LIEBE OHNE GEWALT #YSLBEAUTY – Gewalt in Partnerschaften sind ein gesellschaftliches Problem. Im Rahmen der 2020 gegründeten Initiative ‚Liebe ohne Gewalt‘ unterstützt YSL Beauty aktiv die Bekämpfung und Prävention häufig unerkannter und unterschätzter Gewaltdimensionen innerhalb der vermeintlich engen Vertrautheit einer Partnerschaft.
Bei Gewalt in Partnerschaften denkt man oft ‚nur‘ an blaue Flecken und einschüchternde Verhaltensweisen. Doch vor allem psychische Gewalt kann subtil beginnen und sich schleichend steigern bis sie einen Punkt erreicht, an dem das Wohl oder gar das Leben einer Betroffenen gefährdet wird. Oftmals werden die anfänglichen Anzeichen für ein solches Verhalten gar nicht oder erst zu spät erkannt. Von Eifersucht über Manipulation bis hin zu Demütigung kann Gewalt in Partnerschaften viele Formen annehmen und die Freiheit von Frauen einschränken.

Gewalt in Partnerschaften ist ein großes gesellschaftliches Problem: Global gesehen erlebt fast jede dritte Frau mindestens einmal (sexuelle) Gewalt in ihrer Beziehung. Auch Deutschland ist davon nicht ausgenommen und so ist Gewalt in Partnerschaften auch hierzulande eine der häufigsten Formen von missbräuchlichem Verhalten gegen Frauen. Weltweit leben mehr als 600 Millionen Frauen in einem Land, in dem Gewalt durch den Partner nicht als Verbrechen gilt. Menschen aus allen sozioökonomischen, religiösen und kulturellen Gruppen sind von Gewalt in Partnerschaften betroffen. Am stärksten gefährdet sind jedoch vor allem junge Frauen im Alter von 16 bis 24 Jahren. Um das Bewusstsein für Gewalt in Partnerschaften zu schärfen und zu einer positiven Veränderung der Situation beizutragen, engagiert sich Yves Saint Laurent Beauty mit der Initiative ‚Liebe ohne Gewalt‘ für genau diese gesellschaftsrelevante Thematik.
Engagement nach dem Erbe von YVES SAINT LAURENT
Im Rahmen der 2020 gegründeten Initiative ‚Liebe ohne Gewalt‘ unterstützt YSL Beauty aktiv die Bekämpfung und Prävention häufig unerkannter und unterschätzter Gewaltdimensionen innerhalb der vermeintlich engen Vertrautheit einer Partnerschaft. Dieses kraftvolle Engagement ist bereits in der Geschichte des Traditionsunternehmens begründet: Modeschöpfer und Legende Yves Saint Laurent selbst steht für den ikonischen ‚Le Smoking‘, den er erstmals 1966 für Frauen entwarf und mit ihm einen ausdrucksstarken Beitrag zur Moderevolution schuf. Der Entwurf eines Smokings für Damen bestärkte die Frauen in ihrer Unabhängigkeit, ihrem Mut und Selbstvertrauen und setzte ein starkes Zeichen gegen die klassische gesellschaftliche Stereotypisierung.
Yves Saint Laurent: “I wanted to be part of the women’s liberation movement of the past century.”
Die natürliche Kraft und Überzeugung, welche in der Marken-DNA von Yves Saint Laurent Beauty verankert ist, ist heute aktueller denn je. Subtile Formen der Gewaltanwendung – wie Kontrolle, Ignoranz oder Isolation – gehen über die gelebte Tradition restriktiver Kleidung hinaus und verkörpern die Notwendigkeit, alle Anzeichen von Gewalt und Toxizität in einer Beziehung frühzeitig zu erkennen.

„Supporting women, especially when it comes to their independence, is central to the way the brand acts. Intimate Partner Violence hinders the safety, wellbeing and independence of women,” erklärt Stephan Bezy, International General Manager von Yves Saint Laurent Beauty. „It therefore felt very natural to work on an issue that stood in opposition to our core values and beliefs.”
Bekannte Botschafter unterstützen ‚Liebe ohne Gewalt‘
Um die Aufmerksamkeit für Gefahren, die von Gewalt in Partnerschaften ausgehen, zu erhöhen und das Bewusstsein für die 9 Warnzeichen zu schärfen, setzt YSL Beauty im Rahmen von ‚Liebe ohne Gewalt‘ auf die Unterstützung lokaler, bekannter Botschafter. Im Rahmen von Videoclips geben diese u.a. reale Erlebnisberichte von Betroffenen wider, die durch den bff bereitgestellt und anonymisiert verwendet wurden. Die Geschichten setzen die Warnzeichen in einen konkreten Kontext und zeigen die Vielschichtigkeit von Gewalt in Partnerschaften auf, die oft zu schwereren Formen der körperlichen, psychischen und sexuellen Gewalt eskaliert. Durch die klare Benennung der Gewalt können Betroffene und auch Außenstehende ein besseres Verständnis für diese Dynamik erlangen. Darüber hinaus werden dem Zuschauer mögliche Kontakte zu lokalen Beratungsstellen an die Hand gegeben.
Riccardo Simonetti als unterstützendes Gesicht 2024
Der Entertainer im Interview (übernommen von YSL Beauty)
Gemeinsam mit YSL Beauty liegt es Riccardo Simonetti am Herzen, das Bewusstsein über die Vielfalt an Gewaltformen und dessen Prävention in der Gesellschaft zu stärken und so zu einer langfristigen Verbesserung der Situation beizutragen. Seit vielen
Jahren kämpft er leidenschaftlich für Gleichberechtigung und Toleranz.
Der Entertainer unterstützt aktuell das Programm „Liebe ohne Gewalt“ und blickt dabei auch auf sein eigenes Liebesglück, das er vor Kurzem mit seinem Jawort besiegelt hat.
Riccardo Simonetti: „Gewalt kann in jeder Beziehung vorkommen“
Wo fängt Gewalt an und wo hört Liebe auf? „Die Grenzen sind nicht immer leicht einzuschätzen“, betont Riccardo Simonetti.

Riccardo Simonetti (31) kämpft seit vielen Jahren leidenschaftlich für Gleichberechtigung und Toleranz. Der Entertainer setzt sich regelmäßig für Themen ein, die ihm am Herzen liegen. Aktuell unterstützt er das Programm „Liebe ohne Gewalt“ von YSL Beauty. Er möchte mit seinem Engagement „zu Gesprächen anregen und die Aufklärung fördern“, wie er am Rande eines Pressetermins in Hamburg erklärt. Dabei kommt er auch auf sein eigenes Glück zu sprechen. Der Entertainer hat erst vor wenigen Wochen seinem langjährigen Partner Steven das Jawort gegeben – mit überwältigenden Reaktionen, wie er im Interview verrät.
Lieber Riccardo, wie genau sieht Ihr Engagement für das Programm „Liebe ohne Gewalt“ aus?
Riccardo Simonetti: Ich möchte zu Gesprächen anregen und die Aufklärung fördern. Es ist wichtig, dass wir offen über Gewalt sprechen, den Diskurs untereinander suchen und auch die Vielfalt an Gewaltformen aufzeigen, die oft im Verborgenen bleiben. Denn: Gewalt ist nicht gleich Gewalt – das habe ich auch erst vor Kurzem so verstanden – eine Sensibilisierung darüber, dass Gewalt von körperlicher, sexueller, psychischer bis zu finanzieller Gewalt reichen kann, ist ein großer und wichtiger Schritt in Bezug auf die thematische Aufklärung.
Auch in Partnerschaften, die nicht dem heterosexuellen Beziehungsmodell entsprechen, ist Gewalt keine Seltenheit. Wie würden Sie hier den Status Quo der Aufklärung und Forschung beschreiben?
Simonetti: Gewalt kann in jeder Beziehung vorkommen, unabhängig von der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität der Partner. Meist findet sie im Verborgenen statt, Forschung und Aufklärung gibt es wenig. Insbesondere bei Gewalt außerhalb heteronormativen Beziehungen. Die von YSL Beauty 2023 durchgeführte Studie rund um die LGBTQIA+ Community hat hier ein wichtiges Zeichen gegen diese existente Forschungslücke gesetzt. Denn: Rund 39% der Befragten der LGBTQIA+ Community in Deutschland wissen nicht, wo sie Unterstützung bei Gewalt in Partnerschaften erhalten können. Solche Erkenntnisse sind in meinen Augen unglaublich wichtig – denn nur so können Maßnahmen daran anknüpfend wirkungsvoll ergriffen werden. Wir müssen in der Prävention von Gewalt breiter aufgestellt sein und alle Beziehungsformen berücksichtigen, aber auch das Netzwerk an Hilfs- und Beratungsstellen weiter ausbauen.
Wurden Sie in Ihrem privaten Umfeld selbst schon einmal Zeuge von Gewalt in Partnerschaft?
Simonetti: In meinem direkten Umfeld kam es zum Glück bislang zu keinem Vorfall. Dennoch würde ich behaupten, dass wir alle schon einmal Anzeichen von Gewalt in Partnerschaften bemerkt haben. Manchmal sind es nicht die offensichtlichen Taten, die zuerst ins Auge fallen, sondern eher ganz subtile Anzeichen. Dazu gehören Dinge wie übermäßige Eifersucht, das ständige Kontrollieren des Partners oder das Isolieren von Freunden und Familie. Auch abwertende Kommentare, die das Selbstwertgefühl der anderen Person untergraben, sind alarmierend. Ich habe gelernt, dass es entscheidend ist, aufmerksam zu sein und nicht wegzuschauen. Gewalt in Partnerschaften beginnt oft schleichend, aber je eher man eingreift oder Unterstützung anbietet, desto besser kann man helfen. Genau hierfür sind die im Rahmen der Initiative formulierten 9 Warnzeichen hilfreich. Es ist eine gemeinsame Verantwortung, dass wir sie erkennen und aktiv werden – für die Menschen, die uns wichtig sind, und für eine Gesellschaft, die auf Respekt und Sicherheit basiert.

Warum ist das vielerorts immer noch ein Tabu-Thema? Was muss sich politisch und gesellschaftlich ändern?
Simonetti: Gewalt in Partnerschaften wird leider noch immer primär als persönliches, privates und stark intimes Problem gesehen, welches ungern an Außenstehende kommuniziert wird. Betroffene haben Angst vor Stigmatisierung oder trauen sich nicht, Hilfe zu suchen. Auch sind die Grenzen nicht immer leicht einzuschätzen: Wo fängt Gewalt an und wo hört Liebe auf? Sind Kommentare und Vorschriften über die Kleidung süß oder zeugen sie von kontrollartigem Verhalten? Ist das Lesen der Nachrichten auf dem Handy des Partners wirklich schon übergriffig? Politisch und gesellschaftlich müssen wir diesen Teufelskreis durchbrechen, indem wir das Thema stärker in den öffentlichen Diskurs bringen, umfassendere Aufklärung betreiben und den Zugang zu Schutzangeboten sowie Unterstützung für alle Betroffenen erleichtern.
Welche Rollen spielen die Medien in diesem Kontext?
Simonetti: Die Medien und Darstellung dieser Themen in Filmen und Serien spielen eine ganz entscheidende Rolle. Sie beeinflussen schließlich unsere Wahrnehmung von Gewalt, von Beziehung und auch von Geschlechterrollen – das ist nicht zu unterschätzen. Fiktion und Berichterstattung können durchaus verzerrte Bilder der Gesellschaft zeigen und Stereotype fördern. Auch können sie Gewalt verherrlichen. Dieses Potential kann sicherlich noch viel, viel weiter ausgeschöpft werden. Dennoch ist einer der aktuell erfolgreichsten Filme „Nur noch ein einziges Mal“ ein Film über häusliche Gewalt und trotzdem wird immer noch zu wenig über das Thema gesprochen.“
Ein zunehmend relevantes Thema ist auch die digitale Gewalt. Das Netz und soziale Medien bieten mehr Raum für verschiedene Formen der Belästigung und Gewalt. Sie selbst werden immer wieder mit Hass-Kommentaren konfrontiert. Um Ihren Mann vor solchen Anfeindungen zu beschützen, zeigten Sie sein Gesicht bis zur Hochzeit im Sommer vier Jahre lang nicht in der Öffentlichkeit. Sind Sie froh, jetzt offen Ihre Liebe zeigen zu können?
Simonetti: Ich bin derjenige, der sich ein Leben in der Öffentlichkeit ausgesucht hat, nicht er. Deshalb habe ich es als meine Pflicht empfunden, ihn so weit ich konnte zu schützen. Jetzt wo wir verheiratet sind, hat es sich einfach nicht mehr richtig angefühlt, ihn zu verstecken und es war unsere gemeinsame Entscheidung, sein Gesicht mit den Menschen zu teilen. Zumindest ab und an.
Wie waren die Reaktionen?
Simonetti: Die Reaktionen waren überwältigend. Wir konnten kaum glauben, wie viel Support es von den Menschen gab und hoffen sehr, dass andere gleichgeschlechtliche Paare dadurch ermutigt werden zu ihrer Liebe zu stehen. Dennoch gab es natürlich leider auch homophoben Mist zu lesen, der beweist, dass es für viele Menschen auch im Jahr 2024 noch nicht selbstverständlich ist, dass Liebe auch zwischen zwei Männern existieren kann.
Wie fühlt sich die Ehe bisher an?
Simonetti: Ich liebe es, verheiratet zu sein. Es gibt mir irgendwie das Gefühl, mit meinem Mann verbunden zu sein, auch wenn wir gerade nicht am selben Ort sind. Wir haben uns dazu entschlossen, diesen Weg von nun an gemeinsam zu gehen, und so fühlt es sich auch an.
Was zeichnet für Sie eine glückliche Partnerschaft aus?
Simonetti: Sich für die Freude des anderen freuen zu können, auch wenn man selbst mal nichts damit zu tun hat, halte ich für besonders wichtig. Und viel kuscheln natürlich auch!
(obr/spot)
In den letzten Jahren haben sich bereits zahlreiche Botschafter:innen gefunden, die der Kampagne ihr Gesicht liehen, um sie noch medienwirksamer zu machen und helfen, das Schweigen zu brechen. Zu den vielen prominenten Unterstützer:innen gehörten u.a Guido Maria Kretschmer, Emilia Schüle, Jan Josef Liefers, Sonja Gerhardt, Jannis Niewöhner und Frauke Ludowig.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis würdigte 2021 die Kampagne #sicherheim als herausragendes, kollektives soziales Engagement und möchte somit auch zur weiteren Verbreitung dieser außergewöhnlichen Initiative beitragen.
ZOË KRAVITZ als Gesicht der Kampagne 2021
Im Rahmen der ‚Liebe ohne Gewalt‘ Kampagne 2021 zeigt auch YSL Beauty Markenbotschafterin Zoë Kravitz Gesicht. Kravitz ist eine wichtige Fürsprecherin für das Thema und unterstützt das Programm ‚Liebe ohne Gewalt‘ schon seit seiner Einführung. Neben dem Video wird die Marke auch eine Serie von neun animierten Clips zu den 9 Warnzeichen von Gewalt in Partnerschaften lancieren, die auf den Plattformen von YSL Beauty geteilt werden.
ZOË KRAVITZ als Gesicht der Kampagne 2021. (Video YSL Beauty LOG)
L.O.V.E. TRAINING – Wo Liebe aufhört und Gewalt beginnt www.liebeohnegewalt.de
Um die verschiedenen Dimensionen von Gewalt greifbar zu machen und entsprechend aufzuschlüsseln, stellt YSL Beauty auf der Website der Initiative ein 15-minütiges L.O.V.E Online-Training bereit. Entlang dessen wird Betroffenen als auch Außenstehenden eine Hilfestellung geboten, Anzeichen von Gewalt frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig handeln zu können – um dem schwerwiegenden, gesellschaftlichen Problem in vereinter Kraft entgegenzusetzen. Mit vier verschiedenen Trainingsschwerpunkte und acht Beispielsituationen stehen die 9 Warnzeichen von Gewalt innerhalb des OnlineTrainings im Fokus, an welchen Gewalt in Partnerschaften erkannt werden kann.
LGBTQIA+ COMMUNITY
Mit dem bislang einzigartigen, internationalen Forschungsprogramm zur Untersuchung der Wahrnehmung und Erfahrung von Personen der LGBTQIA+ Community im Zusammenhang mit gewaltvollem, missbräuchlichem und ungesundem Verhalten innerhalb einer Beziehung leistet YSL Beauty einen weiteren, bedeutenden Beitrag zur Aufklärung von Gewalt in Partnerschaften. Die Studie wurde von der renommierten Gender- und Beziehungswissenschaftlerin Dr. Beth A. Livingston mit Blick auf die Unterstützung von YSL Beauty im Kampf gegen Gewalt in Partnerschaften ins Leben gerufen und fördert einen Ausbau von Ressourcen und Hilfsangeboten für Betroffene sowie den Ausbau von Bildungsangeboten und Möglichkeiten der Unterstützung durch Außenstehende. In Zusammenarbeit mit dem bff – Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe Gewalt gegen Frauen e.V. führt YSL Beauty unter Berücksichtigung der neuen Forschungsergebnisse eine Weiterentwicklung und Expansion der Initiative ‚Liebe ohne Gewalt‘ fort.

Stephan Bezy, International General Manager bei YSL Beauty, sagt: „Die Vordenkerrolle ist ein ganz wesentlicher Teil der Strategie von ‚Liebe ohne Gewalt‘. Wir müssen weiterhin aktiv gegen alle Formen von Gewalt und Missbrauch vorgehen. Umso wichtiger ist, dass wir auch gesellschaftlichen Gruppen Hilfe und Unterstützung anbieten, die häufig übersehen werden. Liebe ohne Gewalt – ganz einfach auf den Punkt gebracht.
www.yslbeauty.at
www.abuseisnotlove.com
Großes Beitragsfoto: LIEBE OHNE GEWALT #YSLBEAUTY. (Foto Max Menning für YSL Beauty LOG)
