Austrian International Storytelling Festival 2026

Austrian International Storytelling Festivals: Sahand Sahebdivani (Israel) & Raphael Rodan (Iran). (Foto Florian Matzi)Manche Geschichten haben nicht nur einen Anfang, sondern auch einen bewussten Abschied: „Graz Erzählt“ ging 2026 – im 30. Jahr seines Bestehens – in seine letzte Ausgabe. Diese fand unter dem Motto #dreamstories statt – und war sehr zum Bedauern vieler Menschen die letzte Festival-Ausgabe in dieser Form in der Steiermark.

Unter dem Motto #dreamstories brachte das Festival ein letztes Mal internationale Erzählkunst in die Steiermark und schaffte Räume für Begegnung, Austausch und persönliche Geschichten. Ein besonderer Teil war auch heuer die frei zugängliche partizipative Installation „Graz träumt“ am Mariahilferplatz, die die Träume der Grazer Bevölkerung sichtbar machte.

Festivalintendantin Tessa Erker-Tegetthoff und Festivalgründer Folke Tegetthoff. (Foto Florian Matzi)
Festivalintendantin Tessa Erker-Tegetthoff und Festivalgründer Folke Tegetthoff. (Foto Florian Matzi)

 

Eine Ära endet: „Graz Erzählt“ findet 2026 zum letzten Mal statt

Nach 39 Jahren geht „Graz Erzählt“ 2026 ein letztes Mal über die Bühne: Von 21. bis 25. Mai lädt das Austrian International Storytelling Festival unter dem Motto #dreamstories noch einmal dazu ein, die Kraft von Träumen und Geschichten zu erleben. Gleichzeitig markiert diese Ausgabe einen bewussten
Schlusspunkt – unter veränderten Rahmenbedingungen.

"Kürzungen in der öffentlichen Förderung und der Wegfall wichtiger Standorte lassen eine Fortführung in der bisherigen Form nicht zu“, so Festivalintendanz Tessa Erker-Tegetthoff.. (Foto Wiener Alpen / Christian Kremsl)
„Kürzungen in der öffentlichen Förderung und der Wegfall wichtiger Standorte lassen eine Fortführung in der bisherigen Form nicht zu“, so Festivalintendanz Tessa Erker-Tegetthoff.. (Foto Wiener Alpen / Christian Kremsl)

1987 von Folke Tegetthoff gegründet und vor fünf Jahren von Tessa Erker-Tegetthoff übernommen, steht das Festival für internationale Erzählkunst, lebendige Begegnungen und die Kraft des Zuhörens. Vom Theater bis in den öffentlichen Raum – für Erwachsene und Familien, mit internationalen Künstler*innen ebenso wie mit starken lokalen Stimmen – ist über Jahrzehnte ein Format gewachsen, das sich kontinuierlich weiterentwickelt hat und sich dabei stets treu geblieben ist.

Rahmenbedingungen lassen Fortführung nicht zu
Gleichzeitig markieren veränderte Voraussetzungen das Ende dieser Entwicklung:
„Die Rahmenbedingungen für freie Kulturformate haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft – zuletzt nochmals zugespitzt. Kürzungen in der öffentlichen Förderung und der Wegfall wichtiger Standorte lassen eine Fortführung in der bisherigen Form nicht zu“, so Festivalintendanz Tessa Erker-Tegetthoff. „Diese Entscheidung ist keine Resignation, sondern ein bewusst gesetzter Schlusspunkt – im Wissen um den Wert dessen, was entstanden ist.“ 

Ein letztes Mal: Geschichten, die verbinden
Die finale Ausgabe versteht sich daher nicht als Abschied, sondern als Einladung: noch einmal zusammenzukommen, zuzuhören und Geschichten zu teilen – ganz im Sinne von #dreamstories.

Zu den Höhepunkten zählten die „Lange Nacht der Geschichten“ im Schauspielhaus Graz, bei der internationale Künstler*innen Erzählkunst, Musik, Tanz und Artistik zu einem eindrucksvollen Gesamterlebnis verbanden.
Bei „Story to Grow“ gaben unter anderem Anna und Ali Mahlodji sowie Anita Frauwallner Einblicke in persönliche Lebensgeschichten, Visionen und die Kraft, Träume in Realität zu verwandeln.
Auch das „Fest der Fantasie“ für Familien bei freiem Eintritt in Thal und nochmals in Bruck an der Mur am 30. Mai lädt dazu ein, in die Welt der Geschichten einzutauchen. Die beliebte Schlössertour am
Pfingstsonntag ist bereits ausverkauft.

CLAIRE & ANTHO (Frankreich) (c) Glmpoli

Graz träumt – Kunst im öffentlichen Raum
Ein besonderer Akzent entstand bereits vor Festivalbeginn: Mit der interaktiven Kunstinstallation „Graz träumt“ wurde der Mariahilferplatz von 6. Mai bis 1. Juni zum begehbaren Erfahrungsraum. In mehreren Stationen – darunter drei „Traumschlösser“ und eine Klangoase – werden Träume als Bilder, Klänge und Impulse erfahrbar. Beiträge von Schüler*innen, Senior*innen und Traumpat*innen machen die Vielfalt
unterschiedlicher Perspektiven sichtbar, während interaktive Elemente dazu einladen, eigene Gedanken einzubringen – und das Festivalmotto im Stadtraum erlebbar machen.

Denn jeder Traum kann der Anfang einer großen Geschichte sein – und wo ein Kapitel endet, entstehen neue Räume für das, was noch nicht erzählt wurde.

TERMINE

● Bruck Erzählt: 29. – 30. Mai 2026

● Fabelhaft Niederösterreich:
Eggenburg (neu!) 07. – 09. November 2026
Bad Schönau 13. – 15. November 2026

PK "Graz erzählt": Tessa Erker-Tegetthoff, Elke Kahr, Susanne Haubenhofer und Christian Ulrich. (Foto Luef light)
PK „Graz erzählt“: Tessa Erker-Tegetthoff, Elke Kahr, Susanne Haubenhofer und Christian Ulrich. (Foto Luef light)

„‚Träume sind Schäume‘, sagt ein Sprichwort. Was uns im Traum begegnet, ist flüchtig und löst sich oft auf, sobald wir aufwachen. Aber Träume sind auch das Tor zu einer Welt hinter der Grenze zwischen Wirklichkeit und einer Erzählung, die in unserem Kopf entsteht, während wir schlafen. Jeder von uns ist also ein Geschichtenerzähler!“ – Elke Kahr, Bürgermeisterin der Stadt Graz

„Graz Erzählt verbindet Geschichten, Emotionen und Orte auf einzigartige Weise. In der Erlebnisregion Graz entstehen zwischen Stadt und Land besondere Momente, die berühren und inspirieren. Genau diese werden beim Festival hör- und erlebbar – eine Traumreise, die uns nachhaltig in Erinnerung bleiben wird!“
– Sylvia Loidolt, Vorsitzende & Susanne Haubenhofer, Geschäftsführerin Erlebnisregion Graz

„Als Volksbank Steiermark glauben wir daran, dass Träume Orientierung geben und Zukunft eröffnen. #dreamstories zeigt, wie Visionen verbinden. Als Presenting Partner fördern wir Räume für Mut, Vielfalt und Dialog – mit Impulsen weit über das Festival hinaus. Denn jeder Traum kann der Anfang einer großen
Geschichte sein, so zieht Gutes seine Kreise.“ – Christian Ulrich, MSc, Bereichsleiter Volksbank Steiermark

Großes Beitragsfoto: Austrian International Storytelling Festival: Vladyslav Holda, Jongleur (UKR). (Foto TTS Pictures)

www.storytellingfestival.at 

 

 

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