Markus Alexander Schlamadinger – A Twist of Lemon

A Twist of Lemon – Markus Alexander Schlamadinger hat sich vor allem auf Hochzeitsfotografie spezialisiert. (Foto by Markus Alexander Schlamadinger)A Twist of Lemon – Markus Alexander Schlamadinger: Fotografieren ist eine schöne Reise. Markus Schlamadinger ist ein Fotograf mit Wiedererkennungs-wert. Er hat sich vor allem auf Hochzeitsfotografie spezialisiert und war 2016 und 2017 Finalist beim AUSTRIAN WEDDING AWARD, 2019 gewann er den 2. Platz. In WOMAN WEDDING wird er als einer der besten Hochzeits-fotografen Österreichs genannt.

A Twist of Lemon – Für Markus Alexander Schlamadinger ist Fotografieren eine schöne Reise. (Foto Markus Schlamadinger)
A Twist of Lemon – Für Markus Alexander Schlamadinger ist Fotografieren eine schöne Reise. (Foto Markus Schlamadinger)

Markus Schlamadinger erinnert sich gerne an seine Kindheit, als er vom ‚Osterhasen‘ eine Polaroid Camera erhielt. „Nur draufdrücken zu müssen und ein fertiges Bild kommt heraus, das hat mich schon sehr gefesselt,“ schmunzelt er. Sehr gut erinnert er sich an sein erstes Fotomotiv: „Meine Eltern hatten damals hobbymäßig Schafe und so habe ich als erstes Motiv ein Schaf fotografiert. Das war extrem cool und für mich eine intensive Erfahrung.“

 Als Fotograf hat sich Markus Schlamadinger vor allem auf Hochzeitsfotografie spezialisiert und als einer der besten Hochzeits-fotografen Österreichs. (Foto by Markus Schlamadinger)
Als Fotograf hat sich Markus Schlamadinger vor allem auf Hochzeitsfotografie spezialisiert und als einer der besten Hochzeits-fotografen Österreichs. (Foto by Markus Schlamadinger)

Als Erwachsener wollte er aber lernen, wie die Fotografie nicht nur im ‚Automatikmodus‘ sondern auch technisch richtig funktioniert. „Mir fiel es schwer zu sagen, wie ein gutes Foto aussieht, ich konnte nur sagen gefällt oder gefällt nicht. Oft diskutierte ich mit Freunden darüber. Heute weiß ich, dass es keine Regeln (mehr) gibt, ob ein Bild scharf sein muss oder ob es deswegen interessant ist, weil es nicht scharf ist. Es entscheiden so viele Faktoren, wie man ein Foto beurteilt und ob dich ein Foto persönlich anspricht. Natürlich sollte man die Grundregeln beherrschen – um sie danach allenfalls zu brechen. Man darf heute überbelichten, unscharf stellen und mehr, denn alles liegt im Auge des Betrachters.“

Topmodel Barbara Meier by Markus Schlamadinger.
Topmodel Barbara Meier by Markus Schlamadinger.

„Wow-Effekt“
Darauf angesprochen, wann er mit einem Foto zufrieden ist, erklärt Markus: „Ich habe natürlich meinen Stil und gewisse Vorstellungen, was ich umsetzen möchte. Wenn ich mir die Fotos dann zu Hause ansehe und mit der Bearbeitung beginne, sehe ich sofort, ob es für mich diesen ‚wow-Effekt‘ hat – und dann ist es gut. Das ist der Anspruch, den ich an meine Fotos stelle, und nur wenn der erfüllt ist, wird das Foto hergezeigt.“

Hochzeitsfotografie
Fotografieren bedeutet auch ein Einlassen auf die fotografierte Person, egal ob als Model oder Brautpaar. Für Markus ist bei der Zusammenarbeit wichtig, so nah wie möglich an die Menschen heranzukommen. „Im Gegensatz zu Fashion Shootings, wo es darum geht, die Mode in den Vordergrund zu stellen, ist die Portrait-fotografie etwas sehr Persönliches und der Kunde muss Nähe zulassen – und das braucht meist etwas Zeit und Auflockerung. Oft kommt dann etwas Besonderes heraus, vielleicht eine Seite, die dem Kunden selbst nicht ganz bewusst war. Das finde ich sehr spannend. Natürlich spürt man, dass Viele ein eigenes Bild von sich selbst haben, dass sie glauben, nur eine „Schokoladenseite“ zu haben. Ich als Fotograf gehe aber ohne Vorurteil an die Menschen heran. Schau, manche mögen ihre Nase vielleicht nicht, aber für jemanden, der wie ich ohne Vorurteil hinsieht, kann sie sehr interessant sein. Ich persönlich liebe Sommersprossen, mag rothaarige Typen. Für mich gilt es, den Menschen zu zeigen, wie toll und einzigartig jeder einzelne ist.“

Hochzeiten fotografiert Markus immer zu zweit mit seiner Frau Tanja. „Sie macht hauptsächlich Sideshots und Fotos aus anderen Positionen. (Foto Markus Schlamadinger)
Hochzeiten fotografiert Markus immer zu zweit mit seiner Frau Tanja. „Sie macht hauptsächlich Sideshots und Fotos aus anderen Positionen. (Foto Markus Schlamadinger)

Markus, der sich auf Hochzeitsfotografie spezialisiert hat, erklärt, dass diese eine sehr spezielle Geschichte ist. Auf seiner Suche nach Fotos und Stil haben ihn die Fotos des bekannten Hochzeitsfoto-grafen Jose Villa inspiriert. „Schönes Licht, schöne Kleider, glückliche Paare, das Boudoir, die Party – da kann man so viel ausprobieren und fotografisch umsetzen – und so hat sich mein Stil in diese Richtung entwickelt.“

Wiedererkennbar
Für Markus ist fotografieren auch ein technischer Vorgang. „Ich finde die Grundtechnik extrem leicht, man muss nur drei Werte einstellen. Zu wissen, welchen Stil ich will, diese Selbstfindung, war für mich der schwierigste Teil und Prozess. Jeder, der fotografiert oder etwas Künstlerisches macht, möchte schlussendlich seine eigene Handschrift, seinen eigenen Stil entwickeln. Man muss heutzutage auch wiedererkennbar sein, sonst bist du austauschbar. Fotos kann heute ja jeder machen, deshalb musst du dich abheben und auffallen. Viele Informationen habe ich mir anfangs aus dem Internet geholt, aber vor allem Workshops mit großartigen Fotografen wie Greg Gorman haben mir viel gebracht. Greg hat mir sehr geholfen zu erkennen und zu sehen, dass ich eh schon einen Stil habe. Das war ein unglaublich befriedigender Moment für mich und hat sehr viel Druck von mir genommen. Jetzt ist es für mich keine zwanghafte Suche mehr, sondern nur eine schöne Reise, die ich genießen kann. Ab diesem Zeitpunkt war ich in der Fotografie angekommen.“

Markus Schlamadinger: "Jeder Fotogragf möchte seine eigene Handschrift, seinen eigenen Stil entwickeln. Man muss heutzutage auch wiedererkennbar sein, sonst bist du austauschbar. (Foto Markus Schlamadinger)
Markus Schlamadinger: „Jeder Fotogragf möchte seine eigene Handschrift, seinen eigenen Stil entwickeln. Man muss heutzutage auch wiedererkennbar sein, sonst bist du austauschbar. (Foto Markus Schlamadinger)

Markus Schlamadinger fotografiert hybrid. „Ich hab‘ anfangs nur digital fotografiert, aber mein Interesse für das Analoge ist mit dem Fotografen Jose Villa gekommen und ich bin in diese Welt eingetaucht. Er oder auch große Fotografen wie Elizabeth Messina  fotografieren analog mit einer Contax 645 und einem Zeiss Planar 80 mm Objektiv. Da entsteht ein so wunderschöner Look, ein Bokeh, das vor allem durch dieses Objektiv erreicht wird und dazu am Film unschlagbar und unvergleichlich ist.“ Sehr ehrlich erzählt er weiter: „Das hat mich immer interessiert, aber ich war einige Zeit zu feige, es zu versuchen. Schlussendlich war es dann doch nicht so schwer wie anfangs gedacht. Es ist ein ganz anderes Fotografieren, es entschleunigt und jeder ist vom Ergebnis hellauf begeistert.“

Markus Schlamadinger fotografiert hybrid. "Es ist ein ganz anderes Fotografieren, es entschleunigt und jeder ist vom Ergebnis hellauf begeistert." (Foto Markus Schlamadinger)
Markus Schlamadinger fotografiert hybrid. „Es ist ein ganz anderes Fotografieren, es entschleunigt und jeder ist vom Ergebnis hellauf begeistert.“ (Foto Markus Schlamadinger)

Fotobearbeitung ist natürlich auch für Markus ein wichtiges Thema. „Wenn ich am Computer ein Foto bearbeite, bekommt es nur den „Look“, den ich selbst dafür entwickelt habe. Der hat nichts mit Hautglätten oder Verjüngen zu tun. Ich persönlich finde ja, dass Falten oder Unregelmäßigkeiten zum Menschen gehören und etwas sehr Interessantes und Schönes sind. Mir persönlich ist ein möglichst natürliches Foto am liebsten, aber ich nehme da natürlich Rücksicht auf Wünsche meiner Kunden.“

Familie Schlamadinger
Hochzeiten fotografiert Markus immer zu zweit. Mit dabei ist seine Frau Tanja. „Sie macht hauptsächlich Sideshots und Fotos aus anderen Positionen. Es geht dabei gar nicht so sehr um die Anzahl der Gäste, liefert neue Ansätze und erweitert das optische Spektrum ungemein.“ Tanja ist auch Schriftstellerin und schreibt die Texte zu einzelnen Shootings und Hochzeiten. Um mehr zu schreiben fehlt ihr leider momentan die Zeit, wie Markus erklärt. Dabei hat sie beim WORTSchatz, einem vom  Künstlerehepaar Brigitte Karner und Peter Simonischek initiierten Literaturwett-bewerb, im Bereich ‚Erwachsene Lyrik‘ einen Preis für ihr Gedicht „Schneeflocken“ erhalten. 

Familie Tanja und Markus Schlamadinger mit ihren Kindern Jakob und Johanna. (Foto Markus Schlamadinger)
Familie Tanja und Markus Schlamadinger mit ihren Kindern Jakob und Johanna. (Foto Markus Schlamadinger)

Tanja und Markus haben zwei Kinder, Jakob ist 12 und Johanna 9 Jahre alt. „Jakob zeigt schon großes Interesse an unserer Arbeit und fotografiert auch schon selbst. Als wir vor kurzem bei Freunden ein Babyshooting gemacht haben, hat er seine Kamera mitgenommen und sehr liebe Fotos gemacht“, erzählt Markus stolz.

Familie Schlamadinger wohnt in einem alten Vierkanthof. Das ist sehr romantisch, aber arbeitsintensiv, denn bei einem älteren Gebäude ist ständig etwas zu tun. Markus lächelt bei meiner Frage, ob er handwerklich begabt sei, und meint: „Begabt würde ich nicht sagen, ein begnadete Techniker ist mein Vater. Ich habe manchmal ganz gute Ideen, nur bei der Ausführung bin ich für jede Unterstützung dankbar.“

Markus Schlamadinger: "Mir persönlich ist ein möglichst natürliches Foto am liebsten, aber ich nehme da natürlich Rücksicht auf Wünsche meiner Kunden." (Foto Markus Schlamadinger)
Markus Schlamadinger: „Mir persönlich ist ein möglichst natürliches Foto am liebsten, aber ich nehme da natürlich Rücksicht auf Wünsche meiner Kunden.“ (Foto Markus Schlamadinger)

Für Markus steht die Familie immer im Zentrum. „Ich mag meine „Brotarbeit“ als Jurist sehr gerne. Mit unseren Kindern bin ich sehr viel im Freien oder ich bin mit unserem Hund unterwegs. Natürlich müssen wir manchmal zeitlich ein bisschen jonglieren, aber es funktioniert gut.“

„A Twist of Lemon“
Ich bin natürlich auch neugierig, wie er auf den Namen „A Twist of Lemon“ kam. „Der Name sollte einprägsam sein. Ich habe neben meinem Studium als Barkeeper in der alten Hemingway Bar in Graz gearbeitet und erinnerte mich an „A Twist of Lemon“ – beim Mixen eines Vodka Martini. Das klingt lecker und die Zitrone ist optisch einprägsam.“

Markus Schlamadinger fotografiert am liebsten an authentischen Orten. „Ich finde, da werden die Fotos am intensivsten. (Foto Markus Schlamadinger)
Markus Schlamadinger fotografiert am liebsten an authentischen Orten. „Ich finde, da werden die Fotos am intensivsten. (Foto Markus Schlamadinger)

Ein Fotostudio im klassischen Sinne hat Markus nicht, er fotografiert lieber an authentischen Orten. „Ich finde es gerade in der Portraitfotografie spannend in dem Umfeld zu fotografieren, in dem sich die Menschen bewegen. Da werden die Fotos am intensivsten.“ Pärchen fotografiert er gerne an Orten, die eine besondere Bedeutung für sie haben, an denen sie sich vielleicht kennengelernt haben, oder an einem ihrer Kraftplätze. Er nutzt aber schon Studios, wenn dies notwendig ist. Er verrät mir noch, dass er sich überlegt, ein Foto-Loft in einem seiner Nebengebäude einzurichten.

Pärchen fotografiert Markus Schlamadingert gerne an Orten, die eine besondere Bedeutung für sie haben, an denen sie sich vielleicht kennengelernt haben, oder an einem ihrer Kraftplätze. (Foto Markus Schlamadinger)
Pärchen fotografiert Markus Schlamadingert gerne an Orten, die eine besondere Bedeutung für sie haben, an denen sie sich vielleicht kennengelernt haben, oder an einem ihrer Kraftplätze. (Foto Markus Schlamadinger)

Markus arbeitet auch mit international tätigen Hochzeitsplanern. „Es ist traumhaft, mit ihnen zu arbeiten, denn das sind wirklich alles Künstler.“ Dieses Jahr haben Markus & Tanja  eine dreitägige Hochzeit fotografiert, bei der unter anderem ein echter König unter den Gästen war. „Ich hätte nie gedacht, so eine Hochzeit einmal zu fotografieren und meine Frau und ich haben es sehr genossen.“

Großes Beitragsfoto: Foto by Markus Schlamadinger.

www.atwistoflemon.at   

 

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