SOKO Kommissarin Julia Cencig

julia-cencigSOKO Kommissarin Julia Cencig zu ihrer Rolle als Kommissarin Nina Pokorny: „Die Nina ist schon ein bisschen rock‘n roll.“ Ich treffe die erfolgreiche und sehr sympathische Schauspielerin Julia Cencig am Set von SOKO Kitzbühel. Gedreht wird im Kaisersaal in St. Johann in Tirol – und natürlich geht es wieder um Mord. Julia, die seit 2014 die Kommissarin Nina Pokorny spielt, erscheint als erste am Drehort, nacheinander trifft die SOKO Kitzbühel-Familie ein.

Seit 2014 spielt Julia Cencig die Kommissarin Nina Pokorny in der erfolgreichen Krimiserie SOKO Kitzbühel (Foto Barbara Wagner/momentissimo.at)
Seit 2014 spielt Julia Cencig die Kommissarin Nina Pokorny in der erfolgreichen Krimiserie SOKO Kitzbühel (Foto Barbara Wagner/momentissimo.at)

SOKO Kitzbühel
Einer der Höhepunkte der neuen Staffel und vom Publikum sicher neugierig erwartet ist die Liebelei zwischen den beiden Kommissaren. „Ja“ lacht Julia, das ist ein Höhepunkt für uns privat und hoffentlich auch für die geschätzten Zuschauer.“ Sie verrät, dass es ein paar süße aber auch ein paar sehr heiße Szenen geben wird. „Ich weiß nicht, ob ich das verraten darf, aber wir gehen Mountain biken und werden vom Regen überrascht. Wir finden Zuflucht in einem Heustadl und na ja, so führt halt eins zum anderen. Grundsätzlich bleibt die Beziehung aber auf einer eher leichten Ebene.“

Interview beim Setbesuch bei SOKO Kitzbühel: Hedi Grager mit Schauspielerin Julia Cencig (Foto Reinhard Sudy)
Interview beim Setbesuch bei SOKO Kitzbühel: Hedi Grager mit Schauspielerin Julia Cencig (Foto Reinhard Sudy)

Als Schauspielerin freut sich Julia sehr über die neuen Entwicklungen, „weil es schauspielerisch eine andere Herausforderung ist, wenn ‚drunter‘ noch etwas mitspielt.“ Auf die Frage, ob ihr die Liebesszenen mit ihrem Kollegen Jakob schwer gefallen sind, erklärt Julia:  „Ehrlich gesagt hatte ich schon ein bisschen Bauchweh, da Jakob und ich uns schon so gut kennen, von früh bis spät zusammen sind und er fast wie ein Bruder für mich ist. Aber irgendwie geht es doch, denn Drehen ist eine denkbar trockene Arbeit. Im Endeffekt denkt man dabei an Dinge wie ‚Wo ist das Licht‘, ‚Mach ich eh keinen Schatten‘ oder ‚Wo hatte ich bei der Probe meinen Fuß?‘ – also vor lauter technischen Details nicht wirklich Gefühl entstehen kann,“ lacht sie wieder fröhlich.

Julia Cencig mit ihrem SOKO-Partner Jakob Seeböck: immer für einen Spaß zu haben (Foto Hedi Grager)
Julia Cencig mit ihrem SOKO-Partner Jakob Seeböck: immer für einen Spaß zu haben (Foto Hedi Grager)

Als das Rollenangebot kam …
… war ihr erster Gedanke: „Das ist jetzt sehr schmeichelhaft, das wird aber nicht gehen, denn Tirol ist urweit weg und ich habe zwei kleine Mädchen, Emilia ist 7 und Valentina 4.“ Aber es ging dann doch. „Ja, es ging, weil ich im Vorfeld alles organisieren konnte und mein Au Pair sich zur Nanny upgraden ließ. Auch mein Agent hat mir davor sehr zugesprochen, das Casting zu machen. Natürlich gab ich mein Bestes – und bekam die Rolle.“

Die Schauspielerin Julia Cencig liest sehr wohl Kritiken. "Ich könnte schwer mit dem Gedanken leben, dass alle anderen etwas über mich gelesen haben, und ich nicht," lacht sie (Foto Barbara Wagner/momentissimo.at)
Die Schauspielerin Julia Cencig liest sehr wohl Kritiken. „Ich könnte schwer mit dem Gedanken leben, dass alle anderen etwas über mich gelesen haben, und ich nicht,“ lacht sie (Foto Barbara Wagner/momentissimo.at)

Bereut hat Julia ihre Entscheidung keine Sekunde. Es gab anfangs auch negative Kritik, ist ihre Rolle doch gänzlich anders als die ihrer Vorgängerin Kristina Sprenger. „Aber das positive Feedback hat Gott sei Dank bei weitem überwogen“, freut sie sich, denn die Arbeit macht ihr so viel Spaß. „Natürlich steckte ein gewisser Erfolgsdruck dahinter“, denkt Julia etwas nachdenklich zurück, „denn man möchte nicht, dass ein Erfolgsformat nach 13 Jahren nicht mehr funktioniert. Ich hatte mir schon große Sorgen gemacht, habe mit meinem Agenten darüber gesprochen, ob es nicht ein zu großes Risiko sei. Denn egal wie gut ich spiele, die Leute müssen mich annehmen. Auch wenn ich anders aussehe, einen anderen Charakter spiele oder bei den Drehbüchern eine ‚Frischzellenkur‘ vorgenommen wurde. Das war mir durchaus bewusst. Aber ich lebe immer nach dem Prinzip ‚no risk no fun‘.“

Die SOKO-Kitzbühel-Familie: Ferry Öllinger, Julia Cencig, Veronika Polly, Jakob Seeböck, Regisseur Daniel Helfer, Andrea L'Arronge und Heinz Marecek (Foto Reinhard Sudy)
Die SOKO-Kitzbühel-Familie: Ferry Öllinger, Julia Cencig, Veronika Polly, Jakob Seeböck, Regisseur Daniel Helfer, Andrea L’Arronge und Heinz Marecek (Foto Reinhard Sudy)

Quoten und Kritiken
Julia verrät, dass sie nicht nervös war beim Drehen, aber vor der ersten Ausstrahlung – zählt letztendlich doch nur die Quote. Diese lag aber Gott sei Dank im Schnitt über der Quote der letzten Staffel ihrer Vorgängerin. Kritiken betreffend sieht sie einen Vorteil darin, dass sie zum Zeitpunkt, als sie ‚Kommissarin‘ wurde, schon eine gestandene Schauspielerin mit viel Erfahrung war, denn „am Anfang seiner Karriere nimmt man alles viel persönlicher“. Kritiken liest Julia aber schon. „Ich komme vom Theater, da sind die Blätter nach einer Premiere voll von Kritiken und ich will sie auch wissen. Ich könnte schwer mit dem Gedanken leben, dass alle anderen etwas über mich gelesen haben, und ich nicht,“ lacht Julia wieder fröhlich. „Da überwiegt bei mir die Neugier und ich finde, dass das Wissen um Kritiken und das Auseinandersetzen damit dazu gehören.“

Die sympathische Schauspielerin Julia Cencig macht „urgern den bad cop“, erzählt sie fröhlich (Foto Reinhard Sudy)
Die sympathische Schauspielerin Julia Cencig macht „urgern den bad cop“, erzählt sie fröhlich (Foto Reinhard Sudy)

Ihre Kinder lieben Kitzbühel
„Ich hör den ganzen Winter, wann fahren wir wieder nach Kitzbühel,“ schmunzelt Julia. Natürlich muss man mit Kindern sich in einem Schauspielerleben immer wieder neu organisieren.

„Seit letztem Herbst ist es für mich aber auch für Jakob schwieriger geworden, denn unsere größeren Kinder haben gerade das erste Schuljahr hinter sich. So fahren wir Freitag abends gemeinsam mit meiner kleinen Tochter und der Nanny nach Wien und Sonntag abends wieder nach Kitzbühel.“ Mit einem Schmunzeln verrät sie noch, dass die Umstellung für ihre beiden Mädchen eigentlich leichter war als für sie. „Meine ältere Tochter hat kaum etwas gemerkt, denn sie ist es gewöhnt, dass sie einmal beim Papa und dann wieder bei mir ist.“

Julia Cencig hat sich mit Waffentraining und Übungen in Selbstverteidigung auf die Rolle der Kommissarin vorbereitet (Foto Barbara Wagner/momentissimo.at)
Julia Cencig hat sich mit Waffentraining und Übungen in Selbstverteidigung auf die Rolle der Kommissarin vorbereitet (Foto Barbara Wagner/momentissimo.at)

Was passiert, wenn Julias Kleine schulpflichtig wird, lässt sie erstmal auf sich zukommen. „Es werden sich auch dafür Lösungen finden, ich bin ja nicht die erste arbeitende Schauspielerin mit Kindern.“ Julia verrät, dass sie bereits über Privatlehrer nachgedacht hatte, aber „ich möchte meinen Kindern die Erfahrungen mit Schulklasse und Gemeinsamkeit nicht nehmen.“

Vorbereitung auf die Rolle
Auf die Rolle der Kommissarin hat sich Julia gut vorbereitet, hat Selbstverteidigung geübt und auch Waffentraining am Schießstand gemacht. Mittlerweile ihr ist der Umgang mit der Waffe, die ja nie scharf geladen ist, selbstverständlich geworden. „Das war komplettes Neuland für mich, wie man ein Haus sichert, wie man einen Raum betritt mit gezogener Waffe usw.“

Julia Cencig ist u.a. auch aus Serien wie Die Bergretter, Die rosenheim-Cops, Schnell ermittelt, Der Bergdoktor oder Der Alte bekannt (Foto Barbara Wagner/momentissimo.at)
Julia Cencig ist u.a. auch aus Serien wie Die Bergretter, Die rosenheim-Cops, Schnell ermittelt, Der Bergdoktor oder Der Alte bekannt (Foto Barbara Wagner/momentissimo.at)

Am meisten überrascht war sie selbst darüber, dass ihr Verhöre so viel Spaß machen. „Ich hatte wirklich Spundus davor, weil ich es privat gar nicht mag, andere Leute unter Druck zu setzen. Es entspricht nicht meinem Naturell, ungut zu werden, aber das zu Spielen macht mir total viel Spaß. Ich mache „urgern den bad cop“, kommt es fröhlich.

Julia alias Nina
Auf meine Frage, worin sie sich persönlich zu  ihrer Rolle der Nina unterscheidet, erfahre ich: „Ich bin lang nicht so mutig, ich würde nie im Leben in ein Haus reingehen, wo ich vermute, dass jemand mit einer Waffe drin ist. Ich könnte nie Polizistin werden und mein Leben für Recht und Ordnung aufs Spiel setzen, habe aber wirklich großen Respekt vor allen, die das tun. Natürlich lese ich gerne Krimis und sehe sie gerne im Fernsehen.“

Die Schauspielerin Julia Cencig liebt das Theater und freut sich sehr darauf, bald wieder einmal auf der Bühne zu stehen (Foto Barbara Wagner/momentissimo.at)
Die Schauspielerin Julia Cencig liebt das Theater und freut sich sehr darauf, bald wieder einmal auf der Bühne zu stehen (Foto Barbara Wagner/momentissimo.at)

Doch sie hat auch einiges gemeinsam mit ihrer Filmrolle. „Ja, die Neugier. Die Nina ist jemand, die alles zugleich macht, die schneller spricht als sie denkt, die kein Fettnäpfchen auslässt. Stell mir 5 Fettnäpfchen hin und ich werde in jedes mit beiden Beinen reinhüpfen.“ Julia lacht wieder fröhlich. „Sie isst im Gehen, nimmt sich keine Zeit fürs Essen, das ist auch etwas, das ich oft an mir beobachte. Die kleine Feministin, die in der Nina wohnt, erkenne ich wieder und was ich auch gerne mache, ist Leute liebevoll auf den Arm nehmen.“

Neue Angebote
Als ich nach neuen Rollenangeboten frage, erklärt Julia: „Aktuell keine. Man hat das Gefühl, als existiere man abseits von SOKO Kitzbühel nicht mehr. Produktionstechnisch ist es so, dass beinahe alle Produktionen in den Zeitraum fallen, wo wir gesperrt sind. Aber es gibt ja noch ein zweites halbes Jahr. Der Preis, die Titelfigur einer Serie zu spielen, ist, dass Du einen Stempel drauf hast. Aber ich denke positiv, dass bald wieder Platz für anderes, vor allem für Theater, ist. Ich habe immer sehr gerne Theater gespielt.“

Als Schauspielerin liebt es Julia Cencig, auch Frauen mit Vergangenheit, mit Falten, mit Geschichte, mit Ecken und Kanten zu spielen (Foto Barbara Wagner/momentissimo.at)
Als Schauspielerin liebt es Julia Cencig, auch Frauen mit Vergangenheit, mit Falten, mit Geschichte, mit Ecken und Kanten zu spielen (Foto Barbara Wagner/momentissimo.at)

Konkreten Rollenwunsch hat sie keinen, aber nach SOKO Kitzbühel wieder eine Kommissarin zu spielen, ist nicht ihr erklärtes Ziel. „Ich habe aber das Gefühl, dass es mit fortschreitendem Alter immer interessanter wird und sich schön langsam ein für mich interessantes Feld öffnet, für Frauen mit Vergangenheit, mit Falten, mit Geschichte, mit Ecken und Kanten. Ich begrüße es sehr, hier eine Figur zu spielen mit Raum zum Eigensinn und die auch mal unfreundlich sein darf. Das ist doch so menschlich, denn niemand ist immer nur tralala.“

Mich interessiert, ob für sie eine Rolle leichter zu spielen ist, wenn sie ihrem Charakter ähnelt oder wenn sie völlig anders ist. „Ich finde, es ist spannender etwas zu spielen, was weiter weg von Einem ist und hat auch mehr mit dem Beruf zu tun, wie ich ihn verstehe. Dass man nicht nur aus sich selbst schöpft, sich sozusagen in ein Gewand hineinsteckt, so ist das am Ende des Tages die größere Befriedigung.“ Sich selbst zu spielen findet Julia eher gefährlicher, „da man meist eine andere Wahrnehmung von sich hat als die Außenwelt.“

Julia Cencig war sechs Jahre alt, als ihr Bruder Michael sie in seinem ersten Akademie-Filmchen mit der Titelrolle besetzte - und ab da war beschlossen, dass sie Schauspielerin wird (Foto Barbara Wagner/momentissimo.at)
Julia Cencig war sechs Jahre alt, als ihr Bruder Michael sie in seinem ersten Akademie-Filmchen mit der Titelrolle besetzte – und ab da war beschlossen, dass sie Schauspielerin wird (Foto Barbara Wagner/momentissimo.at)

Theater-Entzug
Julia Cencig spielt wahnsinnig gerne Theater. „Momentan merke ich, wie jetzt nach 3 Jahren der Entzug eintritt. Mit der Romy-Nominierung als beste Seriendarstellerin, Auftritten in der Promi-Millionenshow, bei Stermann und Grissemann und den vielen Presse-Events sind auch die Winter ohne Drehs sehr angefüllt gewesen. Aber jetzt spüre ich, wie sich alles gesetzt hat und ich persönlich wieder große Lust hätte, im Winter Theater zu spielen. Es müsste halt in Wien sein, denn der Winter ist das halbe Jahr, wo ich mehr Zeit für meine Kinder habe. Eine Produktion im Winter würde sich aber gut ausgehen.“ Julia erzählt weiter: „Ich bin Gott sei Dank relativ schmerzfrei, was schlechtes Gewissen anbelangt. Ich bin selbst mit einer working Mum aufgewachsen und es war für mich selbstverständlich, dass meine Eltern beide arbeiten. Das war für mich Normalität und ich habe es sogar als angenehm empfunden, dass sie weniger mit uns als mit sich selbst, ihrem Leben und ihrer Arbeit beschäftigt waren. Ich kann mich nicht erinnern, dass sie sich zu mir gesetzt hätten, um mit mir zu spielen. Das wäre mir komisch vorgekommen, denn gespielt habe ich mit meinen Geschwistern. Ich bin so geprägt und wie man selbst aufwächst, empfindet man es auch. Und deshalb habe ich kein schlechtes Gewissen, wenn ich viel arbeite.“

Julia Cencig ist ein großer Fan von Coaching und hat das im Vorfeld zur Vorbereitung auf ihre Rolle der Kommissarin intensiv gemacht (Foto Reinhard Sudy)
Julia Cencig ist ein großer Fan von Coaching und hat das im Vorfeld zur Vorbereitung auf ihre Rolle der Kommissarin intensiv gemacht (Foto Reinhard Sudy)

Coaching und gute Gespräche
Auf meine Frage, ob sie ihre Rollen mit Kollegen bespricht, erfahre ich: „Ja doch. Ich bin ein großer Fan von Coaching und habe das im Vorfeld intensiv gemacht. Ich habe mich mit Theresa Harder mehrmals in Berlin getroffen aber auch via skype ein paar Sessions gemacht. Ich habe versucht, Nina Pokorny´s Charakter zu ergründen und mir gewisse Dinge einfallen zu lassen, die dabei helfen könnten. Coaching im Schauspielbereich zahlt sich auf jeden Fall aus, denn am Set ist keine Zeit mehr, um etwas zu entwickeln, da geht es nur mehr um abliefern. Serienalltag eben.

Und dann spreche ich viel mit einer ganz lieben Kollegin, die Du auch kennst: Edita Malovcic. Sie ist seit vielen Jahren eine meiner allerbesten Freundinnen. Wir reden viel über Rollen und ich schätze das sehr, weil sie einen Blick von außen und zugleich von innen als Schauspielerin hat. Das tut immer gut. Ebenso ist meine Schwester für mich eine Anlaufstelle, obwohl sie etwas ganz anderes macht. Sie ist im Bankgeschäft. Aber sie kennt mich wie niemand sonst und ist psychologisch sehr fit.“ Julia hat drei Brüder und eine Schwester. Zum Schauspielberuf hat Dich aber Dein Bruder gebracht, frage ich sie. „Ja, Michael hat mich zum Film gebracht. Er ist Regisseur, Drehbuchautor und mittlerweile Produzent. Er hat mich in seinem ersten Akademie-Filmchen, seinen 16 mm s/w Film, in der Titelrolle besetzt, da war ich sechs Jahre alt – und damit war beschlossen, ich werde Schauspielerin.

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Sport und Hobbys
Zeit für Sport oder Hobbys bleibt? „Net wirklich. Eigentlich ist mein ganzes Leben momentan eine extrem sportliche Angelegenheit. Eine Staffel zu drehen ist Marathon und kleine Kinder zu haben ist auch eine sportliche Angelegenheit, das ist echt genug Bewegung.“ Sie erklärt schmunzelnd, dass sie immer wieder gefragt werde, wohin sie alles esse, denn „ich esse ganze Berge. Was ich aber immer dazwischen mache, abseits des Sets oder abends zu Hause, ist mich dehnen. Nur nie in der Früh, da kann ich nur Kaffee trinken und mich selbst bemitleiden. Aber dehnen brauche ich einfach, um mich wohl zu fühlen. Das kommt aus meiner Ballettvergangenheit, ich habe immer viel getanzt.“

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Humorvoll erzählt sie weiter: „Im ersten Jahr haben sich alle gedacht ich spinne, weil ich begonnen habe, am Tisch einen Spagat zu machen, mittlerweile haben sie sich daran gewöhnt. Das ist die einzige wirkliche Routine, die ich regelmäßig beibehalte und einbaue.“ Für den Winter hat sie sich Yoga vorgenommen. „Einfach jemandem etwas nachzumachen, ohne zu denken.“ Julia wird ernst, als sie sich an den letzten Winter erinnert, als ihre Mutter starb. „Das war kurz vor Weihnachten noch dazu. Ich hoffe wirklich, dass im kommenden Winter alles wieder normaler wird und Zeit und Raum ist, um alles zu verarbeiten. Diese Zeit hatte ich bis jetzt nicht und deshalb freu ich mich auf einen ruhigen Winter, wo ich vielleicht mal ein Stündchen allein sein kann, wenn die Kinder in der Schule und im Kindergarten sind.“

Außer es kommt ein unwiderstehliches Angebot, schmunzle ich. „Auch das kann passieren und man wird es freudig annehmen.“

www.juliacencig.com

 

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