Brillen-Designerin Katharina Plattner sagte JA

andy-wolf-eyewear_daphneWeltweit werden ihre Brillen getragen. Stars wie Beyoncé, Bella Hadid und Lady Gaga tragen sie – und natürlich auch ihr Mann Christian, den sie heuer in der Südsteiermark und im „Bohemian Chic“ geheiratet hat: aus Katharina Plattner wurde Katharina Schlager.

ANDY WOLF Eyewear Designerin und CEO Katharina Plattner sagt heuer "JA" zu ihrem Christian(Foto ANDY WOLF)
ANDY WOLF Eyewear Designerin und CEO Katharina Plattner sagt heuer „JA“ zu ihrem Christian (Foto ANDY WOLF)

Katharina Plattner – nun Frau Schlager – heiratete ihren Christian, Vorstand der SIRIUS AG, in der Südsteiermark. Ihr maßgeschneidertes Kleid, das wunderbar zum Dresscode „Bohemian Chic“ passte, fand sie während einer Geschäftsreise in Tel Aviv. „Ich fand, dass Bohemian Chic wunderbar in die Südsteiermark passt. Ich liebe Dirndl, aber diese sind halt nicht ganz so bequem wie wallende Kleider oder Flip Flops. Unsere Gäste sollten es so bequem wie möglich haben – so hatte ich mir halt meine Hochzeit vorgestellt.“

ANDY WOLF Eyewear: White Heat (Foto Elizaveta Porodina)
ANDY WOLF Eyewear: White Heat (Foto Elizaveta Porodina)

Weltweit erfolgreich
Kathi, wie sie von Freunden liebevoll genannt wird, ist eine kreative und erfolgreiche Geschäftsfrau und mit ANDY WOLF Eyewear weltweit sehr erfolgreich. Einen tollen Coup landete Kathi auf der Berliner Sommer-Fashion Week. Sie hatte dort Kooperationen mit dem österreichischen Erfolgslabel „Sportalm“ und mit Guido Maria Kretschmer. „Die Medienwirksamkeit mit Kretschmer war schon großartig. Er ist wahnsinnig charmant und einer der wenigen Menschen, der ‚Everybodys Darling‘ ist. Diese Balance schaffen nur ganz wenige und dafür bewundere ich ihn. Es war für uns eine Ehre, mit ihm zu arbeiten und ich hoffe, dass wir das wieder können. Es sieht aber gut aus“, verrät sie noch. Gleich nach der Show kamen viele Anfragen zu ihren Brillen. Kathi freut sich, als ich ihr erzähle, dass meine Freundin Dora aus Biarritz mir bei meinem heurigen Besuch auch stolz ihre neue ANDY WOLF Brille zeigte. „Es ist natürlich ein schönes Gefühl, wenn ich durch Städte spaziere und meine eigenen Brillen an den Menschen sehe.“

Materialmix und Teamarbeit
ANDY WOLF Eyewear arbeitet mit verschiedensten Materialien. „Wir suchen immer nach Neuem und Spannendem. In unserer letzten LOVE Collection hatten wir beispielsweise Brillen, die von Palmenblättern inspiriert waren. Als diese Collection in der Vogue präsentiert wurde, war das schon ein Ritterschlag für uns alle.“

Die Kampagne der LOVE Kollektion hat ANDY WOLF Eyewear in der Loos Bar in Wien von der Fotografin Hilde van Mas inszenieren lassen  (Foto ANDY WOLF)
Die Kampagne der LOVE Kollektion hat ANDY WOLF Eyewear in der Loos Bar in Wien von der Fotografin Hilde van Mas inszenieren lassen (Foto ANDY WOLF)

Inspirieren lässt sie sich von ihrer Umwelt und vor allem auch auf ihren Reisen. „Ich sehe ein Material wie beispielsweise Blätter, sehe mir zuerst die Strukturen an, die in der Natur schon da sind und die wir oft neu interpretieren. Wir kommen von der Optik und nicht von der Fashion und wir kommen von der Handwerksecke und nicht von der Massenproduktion. Wir arbeiten mit mood boards, setzen uns zusammen und beißen uns gemeinsam an einem Thema fest. Bei jedem Projekt gibt es spannende Entwicklungen und wir lernen natürlich immer dazu. Manche Projekte werden verworfen oder erst viel später verwirklicht. Für mich ist es wichtig, alles im Team zu machen, denn jeder hat einen anderen Zugang und so bekomme ich viel mehr Input.“

ANDY WOLF Produktion (Foto Lupi Spuma)
ANDY WOLF Produktion (Foto Lupi Spuma)

In ihrem Werk in Hartberg beschäftigt Kathi 62 Mitarbeiter. Im Verkauf, in der Logistik und im Innendienst sind es nochmal 32. „Wir sind weltweit vertreten und expandieren jetzt wahnsinnig in Amerika. Deshalb schicken wir jetzt einen Mitarbeiter, einen Österreicher rüber, der ANDY WOLF dort vertritt.“ Auf meine Frage, wie sie ihre Mitarbeiter findet, schmunzelt Kathi und erzählt: „Mein neuer Mitarbeiter für Amerika war z.B. vorher bei einer Bank.“ Auf meinen fragenden Blick erzählt sie weiter: „Er hat sich beworben bei uns. Er hat im Ausland studiert, kann chinesisch, hat Businesspläne geschrieben, war weltweit unterwegs und war überqualifiziert. Als ich ihm dann persönlich absagen wollte, hatten wir so ein nettes Gespräch, und ich sagte zu ihm ‚Ich weiß nicht wohin mit Ihnen, aber ich möchte Sie in meinem Team‘.“ Sie erinnert sich, dass er in Anzug und Krawatte kam und dass alle lachten, „denn wir sind ja schon eher leger angezogen.“ Mein Geschäftspartner Andreas meinte dann, schicken wir ihn doch für uns nach Amerika. Dort macht sich Herr Galler großartig und wird ‚Andy Wolf North Amerika‘ größer werden lassen. Als ich dann jemanden für unsere IT benötigte, erfuhr ich von ihm, dass seine Schwester bei Apple in Irland arbeitet und zurück nach Graz möchte.“ Also wirklich eine große Familie.

Katharina Schlager und Hedi Grager auf der Berliner Fashion Week im Sommer 2016 (Foto privat)
Katharina Schlager und Hedi Grager auf der Berliner Fashion Week im Sommer 2016 (Foto privat)

Eine große Familie und ihr Erfolgsrezept
„Ja, ANDY WOLF ist eine Familie und seit 10 Jahren hat uns noch kein Mitarbeiter verlassen“, erzählt Kathi stolz. Als ich sie auf ihr 10-jähriges Firmenjubiläum anspreche und wissen möchte, ob groß gefeiert wurde, erzählt sie: „Ich glaube, wir hätten nicht den Erfolg, wenn der Endverbraucher nicht einkaufen würde, die Optiker nicht das Vertrauen in uns hätten, wir in der Firma nicht Mitarbeiter hätten die so arbeiten wie sie arbeiten, und alle zusammen machen unseren Erfolg aus. Deshalb waren wir der Meinung, dass unser ‚Rundherum‘ gefeiert werden sollte.“ Und das tat die ‚ANDY WOLF Familie‘ dann auch in Paris. Und zu Weihnachten wird die ‚ANDY WOLF Familie‘ wieder aus allen Teilen der Welt zusammen kommen.

Herzliche Gratulation zu 10 Jahre ANDY WOLF: Katharina Schlager, Andreas Pirkheim und Wolfgang Scheuch (Foto ANDY WOLF)
Herzliche Gratulation zu 10 Jahre ANDY WOLF: Katharina Schlager, Andreas Pirkheim und Wolfgang Scheuch (Foto ANDY WOLF)

Kathi verrät weiter: „Wir bauen aus und werden größer. Wir können in Hartberg nicht alles produzieren, was wir brauchen. Für uns ist auch Metall ein Thema geworden, und Metallverarbeitung ist in Hartberg schwierig. Dort fehlen uns Know how und Maschinen. So haben wir in Frankreich ein Werk gefunden, das großartig passt. Weißt Du, jeder soll das machen, was er gut kann.“ Natürlich bleibt das Werk in Hartberg bestehen.

Die deutschen Modelgeschwister Lou und Nils Schoof sind die neuen Gesichter der Metallbrillenkollektion WHITE HEAT von ANDY WOLF EYEWEAR (Foto Elizaveta Porodina)
Die deutschen Modelgeschwister Lou und Nils Schoof sind die neuen Gesichter der Metallbrillenkollektion WHITE HEAT von ANDY WOLF EYEWEAR (Foto Elizaveta Porodina)

Kathi meint mit einem Schmunzeln weiter: „Weißt Du, anstatt uns große Autos zu kaufen, kaufen wir uns ein weiteres Werk. Wenn die Nachfrage größer wird, wird man selber größer. Wir haben ein klares Ziel: nicht klein und fein bleiben, wir wollen die Welt erobern. Und wenn nicht mit Brillen, dann machen wir was anderes,“ lacht Kathi wieder. „Aber nachdem ganz viele Menschen so motiviert dran arbeiten, wird es funktionieren. Und wir  gehen stark auf die Märkte ein, was viele andere nicht tun.“ Mitarbeiter von ANDY WOLF dürfen sich teilweise die Brillenfarben für ihr Land aussuchen. „Diese Einbindung ist sehr wichtig, denn sie stehen dann noch stärker hinter dem Produkt. Das ist ein Teil unseres Erfolgsrezeptes.“

ANDY WOLF Brillen sind Handarbeit aus der Steiermark (Foto Lupi Spuma)
ANDY WOLF Brillen sind Handarbeit aus der Steiermark (Foto Lupi Spuma)

Kathi ist sich bewusst, dass „Wenn wir Geld im großen Rahmen verdienen wollten, dürften wir nicht in Europa produzieren. Das ist Fakt. Wir haben keine großen Autos oder Villen am Wörthersee, aber das ist auch nicht unsere Intention und unser Antrieb. ANDY WOLF ist im Vordergrund, und solange das so ist, sind wir auf einem guten Weg, glaube ich. Wir waren die letzten Jahre sehr bescheiden. Jeder hat gesehen, dass wir unsere Messestände nach wie vor selber aufbauen. Aber nur so kann ich mir Respekt verschaffen, nur so kann ich es von anderen auch verlangen. Das ist Zusammenhalt, das ist Familie.“

Die Brillen-Designerin Katharina Plattner hat ein klares Ziel: "Nicht klein und fein bleiben, wir wollen die Welt erobern." (Foto ANDY WOLF)
Die Brillen-Designerin Katharina Plattner hat ein klares Ziel: „Nicht klein und fein bleiben, wir wollen die Welt erobern.“ (Foto ANDY WOLF)

PR und Online-Portale
Einige der weltweit für ANDY WOLF arbeitenden Mitarbeiter sind Österreicher, die sich ein gutes Vertriebsnetz aufgebaut haben, es wird aber auch mit Großhändlern gearbeitet. „So z.B. in Russland“, erklärt Kathi. „Russland ist ein guter Markt, aber mit den Einführungsbestimmungen etc. braucht man einen Partner vor Ort, der die Gepflogenheiten kennt. Und wir haben extrem gute Partner. Wir arbeiten auch weltweit mit PR Agenturen zusammen, denn ich finde, dass eine Anzeige in einem Magazin zu wenig ist. PR ist für mich eine stetige Arbeit und Kommunikation, die intern aber auch extern sehr wichtig ist.“ So arbeitet ANDY WOLF mit Agenturen in Barcelona, Paris, Wien und Moskau. „In Berlin haben wir ein eigenes Büro.“

ANDY WOLF Eyewear, Soul Collection (Foto Stefan Leitner)
ANDY WOLF Eyewear, Soul Collection (Foto Stefan Leitner)

ANDY WOLF Brillen kann man nicht online bestellen. Kathi ist grundsätzlich kein Fan von Onlinehandel. „Ich bin jemand, der die Haptik und das Einkaufserlebnis braucht. Eine Brille ist für mich kein Produkt, das man online kauft, da es sehr beratungsintensiv ist. Eine optische Brille ist ein Medizinprodukt und sollte dort gekauft werden, wo jemand die entsprechende Ausbildung hat.“

ANDY WOLF's Brillenpaternoster im Grazer BrillenQuartier. Hedi Grager mit Designerin Katharina Schlager (Foto Lupi Spuma)
ANDY WOLF’s Brillenpaternoster im Grazer BrillenQuartier. Hedi Grager mit Designerin Katharina Schlager (Foto Lupi Spuma)

Brillenpaternoster und BrillenQuartier
Das BrillenQuartier von Christian Potisk feierte kürzlich seinen ersten Jahrestag. Er hat das erste eigene Shopkonzept von ANDY WOLF Eyewear in Form eines Brillenpaternosters erhalten. Kathi erklärt, dass sie damals einen Premiumpartner für ihr einzigartiges Shopkonzept gesucht und Christian so bei der Einrichtung seines BrillenQuartiers geholfen hatten: „So konnten wir testen, ob unsere Paternoster noch Kinderkrankheiten hatten. Es war eine Win-Win-Situation – so sollte eigentlich eine Beziehung funktionieren.“ Inzwischen gibt es diese Paternoster schon weltweit bei ANDY WOLF-Partnern.

Passion und Inspiration
Ich muss Kathi zwischendurch ein Kompliment machen für ihre weltweit großartigen Erfolge. „Danke. Mir macht es richtig Spaß und ich hatte noch nie das Gefühl ‚Oh mein Gott, es ist Montag Morgen und ich muss arbeiten‘. Das ist der größte Luxus, den ich aus dem Ganzen ziehen kann. Deshalb glaube ich, dass ich meine Passion gefunden habe.“

Besonders inspirierend sind für Kathi Städte wie z.B. Kopenhagen. „Diese Stadt mag ich wahnsinnig gerne. Sie ist clean, sehr klar und nicht verschönt.“ Also bodenständig, wie es auch Kathi geblieben ist. „Ich glaub schon, hoffe doch,“ kommt es etwas nachdenklich von ihr. Aber auch Brighton in Südengland mag sie sehr. „Brighton ist total cool, ich mag diese Punk Szene. Vor einiger Zeit war ich das erste Mal in Tel Aviv und war richtig geflasht, wie schön, wie toll, wie jung und unglaublich gastfreundlich diese Stadt ist. Eine wunderbare Stadt mit ganz viel Kultur, Lifestyle und Fashion. Ich würde sagen, diese Stadt ist ANDY WOLF und wir haben extrem tolle Kunden dort. Und man ist in drei Stunden dort.“

Katharina Schlager, hier mit Modeexpertin Carina Harbisch und ihrem Late Night Shopping (Foto Manfred Lach)
Katharina Schlager, hier mit Modeexpertin Carina Harbisch und ihrem Late Night Shopping (Foto Manfred Lach)

Kathi sehr privat
Eines der überwältigenden Erlebnisse war für Kathi die Geburt ihres Sohnes Luis. „Das war das Schönste bis jetzt. Es ist so spannend, weil mein Leben plötzlich nicht mehr selbstbestimmt ist. Ein kleiner Mensch sagt dir, wie Dein Tag ausschaut, und du musst dich auf dieses kleine Wesen einstellen. Dafür bekommst Du soviel Liebe. Wenn du mir gesagt hättest, dass ich einmal um 5 Uhr morgens aufstehen und eine Legoburg bauen werde, hätte ich Dir geantwortet: nie im Leben. Mittlerweile stehe ich gelegentlich auch um 2 Uhr morgens auf – was soll ich tun, wenn Luis nicht müde ist, dann spielen wir halt zwei Stunden.“ Wir lachen.

Katharina Schlager mit ihren Geschäftspartnern Andreas Pirkheim und Wolfgang Scheuch (Foto ANDY WOLF)
Katharina Schlager mit ihren Geschäftspartnern Andreas Pirkheim und Wolfgang Scheuch (Foto ANDY WOLF)

Ich spreche Kathi darauf an, dass sie zwar immer schon flexibel sein musste, jetzt aber sicherlich noch mehr. „Früher hatte ich nur für meine Firma Verantwortung, jetzt habe ich eine emotionale Verantwortung meinem Kind gegenüber. Ich freu mich schon so, wenn ich ihn mitnehmen kann. Er hat diese wunderbare Neugier, die nur Kinder haben, ist so unvoreingenommen und hat so eine Klarheit und Logik. Kinder sind irrsinnig emotional und drücken diese Emotionalität auch in der Sekunde aus. Das haben wir ja vielfach nicht mehr“, kommt es ein wenig nachdenklich von der erfolgreichen Designerin.

Darauf angesprochen, was sie alles gerne gemeinsam mit ihrem Mann Christian macht, erfahre ich: „Wir machen alles gerne gemeinsam und das ist schön. Wir reisen sehr viel und dabei versucht Christian seine Termine so zu legen, wie ich meine Messetermine habe. Wir waren vor einiger Zeit in Hongkong und in New York, mit ihm lerne ich Städte ganz anders kennen. Wir lesen und kochen beide gerne und haben gerne unsere Freunde um uns. Ich habe ein wunderschönes Leben, für das ich jeden Tag dankbar bin.“

Natürlich möchte ich wissen, ob Christian eine Brille trägt. „Ja“, lacht Kathi, „er mit und ich ohne optischem Glas.“ Sie verrät noch mit einem Schmunzeln, dass er eine schlimme Brille beim Kennenlernen trug, mittlerweile aber eine schöne Sammlung an ANDY WOLF Brillen hat.

Großes Beitragsfoto: Die deutschen Modelgeschwister Lou und Nils Schoof sind die neuen Gesichter der Metallbrillenkollektion WHITE HEAT von ANDY WOLF Eyewear. Zusammen mit der Münchner Ausnahmefotografin Elizaveta Porodina wurde die Kampagne in einem Marmorsteinbruch in Südtirol fotografiert.

www.andy-wolf.com

 

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