Barbara Haas – Weihnachten und Pläne 2018

Chefredakteurin Barbara Haas im Frühstückstalk mit der Schauspielerin Nina Proll (Foto privat)Die erfolgreiche Journalistin und Chefredakteurin der WIENERIN Barbara Haas  spricht über berufliche und private Höhepunkte in diesem Jahr, über Pläne und Projekte für 2018 und wie sie Weihnachten verbringen wird.

Journalistin und Chefredakteurin der WIENERIN Barbara Haas. "Meine Einstellung: Feminist. (Foto Privat)
Journalistin und Chefredakteurin der WIENERIN Barbara Haas. „Meine Einstellung: Feminist. (Foto Privat)

Was war für Dich das schönste oder interessanteste Ereignis auf beruflicher Ebene …. 
Das aufregendste war die Initialzündung für den WIENERIN Gründerinnentag, den wir zum ersten Mal 2017 gemacht haben und bei dem wir Start-Ups und junge Gründerinnen, aber auch generell Frauen im beruflichen Kontext darstellen wollten. Das Interesse seitens der LeserInnen war so enorm – das hat mich berührt und gezeigt, wie viel Kraft und Interesse im Thema Autonomie für Frauen steht. Wir hatten tolle Speakerinnen wie etwa Westwing-Gründerin Delia Fischer am Podium und hands on Workshops, die wir gemeinsam mit den jungen Frauen-Business Netzwerken Female Founders und Business Riot kuratiert haben. Es war ein völlig ausverkauftes Event mit einer ansteckenden Power und hat mich persönlich trotz viel Arbeit ziemlich glücklich gemacht. Daher freue ich mich auch auf den Gründerinnentag 2018.

Ebenfalls sehr schön fand ich die gemeinsame Entscheidung, das Cover der WIENERIN mutiger, frischer, forscher und insgesamt experimenteller zu gestalten. Das Risiko hat viel Dynamik in die Redaktion gebracht und macht uns allen recht viel Spaß.

Barbara Haas: "Julya Rabinowich war eine von 20 prominenten Frauen in Österreich, die im Video zum Frauentag „Warum es wichtig ist, eine Feministin zu sein“, mitgewirkt hat (Foto privat
Barbara Haas: „Julya Rabinowich war eine von 20 prominenten Frauen in Österreich, die im Video zum Frauentag „Warum es wichtig ist, eine Feministin zu sein“, mitgewirkt hat (Foto privat)

Und noch ein drittes tolles Gefühl, das 2017 mich beruflich berührt hat: Wir sind mit unserem Online-Portal wienerin.at erstmals über die 1-Millionengrenze an Visits gesprungen – und das mit einem sehr kleinen, aber zutiefst engagiertem Team, dem Commitment auch von print für online und dem gemeinsamen Willen, neben Ästhetik und Empowerment für Frauen auch die tagespolitischen Frauenthemen nicht außen vor zu lassen. Diese journalistische Aufgabe ist zuweilen etwas härter in der Sprache, manchmal aber kann man auch mit Humor/Satire die Entwicklungen kommentieren. Diese Mischung und der Spirit, der sich mit dem Engagement in unserer Community entwickelt hat, hat mich sogar ein bisschen stolz gemacht.  

… und was privat?
Unsere beiden Kinder (5) haben ihr ersten Zähne verloren, haben dafür schwimmen gelernt und sind wahnsinnig neugierig, wie es ist, endlich in die Schule zu kommen. Dieser Spieltrieb, gepaart mit ihrem unerschöpflichen Wissensdurst, hat auch mich inspiriert, scheinbar ernste und unüberwindbare Dinge manchmal ein bisschen „gechillter“ zu nehmen.  Funktioniert.

"Mehrmals im Monat bin ich in der Cafe Puls Presseschau und kann dort neben den aktuellen politischen Schlagzeilen auch die WIENERIN mitnehmen, ein Marketingtool, das für uns als kleine Marke wichtig ist", so Journalistin Barbara Haas (Foto privat)
„Mehrmals im Monat bin ich in der Cafe Puls Presseschau und kann dort neben den aktuellen politischen Schlagzeilen auch die WIENERIN mitnehmen, ein Marketingtool, das für uns als kleine Marke wichtig ist“, so Journalistin Barbara Haas (Foto privat)

Welche Wünsche und Ziele hast Du für 2018? 
Natürlich ist es mein Ziel, die WIENERIN print wie online gemeinsam mit meinem Team zu Österreichs einflussreichstem Frauenmagazin zu machen. Und ich denke, wir haben gute Chancen, denn all das, wofür wir stehen – also Autonomie, Makelfreudigkeit, ein liberales, feministisches Wertesystem und Diversity samt einem Patzen Ironie – trifft den aktuellen Zeitgeist und ist ein Gegenkonzept zu der aufkeimenden Law & Order-Politik, die Frauen und ihre Rechte eher wieder beschneidet. Die WIENERIN kommt aus dem 80Jahre-Geist der Avantgarde und des gesellschaftlichen Widerstandes, wendet sich aber immer auch der Schönheit und der Kunst des guten Lebens zu. Das werden wir alle 2018 bestimmt gut gebrauchen können.   

Barbara Haas ist mehrmals im Monat zu Gast bei Cafe Puls, hier im Gespräch mit Moderatorin Bianca Schwarzjirg (Foto privat)
Barbara Haas ist mehrmals im Monat zu Gast bei Cafe Puls, hier im Gespräch mit Moderatorin Bianca Schwarzjirg (Foto privat)

Gibt es schon etwas, worauf Du Dich 2018 am meisten freust?
Wir haben 2017 erstmals eine Kollaboration mit Augarten Porzellan gemacht und dieser Flirt mit der Kunst hat uns gut gefallen. Daraus entstand eine Limited Edition mit dem Namen „Namas-Tee“, das schöne Yoga-Design dafür hat unsere Art Direktorin Lena Zotti gestaltet. Vielleicht gibt es also 2018 wieder eine – aber natürlich ganz anders gestaltete – künstlerische Kooperative, mal sehen. Und dann freue ich mich natürlich auf den Gründerinnentag 2018!

Journalistin und Chefredakteurin der WIENERIN Barbara Haas beim Skifahren mit ihrer Familie (Foto privat)
Journalistin und Chefredakteurin der WIENERIN Barbara Haas beim Skifahren mit ihrer Familie (Foto privat)

Was bedeutet Dir die Weihnachtszeit? 
Die Weihnachtszeit bedeutet mir viel, denn für mich und meine Familie ist es einerseits ein Break zum Jahresende, der uns viel Zeit miteinander schenkt, und andererseits habe ich das Weihnachtsfest tatsächlich seit meiner eigenen Kindheit als etwas sehr Verheißungsvolles, Stilles und Mystisches in Erinnerung. Diese Erinnerung wird auch heute noch schnell aufgeladen mit teils ganz kitschigen, teils sehr traditionellen Elementen. Ich liebe ja sogar den Brauch des „Räuchern“… und das finden (zu recht) manche schon ein bisschen schräg.

Weihnachten wird traditionell gefeiert - am Nachmittag geht Barbara Haas mit ihrer Familie in eine Kindermette "und sobald es finster genug ist, gibt es die Bescherung". (Foto privat)
Weihnachten wird traditionell gefeiert – am Nachmittag geht Barbara Haas mit ihrer Familie in eine Kindermette „und sobald es finster genug ist, gibt es die Bescherung“. (Foto privat)

Und wie wirst Du Weihnachten verbringen? 
Der 24. 12 wird sehr klassisch mit meinem Mann und unseren Kindern in Wien verbracht – wir schmücken den Baum und die Kinder sind inzwischen betreut. Am Nachmittag gehen wir in eine Kindermette und sobald es finster genug ist, gibt es die Bescherung. Der nächste Tag ist der Patchwork-Großfamilie in Wien gewidmet. Dort feiern wir noch mal mit allen großen und kleinen Kindern und den verschiedenen Großeltern-Konstellationen bei einem outstanding Menü, das mein Schwiegervater kocht. Der 26.12 ist der Anreisetag in die Berge, wir fahren ins Ennstal und verbringen dort normalerweise bei der Familie meiner Mutter die Zeit bis zum 6. Jänner. Skifahren, Sauna, Schnee und Lesen – das ist echter Luxus für mich. Klingt zwar ein bisschen sehr nach „immer gleich“ und eingefahren, bringt aber 1000 Entspannungspunkte, weil ich jetzt schon weiß, wie gut und schnell ich entspannt sein werde…

Großes Beitragsfoto:  Barbara Haas: „Erst im Dezember hatte ich Nina Proll als Frühstückstalk in Wien, das war mitten in der #metoo Debatte. Wir waren nicht einer Meinung, haben aber versucht, respektvoll zu bleiben… (Foto privat)

http://wienerin.at/WIENERIN-Gruenderinnentag-2017   

 

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