Das Buch „food design XL“ feiert seinen 15. Geburtstag. Noch immer ist das illustrierte Werk im freien Buchverkauf erhältlich. „Damals, beim Schreiben und beim Fotografieren mit Ulrike Köb dachten wir nicht im Traum daran, dass wir fünfzehn Jahre später noch immer mit dem Essen arbeiten und an einem neuen Buch zu nachhaltigem food design feilen würden“, freuen sich Sonja Stummerer & Martin Hablesreiter.

„Wir wollen auch nicht vorenthalten, dass wir während der letzten Monate mit super Partnerinstitutionen wie der Rockefeller Stiftung in New York, dem Museum Brot und Kunst in Ulm, der Universität für Bodenkultur in Wien, dem Frauenmuseum in Hittisau und unserem Freund und künstlerischem Weggefährten Daisuke Akita neue Positionen produzierten, die wir hiermit kurz vorstellen wollen.“

Für und mit der Rockefeller Foundation realisierten wir als arts & science Projekt zwei Fotografien und ein Video für die Präsentation der bislang umfangreichsten Studie zu weltweiter, nachhaltiger Ernährung, die jemals unternommen wurde. Die Arbeiten werden demnächst in den Vereinigten Staaten präsentiert werden.
In der deutschen Stadt Ulm, im dortigen Museum Brot und Kunst ist derzeit die Soloausstellung „mindestens haltbar bis“ zu sehen. Ein neun Meter langes Supermarktregal präsentiert unsere Interpretation der gegenwärtigen Food Systems, während eine ebenso lange Tafel auf kulturelles Veränderungspotential verweist. Im Rahmen der Ausstellung fand auch die clime art Performance „kunst wasser stoff“ statt.
Während der prominenten Eröffnungsreden für die Zukunftskonferenz an der Wiener Universität für Bodenkultur lag Martin in Erde eingegraben und unter Obst und Gemüse regungslos vor dem Rednerpult. Danach führten Sonja und Martin einen provokativen Dialog zur Erde als Ursprung allen Lebens und aller Kultur. „Dieses Stück schrieben wir exklusiv für diese eat art Performance.“
Im westösterreichischen Hittisau ließ sich Martin nach einem patriarchalen Dialog zum Thema Putzen von den überwiegend weiblichen Gästen Hausstaub und Beschimpfungen an den Kopf werfen und mit Daisuke Akita realisierten wir im Wiener Amalienbad eine Serie von Fotografien zu Wasserverschmutzung, Mikroplastik und Wasserverbrauch.

Designatelier honey & bunny
Sonja Stummerer und Martin Hablesreiter gründeten 2003 das interdisziplinäre Designatelier honey & bunny in Wien. Sie entwickelten und bauten mehrere Dächer in Wien aus, führten Regie bei „food design – der Film“, kuratierten die Ausstellung „food design“ für Wien, Graz und Salzburg und nahmen an zahlreichen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen teil.
Stummerer und Hablesreiter hielten zahlreiche internationale Vorträge und sie lehrten unter anderem in Bukarest, Istanbul und in Chennai. Seit mehr als 13 Jahren beschäftigen sie sich mit food design. Sie gestalten Essbares, entwickeln eat art performances, schreiben (zuletzt erschien das Buch „food design XL“ bei Springer Wien/NY) und filmen.

Großes Beitragsfoto: Fotos honey & bunny / Ulrike Köb / Daisuke Akita.
