Elisa Wielinger, Andritz AG: Technik mit Herz und Verstand

Aus der Reihe „Frauen und Technik“ in Kooperation mit der Industriellen-vereinigung Steiermark:  Elisa Wielinger ist Product Managerin bei der Andritz AG Graz, einem weltweit tätigen Konzern im Bereich Maschinen- und Anlagenbau. 

Elisa Wielinger ist Product Managerin bei der Andritz AG Graz. (Foto Marija Kanizaj)
Elisa Wielinger ist Product Managerin bei der Andritz AG Graz. (Foto Marija Kanizaj)

Die 31-jährige Elisa Wielinger studierte Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Graz und TU Wien. Die Gene waren vorhanden, denn ihr Vater ist ein etablierter Unternehmer im technischen Bereich.  „Sonst wäre es vielleicht Medizin geworden“,
erzählt Wielinger.

Seit 2014 arbeitet sie bei der Andritz AG, einem weltweit tätigen 
Konzern im Bereich Maschinen- und Anlagenbau. War die  sympathische  Technikerin anfangs als Sales Managerin für Großpumpen für den Marktaufbau in Südost-Asien mit Focus auf
Vietnam und Thailand zuständig, ist sie jetzt als Product Managerin gewissermaßen Schnittstelle zwischen Verkauf und Entwicklung. Sie wechselte, als sie vor 15 Monaten Mutter wurde. 

Elisa Wielinger erzählt mir von ihren interessanten Aufgaben als Product Managerin bei der Andritz AG Graz, einem weltweit tätigen Konzern im Bereich Maschinen- und Anlagenbau. (Foto Marija Kanizaj) 
Elisa Wielinger erzählt mir von ihren interessanten Aufgaben als Product Managerin bei der Andritz AG Graz, einem weltweit tätigen Konzern im Bereich Maschinen- und Anlagenbau. (Foto Marija Kanizaj) 

Ansporn.
An ihrem Job gefällt der zielstrebigen Technikerin die Abwechslung. „Ich bin motiviert, neue Dinge anzugehen und umzusetzen und freue mich auf neue Herausforderungen. Früher hat es mir im Sales Bereich unendlich viel Spaß gemacht, Projekte an Land zu ziehen, lokale Fertigungen zu finden, Produktfilme zu drehen oder Vertrags-verhandlungen zu führen. Heute arbeite ich als Product Managerin daran, unser Angebot an Großpumpen so weiter zu entwickeln und zu verbessern, dass wir  auch in Zukunft am Markt die richtigen Produkte anbieten.“ Es macht ihr Freude, mit motivierten Menschen zu arbeiten, wütend machen sie allerdings solche, die nur halbherzig bei der Arbeit oder unzuverlässig sind. 

Wissen zählt.
Negative Erfahrungen machte sie in der Männerdomäne nie. „Natürlich hat man mich anfangs schon überrascht angesehen, wenn ich als Frau einen Meeting Raum mit 15 Asiaten betrat und alle älter und erfahrener als ich waren. Aber ich punktete mit meinem technischen Know how. Unabhängig davon halte ich die #metoo-Bewegung für sehr wichtig, denn wir wissen, dass es viele Frauen nicht einfach haben.“

An ihrem Job gefällt der zielstrebigen Technikerin Elisa Wielinger die Abwechslung. (Foto Marija Kanizaj)
An ihrem Job gefällt der zielstrebigen Technikerin Elisa Wielinger die Abwechslung. (Foto Marija Kanizaj)

 Auslandserfahrung.
Bei ihrer ersten Dienstreise nach Wolgograd, Russland, war sie 25 Jahre alt. „Es war schon sehr interessant, die russische Mentalität kennen zu lernen. Abenteuerliche Reisen und andere Kulturen  kennenzulernen, hat mir immer schon Spaß gemacht.“ Sie wanderte bereits in Afrika und war am Mount Meru, schlief in einer Hänge-matte im Amazonas und war backpacking in Südost-Asien unterwegs. Vor fünf Jahren war sie einen Monat lang auch freiwillige Helferin in einem Kinderheim in Nepal. „In diesem zusammen mit den Ärmsten der Armen zu leben, war wirklich eine Grenzer-fahrung. Kein fließendes Wasser, kaum Hygiene – und doch hat es mein Leben bereichert. Danach gründete ich den gemeinnützigen Verein ,Kopila Childrens Home‘ und wir finanzieren mit Spenden zwei Kinderheime in Nepal.“ 

Nachdem sie als freiwillige Helferin in einem Kinderheim in Nepal war, gründete sie den gemeinnützigen Verein ,Kopila Childrens Home‘. "Wir finanzieren mit den Spenden zwei Kinderheime in Nepal", erklärt Elisa Wielinger. (Foto Marija Kanizaj)
Nachdem sie als freiwillige Helferin in einem Kinderheim in Nepal war, gründete sie den gemeinnützigen Verein ,Kopila Childrens Home‘. „Wir finanzieren mit den Spenden zwei Kinderheime in Nepal“, erklärt Elisa Wielinger. (Foto Marija Kanizaj)

Privatleben.
Familie und Beruf zu vereinbaren, ist nicht immer leicht, gibt Wielinger zu. „Ich glaube, eine meiner Stärken liegt darin, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden und klar zu delegieren.“ Unterstützung bei der Kinderbetreuung erhalten ihr Mann, ein erfolgreicher Grazer Wirtschaftsanwalt, und sie von einem Au-Pair-Mädchen, denn beiden ist ein berufliches Netzwerk und soziales Engagement wichtig. „Ich schätze zum beispiel den Austausch und die spannenden Veranstaltungen bei der Jungen Industrie sehr.“
Sie ist der Meinung, dass „jeder einen Beitrag leisten kann und auch soll, um die Welt ein bisschen besser zu machen.“

Großes Beitragsfoto: Elisa Wielinger ist Product Managerin bei der Andritz AG Graz. (Foto Marija Kanizaj)

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