Babsi Koitz

Tanz begleitet die Steirerin Babsi Koitz schon ein Leben lang. Über den Ballettunterricht kam die Tanzpädagogin, Profitänzerin und Dancing Stars Finalistin mit 14 Jahren zum Turniertanz. Sie tanzte über 10 Jahre erfolgreich Turniere und war u.a. vierfache Landesmeisterin.

Ihre ersten Tanzschritte machte Babsi Koitz  in einer Kindervolkstanzgruppe und kam über den Ballettunterricht mit 14 Jahren zum Turniertanz. Babsi Koitz tanzte über 10 Jahre erfolgreich Turniere, war vierfache Landesmeisterin, Vizestaatsmeisterin in der Kombination über zehn Tänze 2007, österreichische Profimeisterin 2009 und Finalteilnehmerin bei internationalen Turnieren im In- und Ausland. Ende 2008 wechselte sie dann mit ihrem Partner Wilhelm Gabalier ins Profilager.

Babsi Koitz ist Kindergartenpädagogin, Tanz- und Ausdruckspädagogin, ÖTSV Wertungsrichterin und macht gerade die Ausbildung zur staatlich geprüften Trainerin und Tanztherapeutin. Jetzt betreut und trainiert sie vermehrt Nachwuchspaare im Bereich Tanzsport. Sehr am Herzen liegen ihr auch Kindertanz und Nachwuchsförderung.

Und nicht zu vergessen: bei Dancing Stars 2009 tanzte Babsi Koitz mit Udo Wenders, dieses Jahr mit Musicalstar Uwe Kröger.

Bei all diesen Aktivitäten kann man sich vorstellen, dass Babsi Koitz nicht sehr viel Zeit für sich bleibt. Deshalb fand das Interview auch per Mail und telefonisch statt. Aber auch in den Telefonaten mit ihr konnte man ihre Energie und ihre Liebe zum Tanz spüren.

G’sund: Du hast schon als Kind gerne getanzt?
BK: Ich habe schon immer gerne getanzt. Begonnen habe ich in einer Kindervolkstanzgruppe und bin dann über das Kinderballett zum Tanzsport gekommen. Ja man kann sagen, ich tanze, seit ich gehen kann.

G’sund: Also war Tänzerin immer schon Dein Traumberuf?
BK: Ich war immer ein Träumemädchen. Alles was mit Kreativität zu tun hatte – malen, tanzen – war für mich spannend. Und natürlich habe ich in meinen Träumen die großen Tanzbühnen der Welt erobert! Ich war 14, als ich den Film „Dirty Dancing“ gesehen habe und dieser war eine sehr große Inspiration für mich. Allerdings habe ich es noch nicht als Beruf gesehen. Damals wollte ich Kindergartenpädagogin werden und habe auch die Ausbildung gemacht. Dass ich nun mit Kindern im Tanzbereich arbeiten kann ist natürlich umso schöner!

G’sund: Welcher Tanz macht Dir persönlich am meisten Spaß?
BK: Oh, das ist schwer zu sagen. Alle. Wenn man die Tänze versteht, erzählt nämlich jeder eine Geschichte und ist einzigartig! Im Moment würde ich sagen, es ist der Langsame Walzer. Er ist für mich auch der eleganteste.

G’sund: Wieviel Spaß macht Dir Dancing Stars?
BK: Für mich als Profitänzerin ist Dancing Stars eine besonders spannende und tolle Herausforderung. In sehr kurzer Zeit einem Menschen, den man eigentlich nur sehr wenig kennt, das Richtige zu sagen und das Gefühl des jeweiligen Tanzes zu vermitteln, ist für mich eine schöne Arbeit, aber auch eine große Verantwortung.

G’sund: Welcher war ein unvergesslicher oder auch schwieriger Augenblick?
BK: Der schönste Augenblick in meiner Karriere war mein Profimeistertitel über 10 Tänze 2009. Das war 2 Wochen nach der Finalsendung bei Dancing Stars. Es ist ein so gutes Gefühl, wenn man sehr hart auf ein Ziel hinarbeitet und dieses dann auch erreicht. Ich denke, es gibt immer schwierige Augenblicke, egal was man tut. Aber wenn man ein Ziel vor Augen hat kommen Gelegenheiten und Chancen, sich seinem Ziel Schritt für Schritt zu nähern.

G’sund: Wer hat Dir am meisten imponiert?
BK: Udo Wenders war mein erster Tanzpartner bei Dancing Stars. Er ist für mich ein ganz lieber Freund geworden und ich habe selten einen Menschen kennengelernt, der so ist wie er und der sich in keinster Weise verbiegen lässt.

G’sund: Hast Du einen Wunschpartner, mit dem Du gerne einmal tanzen würdest?
BK: Nicht wirklich. Ich finde es immer spannend jemanden herauszufordern, der von vornherein sagt „Ich kann nicht tanzen“, denn ich sage „Jeder kann tanzen!

G’sund: Was bist Du persönlich für ein Mensch?
BK: Ich bin ein sehr vielseitiger Mensch, bin sehr fröhlich, anpassungsfähig und lache viel. Ich brauche aber auch Ruhe um nachzudenken und für mich zu sein.

G’sund: Hast Du noch Zeit für Hobbys?
BK: Im Moment bleibt nicht viel Zeit neben dem Tanzen. Und wenn ich mal frei habe, lese ich sehr sehr gerne und verschlinge jedes Buch. Ich liebe lange Spaziergänge in der Natur – da ich ja sehr viel im Tanzsaal stehe.

G’sund: Ernährst Du Dich gesund?
BK: Ja, ich versuche mich vielseitig zu ernähren, allerdings achte ich nicht gezielt auf einen Ernährungsplan. Ich liebe essen und ich esse was mir schmeckt.

G’sund: Wie oft musst Du eigentlich trainieren?
BK: Ais ich noch aktiv Turniere getanzt habe zweimal täglich. Jetzt verbringe ich auch so viel Zeit im Tanzstudio, allerdings mit meinen Schützlingen, die ich für die Meisterschaften vorbereite. Aber ich trainiere selbst natürlich auch noch… einmal Tänzerin immer Tänzerin!

G’sund: Wie wichtig sind Dir Familie und Freunde?
BK: Sehr wichtig, aber sie kommen im Moment leider zu kurz. Mir ist es sehr sehr wichtig, genügend Auszeit für meinen Beziehung und für meine Familie zu haben – diese werde ich mir auch nehmen.

G’sund: Du stehst mittlerweile ja auch im Rampenlicht. Was hältst Du vom Schönheitszwang?
BK: Natürlich liebe auch ich es, wie viele Frauen, sich schön herzurichten. Man möchte attraktiv auf sein Gegenüber wirken. Allerdings wird durch viele Medien ein Schönheitsideal vermittelt, welches zu einem überzogenen Schönheitswahn führt. Es gilt für viele Menschen sich einer Norm anzupassen – und dabei vergisst man seine eigenen Stärken, Persönlichkeit und auch Optik zu unterstreichen. Durch Schönheits-OPs wird zwar ein Körper verändert, aber wird er auch verschönert? Ist es nicht gerade das Persönliche, das einen Menschen besonders und auch einzigartig macht?

G’sund: Hat sich etwas in Deinem Leben geändert, seit Du bei Dancing Stars warst?
BK: Bei meinem ersten Interview bei Dancing Stars habe ich gesagt, ich möchte mich so zeigen wie ich bin. Wenn man auf einmal im Rampenlicht steht und viel Aufmerksamkeit auf einen einprasselt, lernt man seine Stärken noch mehr als Stärken zu erkennen. Ich habe aber auch lernen müssen, Nein zu sagen.Dancing Stars hat mir Türen geöffnet, aber das allerwichtigste ist, ein starkes Fundament in seiner Arbeit und auch privat zu haben, auf das man bauen kann.

G’sund: Was sind so Deine Ziele in nächster Zeit?
BK: Im Moment liegt der Focus auf einigen Kinderprojekten und auch der Ausbau unseres Tanzhofes am Klopeinersee benötigt viel Aufmerksamkeit.

Erschienen in G’sund 2011

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