Biennale arte Venecia – Österreich Pavillon

Der Österreich-Pavillon wird bei der diesjährigen Biennale arte Venecia von der Künstlerin Renate Bertlmann bespielt. (Foto Hedi Grager)Der  Österreich-Pavillon wird bei der diesjährigen Biennale arte Venecia zum ersten Mal von einer Künstlerin bespielt: Renate Bertlmann. Mit ihr wählte Kuratorin Felicitas Thun-Hohenstein eine Künstlerin aus, die bereits in den 1970er und 80er-Jahren mit ihrer feministischen Haltung provoziert hat. 

Auf der 58th International Art Exhibition in Venedig zeigt der Österreichische Pavillon Werke der Künstlerin Renate Bertlmann. (Foto Hedi Grager)
Auf der 58th International Art Exhibition in Venedig zeigt der Österreichische Pavillon Werke der Künstlerin Renate Bertlmann. (Foto Hedi Grager)

Die Pionierin der Performancekunst Renate Bertlmann wurde 2017 mit dem Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. Im Österreich Pavillon zeigt sie vor allem Zeichnungen und Fotos zu ihrem radikalfeministischen Oeuvre der 1970er und 80er Jahre. Im Innenhof des Josef-Hoffmann-Pavillon ließ sie ein Heer roter Rosen aus Glas aufreihen. Die 312 in Murano gefertigten Blumen tragen keine Dornen, aber aus jeder Einzelnen dringt ein Stachel wie ein Bajonett hervor. Ihren Wahlspruch „amo ergo sum“ („Ich liebe, also bin ich“) ließ sie in großen metallenen Lettern an der Front des Pavillons anbringen. 

Renate Bertlmann ließ im Innenhof des Josef-Hoffmann-Pavillon ein Heer roter Rosen aus Glas aufreihen. (Foto Hedi Grager)
Renate Bertlmann ließ im Innenhof des Josef-Hoffmann-Pavillon ein Heer roter Rosen aus Glas aufreihen. (Foto Hedi Grager)

Im Jahr 1980 wurde der Pavillon zwar bereits von Frauen bespielt, allerdings mussten sich damals Maria Lassnig und Valie Export den Auftritt teilen. Renate Bertlmann ist die erste Frau mit einer Solo-Ausstellung im Österreich Pavillon. Kuratorin Felicitas Thun-Hohenstein bedankte sich dafür beim ehemaligen Minister Thomas Drozda, der dies ermöglicht hatte und auch Minister Blümel tat dies bei seiner Rede. 

Renate Bertlmann wurde 2017 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. Ihr mit Kuratorin Felicitas Thun-Hohenstein erarbeiteter Beitrag ist die erste Einzelpräsentation einer Künstlerin im Österreich-Pavillon. (Foto Hedi Grager)
Renate Bertlmann wurde 2017 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. Ihr mit Kuratorin Felicitas Thun-Hohenstein erarbeiteter Beitrag ist die erste Einzelpräsentation einer Künstlerin im Österreich-Pavillon. (Foto Hedi Grager)

Kuratorin Felicitas Thun-Hohenstein war die Freude über das Gelingen anzumerken, dass mit Renate Bertlmann erstmalig eine österreichische Künstlerin eine Solo-Ausstellung hat. Stolz war auch Lauren Klocker, die Tochter von Felicitas Thun-Hohenstein.  Sie ist eine erfolgreiche Kamerafrau und arbeitete  auch im Team. Sie erzählte mir, dass sie schon als Kind mit ihrer Mutter jedes Jahr auf der Biennale in Venedig war. „Schon damals hat meine Mutter gemeint, dass sie gerne einmal hier stehen würde.“ 

In großen Lettern steht der Schriftzug "Amo ergo sum" ("Ich liebe, also bin ich") auf der Fassade des Österreich-Pavillons. Im Bild Kuratorin Felicitas Thun-Hohenstein und die Künstlerin Renate Bertlmann. (Foto Hedi Grager)
In großen Lettern steht der Schriftzug „Amo ergo sum“ („Ich liebe, also bin ich“) auf der Fassade des Österreich-Pavillons. Im Bild Kuratorin Felicitas Thun-Hohenstein und die Künstlerin Renate Bertlmann. (Foto Hedi Grager)

Insgesamt nehmen in diesem Jahr neunzig Länder an der Biennale in Venedig teil, viele werden diesmal von Frauen bespielt. 

Großes Beitragsfoto: Österreich-Pavillon auf der Biennale arte Venecia 2019 (Foto Hedi Grager)

www.labiennale.at  

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