Gabi Purkarthofer

„Schmuck sollte so einmalig wie Sie selbst sein und Ihren Stil, Ihren Charakter und Ihre Individualität widerspiegeln“ sagt Gabi Purkarthofer. „Als Schmuckdesignerin lasse ich nicht nur meine eigene Kreativität, sondern auch die Persönlichkeit meiner Kunden in die Schmuckstücke einfließen. So erschaffe ich Unikate mit hohem ideellem aber auch materiellem Wert.“

Gabi Purkarthofer arbeitet seit vielen Jahren als Schmuckberaterin und Schmuckdesignerin. Ihre Augen beginnen zu strahlen, wenn sie von „Ihren“ Steinen erzählt, wo sie den einen oder anderen edlen, hochkarätigen und vor allem seltenen Stein gefunden hat.

Sie arbeitet nur mit hochwertigsten Materialien: Edelsteinen, Edelmetallen, Perlen, Korallen, Elfenbein, Horn, Ebenholz, Kautschuk, Stoffen, Leder und Pelzen. In ihrem Atelier in Fernitz entwirft Gabi Purkarthofer ihre edlen Einzelstücke und Kollektionen, arbeitet Schmuck um bzw. redesignt diesen, berät in angenehm-eleganter Wohnzimmeratmosphäre ihre Kunden und präsentiert geschmackvoll ihre individuellen Unikate. Gabi Purkartshofer Erzherzog-Kollektion ist eine edle Trachtenschmucklinie. Die 24/7-Kollektion ist eine 24 Stunden, 7 Tage die Woche tragbare Schmucklinie.

In Fernitz, südlich von Graz, geboren und aufgewachsen, arbeitete Gabi Purkarthofer viele Jahre erfolgreich im elterlichen Betrieb, dem weithin bekannten Restaurant „Purkarthofer“ in Fernitz. In den 80er Jahren war sie sogar auf Platz 6 der Gault Millau-Rangliste der besten Restaurants Österreichs.

G’sund: Viele kennen Dich noch als erfolgreiche Gastronomin. Nun bist Du eine erfolgreiche Schmuckdesignerin – wie kam es dazu ? GP: Mütterlicherseits stark vorbelastet habe ich mir schon als Kind gewünscht, die Kunstakademie zu besuchen. Aber leider stieß ich damals bei meiner Familie auf taube Ohren, da sie andere Aufgaben für mich bestimmt hatten. So besuchte ich auf Wunsch meiner Eltern und meines Großvaters die Hotelfachschule. Da das Restaurant „Purkarthofer“ seit vielen Jahren im Familienbesitz ist, war mein Weg erstmal vorbestimmt.

G’sund: Du hast dann aber doch bei der Firma Schullin & Söhne in Graz begonnen.
GP: Ja, ich hatte das Glück, dass ich im Jahre 2003 als „normale“ Mitarbeiterin beginnen konnte. Da mich die Schmuckbranche ja schon immer sehr interessiert habe, war mein Ehrgeiz auch entsprechend groß und ich habe in Seminaren und Kursen ein gut fundiertes Wissen über die Gemmologie und die Schmuckerzeugung gewonnen. Hans Schullin hat mir dann relativ bald die Rohlinge übergeben, um für das Geschäft die passenden Schmuckstücke zu schaffen.

G’sund: Du hast also sehr rasch auch mit dem Schmuckdesign begonnen?
GP: Es folgten Ausstellungen und Events der Firma Schullin, bei denen ich am Schmuckdesign maßgeblich mitwirkte, auch das Schmucksortiment und den Einkauf legte Herr Schullin vertrauensvoll in meine Hände. Ich erhielt einige Schmuckpreise und ich hatte für mich das Gefühl: endlich bin ich angekommen. Leider machte mir dann meine Gesundheit ein wenig zu schaffen und so beschloss ich, etwas kürzer zu treten.

G’sund: Das war dann auch der Zeitpunkt, wo Du Dein eigenes Atelier eröffnet hast ?
GP: Ich habe 2006 die Firma Schullin verlassen und rasch für mich erkannt, dass ich meine Leidenschaft weiterhin als Beruf ausüben wollte. Ich entschied mich dann Ende 2006 für mein eigenes Atelier und habe gleich mit zwei umfangreichen Kollektionen, Erzherzog und 24/7 begonnen.

G’sund: Wenn ich mich in Deinem gemütlichen und mittlerweile weithin bekannten Atelier umsehe, hat es sich auf alle Fälle gelohnt. GP: Ja, das Risiko, sich selbständig zu machen, hat sich für mich wirklich gelohnt. Ich kann heute meine Zeit viel besser einteilen, arbeite nach Terminvereinbarung und kann mich ganz individuell auf meine Kunden einstellen. So entstehen einzigartige Stücke für meine anspruchsvollen Kunden.

 

 

G’sund: Wenn man Dir zuhört spürt man sofort, Schmuck ist Deine Welt. Hast Du noch Zeit für Deine Familie ?
GP: Weißt du, nicht nur meine Edelsteine inspirieren mich, sondern auch die zukünftigen Trägerinnen, die mich durch ihre Aura immer wieder in die Mitte, also in Fluss bringen. Es ist für mich eine so schöne Arbeit, die absolut keine Energie abzieht und mich für meine Familie, die mir sehr wichtig ist, auch immer da sein lässt.

G’sund: Woher nimmst Du Deine Ideen ?

GP: Meine Steinsammlung ist auch mein ganz persönliches Hobby, denn ich kann ganz schwer widerstehen, wenn ich mir die funkelnden Steine aus den entferntesten Ländern auf Auktionen oder Messen, oder auch direkt von den Minen, ansehe und mir die schönsten und größten aus dem Lot herauspicke. Das wird es mir wahrlich warm ums Herz und ich horte sie wie meinen eigenen Schatz.

www.gpdesign.eu

Im Juli 2008 veranstaltete Gabi Purkarthofer eine exklusive Schmuckausstellung auf der Ferieninsel Mykonos. Viele Besucher des internationalen Publikums fanden dort ihr „perfektes Schmuckstück“. Im Juli 2009 gab es eine Trachtenmodenschau mit ihrem Schmuck auf dem Weingut Kodolitsch. Bei ihren alljährlichen Herbstpräsentationen zeigt Gabi Purkarthofer in ihrem gemütlichen Atelier ihre wundervollen, neuen Schmuckkreationen.

Ingrid Wendl, Mitte der 50er Jahre eine der weltbesten Eiskunstläuferinnen moderiert diese Events. In sehr persönlicher Weise erzählte Ingrid Wendl im Vorjahr von der magischen und heilenden Wirkung von Edelsteinen. Beim diesjährigen Herbstfest las Ingrid Wendl heitere, nachdenkliche und feurige Gedichte von Bertolt Brecht über Erich Kästner bis Rainer Maria Rilke. Ingrid Wendl ist selbst ein bekennender Fan von Gabi Purkathofer’s Kreationen. Sie sagt über Gabi Purkathofer: „Gabi beeindruckt mich mit ihrem Wissen und ihrer Sensibilität für die Kraft der Steine“ und dass sie es immer wieder schafft, mit ihren Kreationen neue Maßstäbe zu setzen“.

Trends
Über aktuelle Trends auf den internationalen Schmuckmessen berichtet Gabi Purkarthofer: Massive Fassungen bei Schmuckstücken und Steinen nehmen ab. Sie werden durch Krappenfassungen und mehrere kleinere Steine ersetzt. Dies lässt das Schmuckstück insgesamt größer erscheinen.

Sehr begehrt, aber immer seltener, sind wunderschöne, große Farbsteine. Dazu gehören beispielsweise Burma Rubine, große Turmaline, Paraibas aus Mosambik, Tsavorite, Tansanite, Mandarin Granaten und natürlich Aquamarine in der Santa Maria Farbe. Spannende Tendenzen lassen sich auch bei den Herren erkennen: Ausgefallene Manschettenknöpfe, fernab von traditionellen Formen und Farben, werden immer begehrter. Auch die Tahiti- und Südsee-Perle ist ein Thema für Herrenschmuck geworden und ziert immer öfter Revers, Armbänder und Halsschmuck für Männer, meist in barocker Form.

Die Kraft der Edelsteine
Gabi Purkarthofer’s Lieblingsstein ist der Chrysopras. Er gilt als der Stein des Herzens. Er wirkt beruhigend, schenkt innere Ruhe und reinigt die Herzkranzgefäße von Ablagerungen.

Ein wunderbarer Stein ist auch der Pink Turmalin, der in allen Regenbogenfarben zu finden ist. Der grüne Turmalin dringt über das Herz in den Blutkreislauf unserer Körper ein und kräftigt den Herzmuskel, die Venen und Arterien bis zur Lunge. Rote und rosa Turmaline schenken unserem Herzen Ruhe und Harmonie. Sie befreien von Blockaden und Psychosen.

Die Koralle in den Farben rot, lachsrot, rosa, weiß oder schwarz ist seit Menschen Gedenken ein magischer Schutzstein und kräftiger Heilstein. Auch heute noch gibt man heranwachsenden Kindern ein Korallenarmband, um das Wachstum zu fördern. Sehr interessant ist auch die schwarze Koralle, die verborgene Krankheiten aufspürt.

Der Zitrin gilt als Sonnenstein, welcher ewiges Leben schenkt. Er hat entgiftende Wirkung und stärkt das Immunsystem. Da er den Stoffwechsel fördert und die Insulinproduktion steuert, ist er ein Heilstein für Zuckerkranke.

Amethystketten verleihen bei regelmäßigem Tragen mehr Temperament und eine unwiderstehliche Ausstrahlung. Der Name kommt aus dem griechischen „amethyein“, das heißt: nicht betrunken sein. Deshalb trank man den Wein damals auch aus Amethyst-Pokalen.

Der Bergkristall ist einer der bekanntesten und sagenumwobensten Edelsteine. Er ist mit seinen sanften, harmonischen Schwingungen ein Heilstein für viele Organe. Er reinigt Blutgefäße, stabilisiert den Blutdruck und lindert Schmerzen aller Art.

Erschienen in G’sund 2010

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