Papis Loveday glamouröses Lebensmotto: „stay sexy“

Papis Loveday (Foto LOVEDAY)Papis Loveday gilt als das weltweit erfolgreichste schwarze Model. 15 Jahre lang lief er für internationale Designer wie Yves Saint Laurent, Gucci und Givenchy, er hat für Galliano, Dior und Armani geworben. In einem unterhaltsamen Telefonat erzählt mir das charismatische Model von seinem Leben als Geschäftsmann und seinem Einsatz für die UNESCO.

Papis Loveday: Topmodel - Geschäftsmann - Pate der UNESCO (alle Fotos wurden von Papis Loveday zur Verfügung gestellt)
Papis Loveday: Topmodel – Geschäftsmann – Pate der UNESCO (alle Fotos wurden von Papis Loveday zur Verfügung gestellt)

Papis wurde vor 37 Jahren als Pape Badji in Dakar, der Hauptstadt Senegals, geboren. Seine Mutter war Diplomatin, sein Vater arbeitete als Arzt, hatte drei Frauen und insgesamt 26 Kinder. Papis, der fließend Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Arabisch und Deutsch spricht, wollte ursprünglich Profi-Leichtathlet werden. Mit einem Sportstipendium in der Tasche zog er nach Paris, studierte Informatik und bereitete sich auf die Leichtathletik-WM vor. Dann ein Unfall und sein Traum einer Leichtathlet-Karriere war ausgeträumt. Aber ein Sportfotograf hatte ihn beim Training fotografiert, jemand von Benetton sah diese Bilder und wollte Papis für eine Kampagne haben –  und sein „neues“ Leben begann.

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Am Telefon meldet sich Papis mit warmer und sanfter Stimme. Ich frage ganz höflich, ob ich Papis zu ihm sagen darf, und er schmunzelt: „Ja klar, das ist mir lieber“. Schon zu Beginn unseres Gespräches haben wir viel Spaß, denn als ich ihm ein Kompliment mache, wie gut mir seine Art und sein Style bei der Finalshow von Austria‘s next Top Model gefallen haben, meint er lachend: „Danke, jetzt bin ich ganz rot“. Und er lacht nochmal herzlich, als ich ihm sage: „Wie schade, dass ich das nicht sehen kann“.

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Ich möchte von ihm wissen, ob er seine Modelkarriere jetzt gänzlich aufgegeben hat. „Nein, eine Karriere als Model gibt man nie ganz auf. Natürlich habe ich jetzt mein Business, aber wenn Angebote von tollen Designern kommen, mit denen man schon viele Jahre sehr gerne  zusammengearbeitet hat und die einen sehr schätzen, dann macht das immer Spaß“. Auf meine Anmerkung, dass es schade wäre, ihn als Model gar nicht mehr zu sehen, meint er: „Das sehe ich auch so“. Wir lachen wieder und Papis ergänzt noch: „Ich gebe die Mode nie auf, denn das Leben als Model ist immer schön. Und es gibt dann ja immer wieder tolle neue Designer, die von Dir begeistert sind und anfragen“. Papis_3

Papis ist aber nicht nur Topmodel und Geschäftsmann, er hat auch ein großes Herz. Als Pate der UNESCO unterstützt er das UNESCO Programm „Bildung für Kinder in Not“. „Ich bin ja im Senegal aufgewachsen und es ist wirklich schön dort. Ich vergesse nie, woher ich komme“, erklärt Papis ernst. Er ist überzeugt, dass die Zukunft Afrikas in der Bildung liegt und dass „wir nicht nur kurzfristig für Nothilfe spenden, sondern nachhaltig in Bildung investieren sollten.“ Papis plant sogar, dazu eine eigene Stiftung zu gründen.

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Wenn er in seine Heimat Senegal reist, bleibt er immer zwei, lieber noch drei Wochen. „Familie ist mir sehr wichtig“, erklärt Papis, „und ich verbringe bei meinen Aufenthalten viel Zeit mit meinen Eltern. Das macht mir große Freude und ist auch immer sehr harmonisch“. Er verrät, dass er in dieser Zeit meist zu Hause bleibt und gar nie ausgeht. „An zwei Tagen besuche ich dann das Zentrum für Kinder, die kein Zuhause haben – und die freuen sich dann immer sehr“, kommt es sehr sanft. Papis_Foto Oliver Rath 2013

Ich spreche Papis darauf an, dass die Medien Worte wie Schönheit, Warmherzigkeit, Charme und entspannte Professionalität über ihn finden und möchte wissen, wie wichtig es ihm ist, was andere denken. „Nicht so wichtig, muss ich sagen. Es könnte arrogant klingen, aber ich weiß wer ich bin und was ich mache. Ich bin von meinen Eltern sehr gut erzogen worden und meine Mutter ist immer sehr stolz, wenn sie auf mich angesprochen wird“.

Papis Loveday bei Thomas Sabo's Karma Night in München.
Papis Loveday bei Thomas Sabo’s Karma Night in München.

Ich frage ihn, wie er sich mit drei Worten bezeichnen würde – soferne das mit drei Worten überhaupt möglich ist. Papis lacht wieder. „Ich weiß immer, was ich will, und ich kämpfe darum es zu erreichen. Ich bin sehr mutig und treu. Meine Familie ist sehr wichtig für mich, da bin ich  konservativ“. Er denkt kurz nach. „Ich kann sehr verrückt sein, aber innen drinnen bin ich auch sehr konservativ. Das hat mir meine Kultur von zu Hause mitgegeben, die ich nie aufgeben werde. Und alles was ich mache, mache ich mit großer Leidenschaft, egal ob ich arbeite oder Spaß habe“. Sehr wichtig ist Papis Freundschaft. „Zeit mit Freunden zu verbringen, sind immer sehr schöne Momente für mich“. Papis_4
Auf meine Frage, womit man Ihm eine Freude bereiten kann, kommt es bescheiden: „Mit Lachen. Zusammen lachen und Spaß haben ist das Schönste für mich“.

Nach wie vor ist Sport für ihn sehr wichtig. „Ja, ich war heute morgen schon im Studio“, erzählt Papis, der sehr gerne JetSki fährt, was er gerne in Ibiza macht“. Und er verrät mir noch, dass er sehr gerne gut, aber kaum Süßigkeiten isst.

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Die Arbeit als Juror bei Austria’s next Topmodel hat ihm viel Spaß gemacht. „Ich gebe mein Wissen über die internationale Modebranche gerne an den Nachwuchs weiter. Wichtig bei den Kandidaten ist es, dass sie Spaß haben, denn ohne Spaß an deiner Arbeit bist du nicht gut“. Zum Vorjahresgewinner Oliver, der gerade seinen Wehrdienst ableistet, und dessen Bruder hat er noch immer Kontakt. Es bleibt spannend, ob Papis auch 2015 wieder dabei sein wird.
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Schmunzeln musste ich, als ich las, dass Papis München, wo er seit 2011 lebt, gegenüber Berlin als Lebensort bevorzugt, weil es glamouröser ist. „Ich habe mich aber gefreut zu lesen, dass Du auch Österreich liebst“, sage ich ihm und höre ihn lachen. „Ja, ich mag Österreich sehr. Die Menschen sind entspannt, lustig und sehr offen, finde ich, und das mag ich sehr“. Ich kenne Wien, Salzburg, Kitzbühel, Graz, Tirol und Bad Gastein. Die Südsteiermark hat er zwar noch nicht kennen gelernt, aber ich habe ihn schon neugierig auf diesen schönen Teil Österreichs gemacht.
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Papis ist inzwischen zu seiner eigenen Marke PAPIS LOVEDAY geworden. Zum Abschluss unseres Gespräches möchte ich noch wissen, worauf wir uns nach seiner Duftlinie, PAPIS LOVEDAY Champagner und seinen LOVEDAY JEANS noch freuen dürfen und erfahren, dass er eine komplette Modekollektion – für Frauen und Männer – plant.

www.papisloveday.com
www.loveday-jeans.com
www.champagne-papis-loveday.com

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