Julia Furdea – Ich zeige mich, so wie ich bin

Julia Furdea beim gemütlichen Video-Call zu Hause. (Foto Julia Furdea)Julia Furdea ist Moderatorin, Model und Miss Austria 2014. Auf Puls 4 moderiert die Oberösterreicherin mit charmantem Lächeln das Wetter beim Frühstücksfernsehen  und in „Julias Jobroulette“ probiert sie spannende Berufe aus. Zwischendurch ist sie auch in Café Puls – Das Magazin zu sehen.

Mit charmantem Lächeln moderiert Fulia Furdea beim Frühstücksfernsehen auf Puls 4 das Wetter. (Foto Julia Furdea)
Mit charmantem Lächeln moderiert Fulia Furdea beim Frühstücksfernsehen auf Puls 4 das Wetter. (Foto Julia Furdea)

Als Miss Austria, Model und Moderatorin weiß Julia, dass eine gute Balance aus Vorbereitung und Spontanität, Entschiedenheit und Lockerheit, Ernst und Spaß für diese Tätigkeiten wichtig sind. „Und das bringe ich mit. Es gehört aber auch viel Selbstreflexion dazu, ohne die man, so glaube ich, in Sachen Moderation nicht viel weiter kommt“, meint Julia. „Moderation mache ich ja hauptberuflich und das ist auch das, was ich von klein auf immer machen wollte. Ich schaue mir die Moderationen selbst und mit einem Coach an, um zu sehen, was ich noch besser machen kann: wann kann ich mehr von mir zeigen und wann ist weniger besser.“ Julia sieht sich Dank der Selbstreflexion nicht mehr so abhängig von anderen und anderen Meinungen.

Die sympathische Moderatorin Julia Furdea ist auf social media wie facebook und instagram unterwegs. (Foto Julia Furdea)
Die sympathische Moderatorin Julia Furdea ist auf social media wie facebook und instagram unterwegs. (Foto Julia Furdea)

social media
Die sympathische Moderatorin ist viel auf social media wie facebook und instagram unterwegs. „Ja, ich mache das sehr gerne, finde es aber auch total schwierig zu entscheiden, was man herzeigt und was nicht“, erklärt Julia sehr offen. „Mein Mann Chris und ich sind schon sehr lange zusammen. Bekannt wurde unsere Beziehung aber erst, nachdem ich Miss Austria wurde. Danach wurde auch er angesprochen, stand in der Zeitung und ich glaube, das ist nicht immer leicht für einen Partner. Wir versuchen soviel wie möglich privat zu halten. Auch von unserer kirchlichen Hochzeit – standesamtlich sind wir ja schon verheiratet – werden wir erst danach ein paar Bilder zeigen. Ich halte es für wirklich wichtig, Grenzen zu ziehen bei dem, was man schützen will.“

Andererseits findet Julia es auch schön, mit anderen Dinge zu teilen, die sie interessieren. „Ich berichte sehr viel über Selbstreflexion, über Meditation, Yoga, Ernährung oder welche Bücher ich lese. Wenn ich dann so Menschen inspirieren oder gar helfen kann, freue ich mich einfach. Dafür ist social media sehr hilfreich und bin froh, dass sie für mich zum Alltag geworden sind.“

Julia Furdea bleibt auch während des Home Office sehr sportlich. (Foto Julia Furdea)
Julia Furdea bleibt auch während des Home Office sehr sportlich. (Foto Julia Furdea)

In ihren Stories zeigt sich Julia oft ungeschminkt, was viele Frauen toll finden und ihr auch schreiben. „Es ist mir wichtig, mich auch ungeschminkt und nicht immer nur voll gestylt zu zeigen.“ Sie erzählt von ihrer ‚kleinen‘ 20-jährigen Schwester. „Als ältere Schwester war ich immer ihr Vorbild und sie hat mir Vieles nachgemacht. Deshalb glaube ich, dass ich das so in mir habe: ‚Achtung, Du bist ein Vorbild‘.“ So will sie vielen Frauen und vor allem jungen Menschen zeigen, seht her, wir sind alle nur Menschen. „Das mache ich sehr gerne und wenn jemand meint, dass ich ungeschminkt schiach bin, dann ist es halt so“, lacht sie selbstbewusst.

Negative Postings oder Fotos, die keine Frau sehen möchte, löscht Julia sofort. „Ich möchte mich damit gar nicht auseinandersetzen. Hasskommentare bekomme ich selten, vielleicht auch deshalb, weil ich sie unkommentiert lösche. Ich finde aber schon, dass man härter gegen Hasspostings, Mobbing im Netz etc. vorgehen soll. Man muss zeigen, dass diese Menschen das nicht ungestraft machen können und dass sie nicht anonym bleiben.“ Wir sind uns einig, dass es nicht einzusehen ist, dass Frauen das einfach aushalten müssen.

Julia Furdea: Moderatorin, Model und Miss Austria 2014. "Ich stand schon als Kind gerne vor der Kamera." (Foto inShot)
Julia Furdea: Moderatorin, Model und Miss Austria 2014. „Ich stand schon als Kind gerne vor der Kamera.“ (Foto inShot)

Miss Austria 
Schon als Kind stand Julia gerne vor der Kamera. „Damals noch vor der Linse“, schmunzelt Julia. Sie war 19 Jahre alt, als sie 2014 Miss Austria wurde. „Ich machte gerade die Matura, war zuvor noch nie im Berufsleben oder selbständig – und plötzlich war ich Miss Austria. Alfons Haider und Co schüttelten mir die Hand und ich dachte Oh Gott, die kenne ich alle vom Fernsehen. Ich musste in diesem Jahr schnell erwachsen werden und das meine ich positiv. Ich habe einfach gelernt, für mich selbst einzustehen und mich durch die Welt zu navigieren.“ Julia war dann jeweils für einen Monat zur Miss-Universe-Wahl in Miami und für die Miss-World-Wahl in London. „Komplett alleine mit 180 Frauen“, erzählt sie und meint: „Dabei lernt man viel über den Umgang mit Menschen, oder wie es ist, erstmals alleine in Hotels zu sein. Davor war ich immer mit meinen Eltern unterwegs. Ich bin aber daran sehr gewachsen und auch sehr selbstbewusst geworden.“

Viele Interessen
Da ich weiß, dass Julia einige Schauspielkurse besucht hat, möchte ich von ihr wissen, ob sie auch Interesse am Schauspiel hat. Mit einem Schmunzeln meint sie: „Ich sage niemals nein zu solchen Dingen. Ich war schon einmal bei einem Casting – und hätte die Rolle auch bekommen. Damals war mir aber Moderation wichtiger und so freute ich mich, dass die Rolle dann eine Freundin bekommen hat. Wie gesagt, Schauspiel stand für mich nie im Focus, aber wer weiß.“

Julia Furdea muss fürs PULS 4 Frühstücksfernsehen sehr früh aufstehen. Umso mehr liebt sie es, wenn sie ausschlafen kann. (Foto Julia Furdea)
Julia Furdea muss fürs PULS 4 Frühstücksfernsehen sehr früh aufstehen. Umso mehr liebt sie es, wenn sie ausschlafen kann. (Foto Julia Furdea)

Die 26-Jährige hat schon von Kindesbeinen an sehr gerne getanzt. „Ich habe als Kind sogar kurz Ballett getanzt, bin später mit einer Gardetruppe aufgetreten und habe den Standard-Tanzkurs bis Bronze gemacht. Momentan tanze ich aber vor allem mit meinem Ehemann sehr viel“, verrät sie noch. Auf meine Frage, ob sie sich die Teilnahme an einer Tanzshow vorstellen könnte, kommt es mit großer Begeisterung: „Ich habe wirklich extrem viel Freude am Tanzen und wäre da ganz sicher mit dabei. Immer wenn ich tanze, bin ich einfach glücklich.“

Julia ist ein sehr positiver Mensch. „Ich bin überzeugt, wenn eine Türe zugeht, geht irgendwo ein Fenster auf. Es ist gut, Ziele zu haben, aber es ist auch wichtig, im Moment zu leben.“

Mit ihrer positiven Art und ihrer Erfahrung möchte sie anderen helfen und stellt sich bei WoMentor als Mentorin zur Verfügung. „Ich mache das, weil ich am Anfang meiner Karriere selbst gern solche Unterstützung gehabt hätte. Ich möchte jungen Frauen zur Seite stehen und helfen, Hürden zu überwinden. Ich bin aber kein Coach“, erzählt sie, „oft brauchen Menschen nur jemanden, der ihnen einen Stupser gibt. Und ich weiß wie es ist, wenn man sich alleine durchkämpfen muss“, meint sie etwas nachdenklich. Denn am Anfang ihrer Karriere musste sie die Erfahrung machen, dass sich Frauen leider nicht unterstützten. „Ich will dieses neidig sein, nicht helfen wollen oder sogar noch Steine in den Weg legen unbedingt brechen. Denn ich finde, dass man viel mehr schafft, wenn man sich gegenseitig hilft.“

Julia Furdea: „Ich kann in allem das Positive sehen und ziemlich gut Ruhe bewahren. Das bringt mich gut durch die Lockdowns.“ (Foto Julia Furdea)
Julia Furdea: „Ich kann in allem das Positive sehen und ziemlich gut Ruhe bewahren. Das bringt mich gut durch die Lockdowns.“ (Foto Julia Furdea)

Meditation und Yoga
Zu Julias Ritualen gehört schon lange eine morgendliche Meditation. „Ich mag das frühe Aufstehen um 6 Uhr, da ist es so angenehm ruhig. Da setze ich mich auf mein Meditationskissen, das mir meine Mama geschneidert hat, mach‘ für eine halbe Stunde die Augen zu und schaue, wohin mich meine Gedanken bringen. Manchmal sind sie ruhiger und leiser und manchmal sind sie lauter und wilder – auch das akzeptiere ich.“ Ein eintägiger Meditationskurs bei einem Buddhisten-Mönch in Thailand hat sie und auch Chris noch mehr dazu motiviert. Wenn sie Frühdienst hat, muss sie allerdings schon um halb vier Uhr morgens aufstehen – dann allerdings ohne Meditation.

Auch Sport macht sie ebenfalls am Morgen. „Meine Yoga-Übungen helfen mir beim Aufwärmen meines Körpers und um so richtig wach zu werden. Danach weiß ich einfach, dass ich den ganzen Tag schaffen kann, egal was kommt. Das mache ich jetzt seit einem Jahr und spüre, wie gut mir das gut. Es fehlt mir bereits, wenn ich nicht dazu komme.“

Julia Furdea ist sehr froh, dass sie regelmäßig ihrer Arbeit im Café Puls Studio nachgehen kann – und somit auch ihrer Leidenschaft. Sie liebt aber auch die Kuschelstunden mit ihrem Mann Chris. (Foto Julia Furdea)
Julia Furdea ist sehr froh, dass sie regelmäßig ihrer Arbeit im Café Puls Studio nachgehen kann – und somit auch ihrer Leidenschaft. Sie liebt aber auch die Kuschelstunden mit ihrem Mann Chris. (Foto Julia Furdea)

Thema Fashion
Nicht nur privat sondern auch beruflich ist Mode ein großes und vor allem schönes Thema für Julia. Nach einem Lieblingsdesigner gefragt erfahre ich, dass sie die Designerin Irina Hofer liebt. „Sie hat so schöne Kleider und ich habe mir schon ein paar von ihr machen lassen. So klassisch, so elegant, zeitlos und feminin ….. „ gerät sie ins Schwärmen. „Und ich liebe CALLISTI, besuche auch jede ihrer Shows während der Wiener Fashion Week.“ Ihr Hochzeitskleid stammt allerdings aus dem Linzer Brautmodengeschäft FEINSTENS. „Ich habe mir einfach das genommen, das mir am besten gefallen hat“, so Julia. Sie verrät mir nur, dass es extrem schön und nicht rein weiß ist – und schon seit einem Jahr im Kasten ihrer Mama hängt. „Daheim wäre ich immer nur vor dem Kleid gesessen“, lacht sie herzlich und freut sich schon sehr darauf, es anziehen zu können.

Familienmitglied Lumi 
Seit zwei Jahren gehört Lumi, eine Australian Labradoodle, zur Familie. „Es macht so viel Freude und Spaß, einen Hund zu haben“, begeistert sich Julia, „und man ist gezwungen, rauszugehen. Es ist so ein Vergnügen zu sehen, wie sehr sie sich über Schnee oder einen Ast freuen kann, und zu spüren, wie Tiere im Moment leben.“ Ihr Name bedeutet übrigens auf Finnisch Schnee und da Lumi weiß ist, pass das wunderbar. Julia erwähnt noch: „Ich komme ja vom Land und war in Wien oft unrund. Seit wir die Lumi haben weiß ich, wie sehr ich die Natur brauche, die frische Luft und den Wald.“

Julia Furdea: "Seit zwei Jahren gehört Lumi, eine Australian Labradoodle, zur Familie. Es macht so viel Freude und Spaß, einen Hund zu haben.“ (Foto Julia Furdea)
Julia Furdea: „Seit zwei Jahren gehört Lumi, eine Australian Labradoodle, zur Familie. Es macht so viel Freude und Spaß, einen Hund zu haben.“ (Foto Julia Furdea)

Natürlich hat auch Julia unter der Corona-Zeit gelitten, viele Moderationen fielen dadurch weg. „Das ist sehr schade und ich hoffe wirklich, dass es bald wieder los geht, auch mit Eventmoderationen. Die machen mir extrem viel Spaß, da ich dabei mit dem Publikum sehr gut interagieren kann.“ Die ‚freie‘ Zeit hat sie aber nicht ungenützt gelassen. „Ich habe sehr viel auf social media gemacht und mich mit Fotografie beschäftigt. Aber moderieren fehlt mir natürlich sehr und ich bin – wie so viele andere –froh, wenn es wieder losgeht. Fairerweise muss ich sagen, mein Mann und ich hatten noch nie so viel gemeinsame Zeit. Er ist Fluglotse und war in Kurzarbeit. Das haben wir sehr genossen und wir hatten auch mehr Zeit für die weitere Planung an unserer neuen Eigentumswohnung.“

Jetzt freut sich Julia aber erstmal auf ihre Hochzeit im Juni. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass sie stattfinden kann. Aber natürlich bleibt ein kleines Fragezeichen. Beruflich freue ich mich, dass ich bei Cafe Puls bin und auch beim Cafe Puls Magazin am Abend, und ich bleibe einfach offen für alles, was kommt.“

Große Beitragsfotos:  Julia Furdea ist Moderatorin, Model und Miss Austria 2014. (Fotos Julia Furdea)

www.juliafurdea.com

 

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