutschland vermisse, meint sie: „Meine Familie und meine Freunde fehlen mir schon, aber sie kommen mich öfters auf Mallorca besuchen. Man kann hier wirklich sehr gut leben und hat alles: Strand, Berge, Stadt – es fehlt einem an nichts und man ist innerhalb von knapp zwei Stunden in Deutschland“.

Nadine Niklas kam beruflich so oft nach Palma - bis sie blieb und hier ein neues Leben begann (Foto Reinhard Sudy)
Nadine Niklas kam beruflich so oft nach Palma – bis sie blieb und hier ein neues Leben begann (Foto Reinhard Sudy)

In ihrer Freizeit fährt Nadine gerne in die Berge im Westen von Mallorca. „Ich mach‘ dann quasi Urlaub auf Mallorca“, lacht sie. „Der Sommer ist schon sehr stressig und bedeutet durcharbeiten, dafür ist der Winter dann ein wenig erholsamer“. Nadine ist sehr sportlich. „Im Sommer schwimme ich morgens sehr gerne, gehe joggen oder wandern und spiele gerne Badminton“. Mit drei Worten bezeichnet sie sich als ehrlich, spontan und herzlich.

Beach-Alm – die Alm macht einen Ausflug ans Meer
Rustikale Möbel, rot-weiß-karierte Tischdecken, Hirschgeweihe an der Wand und ein wunderbarer Blick auf Strand und Meer – das ist die Beach Alm, der eine Segelschule angeschlossen ist. Stephan Ohnek, der im Hafen von Puerto Portals 10 Jahre lang die erfolgreiche Discothek Lunes führte, freut sich: „Mein Ziel war ein Mix aus Restaurant, Kantine und Alm – ein Ort, der für Sport, Geselligkeit und Familie steht“ – und das ist ihm absolut gelungen.

Beach Alm an der Playa Puerto Portals (Foto Beach Alm)
Beach Alm an der Playa Puerto Portals (Foto Beach Alm)

Alma heißt im spanischen ‚Seele‘ und Stephan ist überzeugt, dass Erfolg damit zu tun hat, wenn man etwas mit ganzer Seele macht. „Schau, wir sind hier nicht im Hotspot von Puerto Portals, sind hinter der Werft, den Generatoren und den Duschen – und trotzdem kommen die Menschen zu uns.“ Seitdem er die Beach Alm 2010 eröffnet hat, ist sie auch ein Anziehungspunkt für Medien. Reportagen, u.a. bei ‚Leute heute‘ und Andreas B. Kerner‘, Filmberichte und Dokumentationen berichten über die erfolgreiche „Alm-Hütte“ am Meer. „So ist die Beach Alm nicht nur ein Marketing Motor für die Segelschule, sondern wir haben durch das verrückte Konzept sehr viel Aufmerksamkeit erreicht und dadurch den Südwesten der Insel toll präsentiert“.

Beach Alm - ein wunderbarer Platz zum Entspannen und herrlichem Blick aufs weite Meer (Foto Reinhard Sudy)
Beach Alm – ein wunderbarer Platz zum Entspannen und herrlichem Blick aufs weite Meer (Foto Reinhard Sudy)

Auch viele Prominente, vor allem aus dem Wirtschaftsbereich, treffen sich gerne auf der ‚Alm‘ bei einem ‚Alm-Burger‘ oder bei Hendlmayer Speck mit Gambas.
„Wir haben hier eine Segelschule und weil Kinder auch gerne Ski fahren kam ich auf die Idee, das Flair einer Almhütte mit dieser Segelschule-Kantine in Einklang zu bringen, „erzählt Stephan. So entstand die Beach Alm am Mittelmeer. Für diese Alm-Hütte wurde in Ellmau bei Kitzbühel ein Haus abgetragen und das Originalholz in die Beach Alm eingebaut, insgesamt wurden mehr als 10 Tonnen Holz verarbeitet.

Die Beach Alm ist ein Mix aus Restaurant, Kantine und Alm - und ein Ort, der für Sport, Geselligkeit und Familie steht (Foto Beach Alm)
Die Beach Alm ist ein Mix aus Restaurant, Kantine und Alm – und ein Ort, der für Sport, Geselligkeit und Familie steht (Foto Beach Alm)

Stephan erzählt amüsiert weiter: „Wir haben hier überwiegend Kinder, die mit ihrem Neoprenanzug ins Lokal kommen, und wenn 30, 40 oder manchmal bis zu 100 Kids auf einmal kommen und Hunger haben, ist schon was los“. Trotzdem ist alles so konzipiert, dass andere Gäste nicht gestört werden. Stephan mag Kinder und setzt sich sehr für sie ein. Er engagiert sich für die Sky-Stiftung, für Fit for Future oder unterstützt im Sommer Clowns – weil lachen hilft.

Rustikale Möbel, rot-weiß-karierte Tischdecken, Hirschgeweihe an der Wand und ein wunderbarer Blick auf Strand und Meer. Nadine Niklas und Hedi Grager (Foto Reinhard Sudy)
Rustikale Möbel, rot-weiß-karierte Tischdecken, Hirschgeweihe an der Wand und ein wunderbarer Blick auf Strand und Meer. Nadine Niklas und Hedi Grager (Foto Reinhard Sudy)

Erstes Bistro mit 18 Jahren
Stephan Ohneck pendelt seit 2000 zwischen Deutschland und Mallorca, 2002 eröffnete er sein erstes Lokal auf Mallorca. „Ich habe mein Leben lang Gastronomie gemacht“, lächelt Stephan, der schon im Alter von 18 Jahren sein erstes Bistro aufmachte. „Ich war in Baden Württemberg der jüngste Gastronom“, kommt es stolz von ihm und er erinnert sich an einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung mit dem Titel ‚Discoähnlicher Zustand bringt Nachbarn auf die Palme‘. „Gerade durch den Artikel standen die Leute dann bei mir Schlange“, lacht er. Es folgten Discos mit seinem besten Freund auf Gran Canaria und in München. „Dann dachte ich, ich mache Schluss mit dem Lotterleben und mach was Anständiges. So bin ich über Umwege zur Telekommunikation gekommen“.

Nadine Niklas und Stephan Ohnek genießen das Leben auf Mallorca (Foto Reinhard Sudy)
Nadine Niklas und Stephan Ohnek genießen das Leben auf Mallorca (Foto Reinhard Sudy)

2003 verkaufte der Geschäftsmann sein Unternehmen und verbrachte immer mehr Zeit auf Mallorca. „Die Telequest habe ich aber seit 1997 immer behalten und mittlerweile fast alle Komponenten zurückgekauft“.
Stefan privat Stefan ist ein unglaublich kommunikativer Mensch, beruflich wie privat. „Ich bin unwahrscheinlich kreativ, war lange Jahre im Marketing tätig und habe Aufsichtsratsmandate bekleidet“. Die Füße stillhalten kann er nicht, Probleme sieht er als Aufgaben, die es zu lösen gilt. Er gesteht allerdings, dass er bei manchen Themen schon an seine Grenzen kommt. „Ich bin seit meinem 18. Lebensjahr selbständig. Es ist schwierig für mich, auf Dritte und deren Reaktionszeiten angewiesen zu sein“. Er bezeichnet sich als Pragmat, „ich gehe gerne mit einem Ergebnis aus einer Besprechung oder vom Konferenztisch weg. Ich hab keine Zeit für alte Geschichten, das blockiert und ärgert mich“.

„Ich war in Baden Württemberg der jüngste Gastronom“, erzählt Stephan Ohnek, der im Alter von 18 Jahren sein erstes Bistro eröffnete (Foto Reinhard Sudy)
„Ich war in Baden Württemberg der jüngste Gastronom“, erzählt Stephan Ohnek, der im Alter von 18 Jahren sein erstes Bistro eröffnete (Foto Reinhard Sudy)

Auf meine Frage, ob er ruhig sitzen kann, sieht er mich lächelnd an und meint: „Ja, ich sitz ja grad ruhig“. Ich muss lachen, denn auch wenn Stephan sitzt, ist er immer in Bewegung. „Abzuschalten war für mich ein sehr langer Lernprozess. Es brauchte 10 Jahre, bis ich das konnte“, gibt er ehrlich zu. „Ich bin ein extremer Mensch, aber auch ich werde älter“, schmunzelt er, „jetzt liege ich abends schon sehr gerne am offenen Kamin oder am Pool“.

Wie kann sich ein so ‚lebendiger‘ Mensch entspannen, frage ich ihn und höre erstaunt: „Ich schau extrem gerne Filme. Unser Highlight ist aber natürlich, Zeit miteinander zu verbringen. Im letzten Jahr schafften Nadine und ich es mit dem Boot sogar mehr als einmal nach Ibiza. Da zehre ich wirklich davon, auch wenn es nur eine Nacht oder zwei sind. Ich mache Urlaub auf der eigenen Insel, ich hab ja keine Zeit zu verlieren“, lacht Stephan wieder. Nach langem möchte er sich im Winter wieder mal zwei Wochen Urlaub gönnen – und das wirklich ohne Handy.

www.capfalco.beach.com
www.beachalm.com

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