Festspiele Reichenau 2026

Maria Happel präsentiert das Programm der Festspiele Reichenau 2026. (Foto Andreas Tischler)Von 1. Juli bis 2. August 2026 wird Reichenau neuerlich zum Treffpunkt der Theaterszene. Die Festspiele Reichenau 2026 stehen im Zeichen von 100 Jahren Theater Reichenau – zugleich ist es die fünfte Saison unter der künstlerischen Leitung von Maria Happel.

Maria Happel präsentierte das Programm der Festspiele Reichenau 2026. Im Bild mit Landeshauptfrau von Niederösterreich Johanna Mikl-Leitner. (Foto Andreas Tischler)
Maria Happel präsentierte das Programm der Festspiele Reichenau 2026. Im Bild mit Landeshauptfrau von Niederösterreich Johanna Mikl-Leitner. (Foto Andreas Tischler)

Mit dem Programm 2026 richten die Festspiele Reichenau den Blick auf ein Jahrhundert Theatergeschichte in Reichenau. Im Zentrum der Saison steht das Theater Reichenau selbst, das mit einer besonderen Produktion gewürdigt wird: dem Eröffnungsstück von 1926, „Die Fledermaus“. Darüber hinaus öffnet sich erneut das Südbahnhotel Semmering als eindrucksvolle Spielstätte – in diesem Jahr mit „Krieg und Frieden“. Mit 130 fix geplanten Vorstellungen gehen die Festspiele in ihre bislang umfangreichste Saison. Fünf der sechs Eigenproduktionen feiern – wie bereits im Vorjahr – ihre Premiere in der ersten Spielwoche. Diese außergewöhnliche Premieren­dichte verleiht den Festspielen Reichenau eine besondere Stellung innerhalb der deutschsprachigen Festivallandschaft.

Maria Happel (3.v.li.) präsentierte das Programm der Festspiele Reichenau 2026. Im Bild mit Landeshauptfrau von Niederösterreich Johanna Mikl-Leitner (2.v.re). (Foto Andreas Tischler)
Maria Happel (3.v.li.) präsentierte das Programm der Festspiele Reichenau 2026. Im Bild mit Landeshauptfrau von Niederösterreich Johanna Mikl-Leitner (2.v.re). (Foto Andreas Tischler)

Für Maria Happel bieten die Spielorte, eingebettet in die Natur- und Kulturlandschaft der Region und getragen vom Jubiläum selbst, ideale Voraussetzungen für einen außergewöhnlichen Theatersommer: „Mit dem Programm 2026 sagen wir bewusst: Wir machen auf. Einmal im Jahr öffnet sich der Vorhang des Theaters Reichenau für außergewöhnliches, hochqualitatives Theater, das aus der Geschichte dieses Hauses und der Region heraus in die Gegenwart spricht. Dieses Jubiläum ist für uns Einladung und Verpflichtung zugleich – das Theater als offenen Raum für große Stoffe, starke Ensembles und eine lebendige Auseinandersetzung mit dem Heute zu begreifen.“

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont die Bedeutung der Festspiele, des traditionsreichen Theaters und der Region: „Die Festspiele Reichenau vereinen die besondere Atmosphäre einer traditionsreichen Sommerfrische mit hochkarätigem Schauspielertheater, das auf österreichische Literatur und heimische Stars setzt. Das macht sie zum bedeutendsten Theaterfestival in Niederösterreich und zu einem der wichtigsten Festivals für Sprechtheater in Österreich. Ein Festival, das zahlreiche Kulturinteressierte aus dem In- und Ausland nach Niederösterreich holt. Und davon profitiert nicht nur die Semmering-Region, sondern auch das gesamte Kulturland Niederösterreich!“

Programmpräsentation der Festspiele Reichnau 2026, Palais Niederösterreich, Wien: Julia STEMBERGER, Maria HAPPEL und Nils ARTZMANN. (Foto Andreas Tischler)
Programmpräsentation der Festspiele Reichnau 2026, Palais Niederösterreich, Wien: Julia STEMBERGER, Maria HAPPEL und Nils ARTZMANN. (Foto Andreas Tischler)

Programm mit Schwerpunkt auf österreichische Autoren der Jahrhundertwende mit regionalem Bezug. Ein starkes Ensemble verleiht der literarischen Tradition neue Stimmen

Der programmatische Schwerpunkt liegt auf österreichischen Autoren der Jahrhundertwende. Das Programm gestattet einen Rückblick, der in besonderer Weise mit der Geschichte und erzählten Geschichten der Region verbunden ist. Die Produktionen entstehen in Zusammenarbeit mit einem hochkarätigen Regieteam, darunter Gordon Greenberg, Nils Strunk & Lukas Schrenk und einem Ensemble, dessen kraftvolle Mischung aus renommierten Publikumslieblingen und herausragenden Nachwuchskräften zu einem Markenzeichen der Festspiele geworden ist.

Den Auftakt bildet Johann Strauß’ „Die Fledermaus“, mit der das Theater Reichenau am 1. August 1926 eröffnet wurde. Die Neuinszenierung, exklusiv für Reichenau, wird vom kongenialen Regieduo Nils Strunk & Lukas Schrenk in die wilden 20er Jahre gehoben und wird eines der Highlights der Saison. Getragen wird die Produktion von einem gesangsstarken Ensemble, unter anderem mit Julia Edtmeier, Jakob Semotan, Sebastian Wendelin.

Programmpräsentation der Festspiele Reichnau 2026, Palais Niederösterreich, Wien. (Foto Andreas Tischler)
Programmpräsentation der Festspiele Reichnau 2026, Palais Niederösterreich, Wien. (Foto Andreas Tischler)

Als zweite Premiere folgt Arthur Schnitzlers „Reigen“. Inszeniert von Alexandra Henkel und Dietmar König thematisiert das Stück gesellschaftliche Fragen und gewinnt durch die historische Verbindung des Autors zur Region besondere Tiefe. Zu sehen sind unter anderen Therese Affolter, Daniel Jesch, Stefan Jürgens, Lukas Watzl und Stefanie Dvorak.

Im Südbahnhotel Semmering wird Leo Tolstois „Krieg und Frieden“ in der Regie von Philipp Hauß und in einer Dramatisierung von Nicolaus Hagg gezeigt. Die Inszenierung verwandelt das historische Gebäude erneut in ein atmosphärisch dichtes Großereignis, getragen unter anderem von Martin Schwab, Johanna Arrouas, Tim Werths und Johanna Mahaffy.

Joseph Roths „Die Legende vom heiligen Trinker“, eine Erzählung über Gnade, Neubeginn, Zufall und menschliche Würde, wird von Alexandra Liedtke im Großen Saal im Theater Reichenau inszeniert. Es spielen Joseph Lorenz, David Oberkogler, Gioia Osthoff und Oliver Urbanski.

Maria Happel: „Mit dem Programm 2026 sagen wir bewusst: Wir machen auf. Einmal im Jahr öffnet sich der Vorhang des Theaters Reichenau für außergewöhnliches, hochqualitatives Theater, das aus der Geschichte dieses Hauses und der Region heraus in die Gegenwart spricht. (Foto Andreas Tischler)
Maria Happel: „Mit dem Programm 2026 sagen wir bewusst: Wir machen auf. Einmal im Jahr öffnet sich der Vorhang des Theaters Reichenau für außergewöhnliches, hochqualitatives Theater, das aus der Geschichte dieses Hauses und der Region heraus in die Gegenwart spricht. (Foto Andreas Tischler)

Als letzte Premiere der ersten Spielwoche folgt Stefan Zweigs „Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau“, in einer Dramatisierung von Thomas Kahry und in der Regie von Gordon Greenberg. Für dieses intensive Kammerspiel über Leidenschaft, Obsession und die Macht des Moments stehen Nils Arztmann, Alex Kapl, Sona MacDonald und Julia Stemberger auf der Bühne des neuen Spielraums.

Für das junge Theaterpublikum entwickelt Johanna Arrouas Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ für die Arenabühne des Neuen Spielraums, der erstmals als Spielstätte für junges Publikum im Theater Reichenau dient.

Reichenau Spezial und szenische Lesungen
Eine besondere Produktion ergänzt das Programm in der Reihe Reichenau Spezial: Martin Prinz erinnert in der szenischen Lesung „Die letzten Tage“ an die dramatischen Wochen des Kriegsendes in der Region – eine Produktion, die zeigt, dass Erinnern und Reflektieren untrennbar zusammengehören.

Weitere Höhepunkte setzen Michael Niavarani mit einer Nestroy-Lesung sowie eine Thomas-Bernhard-Lesung mit Nicholas Ofczarek, Tamara Metelka und Nikolai Tunkowitsch.

Das Programm greift die Inspiration aus „100 Jahren erlebter und erzählter Geschichte“ auf und interpretiert Geschichte von Haus und Region neu.

Maria Happel im Gespräch mit Julia Stemberger bei der Programmpräsentation der Festspiele Reichnau 2026. (Foto Andreas Tischler)
Maria Happel im Gespräch mit Julia Stemberger bei der Programmpräsentation der Festspiele Reichnau 2026. (Foto Andreas Tischler)

Specials und Kulturvermittlung
Das beliebte Eröffnungsfest am 4. Juli im Kurpark Reichenau markiert den offiziellen Start der Festspiele. Stückeinführungen sowie Nach(t)gespräche bieten während der gesamten Saison vertiefende Einblicke in die Produktionen.

Auch 2026 setzen die Festspiele einen starken Schwerpunkt auf regionale Verankerung und Kulturvermittlung. Die Zusammenarbeit mit Schulen der Region wurde weiter ausgebaut und umfasst vorbereitende Workshops, Probenbesuche sowie begleitende Vermittlungsangebote.

Fakten & Informationen
Zeitraum: 1. Juli – 2. August 2026
Vorstellungen: 130
Spielstätten: Theater Reichenau (Großer Saal und Neuer Spielraum), Südbahnhotel Semmering, Kurpark Reichenau (Eröffnungsfest)
Kartenverkauf: Mitglieder-Vorverkauf gestaffelt ab 14. Jänner 2026, allgemeiner Verkauf ab 11. Februar 2026 unter festspiele-reichenau.at
Eintrittspreise: mehrere Kategorien, 50 % Ermäßigung für Jugendliche
Anreise: Shuttlebusse ab Wien ins Theater Reichenau, Montag und Dienstag auch ins Südbahnhotel, gratis Busshuttle von Parkplatz und Bahnhof zum Südbahnhotel Semmering, Rufbus-Service in der Region.  

Über die Festspiele Reichenau
Die Festspiele Reichenau unter der künstlerischen Leitung der Burgschauspielerin Maria Happel zählen zu den führenden Sprechtheaterfestivals im deutschsprachigen Raum. Einmal im Jahr öffnet das Theater seine Tore für sechs Eigenproduktionen, die von renommierten Regieteams und hochkarätigen Ensembles exklusiv für Reichenau entwickelt werden. Rund 130 Vorstellungen pro Saison stehen auf dem Spielplan.

Zur Jahrhundertwende war Reichenau ein Zentrum der Sommerfrische, in dem große Literaten und Künstler Inspiration fanden. Aus dieser literarischen und landschaftlichen Tradition schöpfen die Festspiele bis heute ihre besondere Strahlkraft. Seit 2022 führt Maria Happel das Festival mit klarer künstlerischer Vision – 2026 steht diese Arbeit im Zeichen eines besonderen Jubiläums: 100 Jahre Theater Reichenau.

Großes Beitragsfoto: Programmpräsentation Festspiele Reichenau 2026. (Fotos Andreas Tischler)

www.festspiele-reichenau.at   

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