„LOL“ – Sasha Knezevic zeigte Kunst mit Haltung und Humor – Ein Abend zwischen Pop, Provokation und Pointen! Kürzlich lud Sasha Knezevic zur Buchpräsentation und Ausstellung seiner neuen Werkserie „LOL“ ins stilvolle PALAIS FESTETICS / NODE CONTEMPORARY. Rund 250 Gäste folgten der Einladung, um mit Knezevic zu feiern und seine Werke zu bestaunen. Mit dabei: Model Patricia Kaiser, Dancing Star-Profi Herby Stanonik, Moderatorin Petra Stumpf, Modedesigner Nicolas Dudek, Fotograf Stefan Kokovic, Künstler Ken Krüger, Ärztin Kerstin Ortlechner oder Modelagenturinhaber Kevin Ziehenberger uvm.
Wer bei „LOL“ an Katzenvideos denkt, war an diesem Abend vermutlich falsch – oder genau richtig. Denn Sasha Knezevic ist ein Meister der Umdeutung: Er holt Begriffe aus ihrer digitalen Belanglosigkeit zurück in die analoge Wirklichkeit – und versieht sie mit Bedeutung. Deshalb auch der Name „LOL“ für die aktuelle Ausstellung seiner neuesten Werke, die eines gemeinsam haben – das allseits bekannte Smiley, in verschiedenen Interpretationen. „LOL ist für mich mehr als nur ein Lachen“, so Knezevic. „Es ist ein Moment der Erkenntnis. Wenn du über etwas lachst, hast du’s meistens schon verstanden – oder durchschaut. Der Smiley ist ein universelles Bild – aber was passiert, wenn man ihm eine Geschichte gibt? Wenn man ihn malt statt klickt?“ Seine Antworten hängen jetzt an der Wand – und führen das Publikum von Pop zu Philosophie, von Meme zu Message.
Mit seinem unverwechselbaren Stil schafft Sasha Knezevic Momente zwischen Glamour und Graffiti, Ironie und Ernsthaftigkeit. Der Künstler kreierte einen Abend, der nicht nur zum Staunen, sondern vor allem zum Denken einlud – wie auch sein erster Bildband (Verlag Ludvig Rage), der an diesem Abend ebenfalls präsentiert wurde. Knezevic zeigt hier verschiedene Collagen, komponiert aus Zeitungsausschnitten, Werbeplakaten und urbanen Fundstücken, die die medialen Mechanismen, Schönheitsideale, Konsumrausch und politische Absurditäten kommentieren – charmant, kritisch und mit gestalterischer Schlagkraft. „Ich benutze Dinge, die uns täglich umgeben und die wir oft gar nicht mehr bewusst wahrnehmen. In meinen Arbeiten versuche ich, diese Bilder neu zu codieren – sie in einen anderen Kontext zu stellen“, erklärt Knezevic.

Der Weg dorthin ist so vielschichtig wie seine Kunst selbst: Vom Profi-Basketballspieler über internationale Modelkampagnen für Dolce & Gabbana, DKNY, Trussardi oder Tiffany & Co., bis hin zum Wiener Atelier. „Die Modewelt hat mich geschult – mein Blick für Komposition, Kontraste, Wirkung ist geprägt durch jahrelange visuelle Reize. Aber irgendwann wollte ich nicht mehr nur ein Teil der Oberfläche sein – ich wollte sie hinterfragen.“
Mit „LOL“ gelingt ihm das auf mehreren Ebenen: Die Ausstellung wie auch der gleichnamige Bildband bieten keine plakativen Antworten, sondern stellen Fragen. Was ist echt? Was ist Image? Was bleibt, wenn man die Hochglanzschicht abzieht? „Es geht nicht darum, gegen etwas zu sein“, sagt Knezevic. „Es geht darum, genauer hinzusehen. Und nicht alles so ernst zu nehmen – außer das, was wirklich zählt.“

Sein bekanntestes Werk – ein Spiegel im Boutique-Hotel Motto, auf dem der Satz „I can tell by the way you stare at me you have great taste in art“ prangt – ist sinnbildlich für Knezevics Haltung: Ästhetik mit Tiefgang, Humor mit Haltung. Auch an diesem Abend im Palais Festetics wurde viel gelacht – was nur eines bedeuten kann: Die illustre Gästeschar hat verstanden, worum es dem Künstler geht.
Das Buch „LOL“ ist via www.ludvigrage.club erhältlich – prominent gelistet unter HONTAS > SASA. Ein Lächeln inklusive.
Großes Beitragsfoto: LOL by Sasha Knezevic. (Foto Bubu Djumic)
