Starfotograf Mathias Kniepeiss – „weROne“

Starfotograf Mathias Kniepeiss und sein Projekt WeROne. (Foto Mathias Kniepeiss)Der international erfolgreiche und gefragte Fotograf und Art Director Mathias Kniepeiss alias Mateo Moém arbeitet mit dem Ziel, vollendete Technik und kreatives Schaffen zu vereinen. Das sieht man nicht nur an seinen Fotos, sondern auch an Projekten wie Nicola Tesla oder  Rokoko.

Fotograf und Fotokünstler Mathias Kniepeiss alias Mateo Moém wurde heuer bereits mit vier Awards ausgezeichnet: Biennale Venice – ITSLIQUID International Art Contest award, FEP – 3 Awards Category Digital and Fine Art und UMBRA International – Gold & Bronze award Category Sports Racing. Im Bild mit Kollegin Marija Kanizaj. (Foto privat)
Fotograf und Fotokünstler Mathias Kniepeiss alias Mateo Moém wurde heuer bereits mit vier Awards ausgezeichnet: Biennale Venice – ITSLIQUID International Art Contest award, FEP – 3 Awards Category Digital and Fine Art und UMBRA International – Gold & Bronze award Category Sports Racing. Im Bild mit Kollegin Marija Kanizaj. (Foto privat)

Ausführliche Recherchen, große Emotionen und größte Genauigkeit sind das Erfolgskonzept für all seine Projekte. 
Aber es gibt auch noch ein ganz besonderes Projekt, ein echtes Herzensprojekt. Es heißt “weROne“ und steht für Freiheit, Gleich-heit, Solidarität, Toleranz, Respekt und gemeinsame Verantwortung. Die Botschaft von „weROne“: Wir sind alle eins, wir gehören alle derselben Spezies an. Das Bild dazu vereint Symbole und Gesetz-mäßigkeiten der Wissenschaft, Mathematik, Religion, Ethik, Kunst, Architektur und Natur mit der Intention, Menschen zu einem achtsameren Umgang mit ihren Mitmenschen, ihrer Umgebung und dem Planeten Erde selbst zu bewegen.

“weROne“ von Mathias Kniepeiss steht für Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Toleranz, Respekt und gemeinsame Verantwortung. (Foto Mathias Kniepeiss)
“weROne“ von Mathias Kniepeiss steht für Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Toleranz, Respekt und gemeinsame Verantwortung. (Foto Mathias Kniepeiss)

Den Gedanken an „weROne“ hegte Mathias schon seit längerem, wie er mir während unseres Interviews im gemütlichen Cafe Schäffner’s am Grazer Tummelplatz verrät. „Ich wollte etwas über Leonardo da Vincis „Vitruvianischer Mensch“ machen, ein Symbol für die Ästhetik der Renaissance und eines der bekanntesten Bildmotive der Geschichte. [Der vitruvianische Mensch von Leonardo da Vinci (1452–1519) ist heute eine seiner bekanntesten Arbeiten und ein weltweites Symbol für Symmetrie, Schönheit und Körperbewusst-sein.] Aber ich wollte diesen Gedanken nicht einfach kopieren, sondern weiter entwickeln und ein Symbol schaffen für diesen perfekten Menschen, der visuell dahintersteckt. Und im Jahr 2019 da Vinci’s 500. Todestag ist, war das der für mich der richtige Zeitpunkt.“  

Making of zum Herzens-Projekt „weROne“, an dem Mathias Kniepeiss ein Jahr lang arbeitete. (Foto Mathias Kniepeiss)
Making of zum Herzens-Projekt „weROne“, an dem Mathias Kniepeiss ein Jahr lang arbeitete. (Foto Mathias Kniepeiss)

Es ist für mich spannend, den Gedankengängen von Mathias zu folgen. “Weißt Du, für mich ist jeder Mensch der perfekte Mensch, egal welche Hautfarbe, Religion, Alter, ob Mann oder Frau. So habe ich versucht, Experten zu finden, die mir helfen, diese Visualisierung weiter zu entwickeln und auf das nächste Level zu bringen.“

Mathias hat nun insgesamt 1 Jahre am Projekt „weROne“ gearbeitet. Er fand 20 außergewöhnliche Menschen, mit denen er gemeinsam Leonardo da Vinci´s Meisterwerk analysierte und darauf basierend das Kunstwerk „weROne“ entwickelte, in welchem Menschen unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe, Kulturen, Altersgruppen, Geschlechter und Religionen symbolisch vereint werden.

Making of Foto beim Herzens-Projekt von Mathias Kniepeiss: „weROne“. Der Starfotograf plant schon weitere Projekte. „Es sind gerade wieder einige die in meinem Kopf entstehen und ich mir überlege, mit wem ich wann, wie und wo ich etwas umsetzen kann“, lächelt er. (Foto Mathias Kniepeiss)
Making of Foto beim Herzens-Projekt von Mathias Kniepeiss: „weROne“. Der Starfotograf plant schon weitere Projekte. „Es sind gerade wieder einige die in meinem Kopf entstehen und ich mir überlege, mit wem ich wann, wie und wo ich etwas umsetzen kann“, lächelt er. (Foto Mathias Kniepeiss)

Einen engagierten Helfer fand er z.B. im Grazer Bühnenbilder & Erfinder Hermann Schapek. Dieser baute ihm mathematisch perfekt berechnet das Gestell für sein Projekt. Model für das Gestell wiederum war der Tiroler Sigi mit einer Körpergröße von 1,80 cm. Gleichzeitig  war er auf der Suche nach fünf Menschen mit unterschiedlicher Hautfarbe, Herkunft und Religion, um diese im Gestell zu fotografieren. Dies war nicht ganz einfach, mussten sich diese doch nackt fotografieren lassen. Danach wurden die Fotos geschnitten und neu zusammengeführt, um ein neues Bild zu schaffen und seine Message zu kreieren: „Wir sind alle eins, wir gehören alle derselben Spezies an.“

Mathias wird nicht müde zu betonen, dass alle Menschen „Eins“ sind. „Es ist schlimm, was alles auf der ganzen Welt passiert. Mir geht es darum zu zeigen, dass wir alle derselben Spezies angehören, dass es nicht um jeden Einzelnen, sondern um uns alle geht. Ich habe mit meinem Projekt ein Bild geschaffen, da die Menschen immer weniger lesen und eventuell durch eine Visualisierung zum Nachdenken und handeln gebracht werden.“ 

Das Team rund um Mathias Kniepeiss für sein Projekt „weROne“. (Foto Mathias Kniepeiss)
Das Team rund um Mathias Kniepeiss für sein Projekt „weROne“. (Foto Mathias Kniepeiss)

Wie bei all seinen Projekten ging Mathias auch bei „weROne mit seinen Recherchen sehr in die Tiefe. „Das versuche ich zumindest immer“, meint er schmunzelnd. „Das ist für mich faszinierend und auch wichtig, denn je tiefer ich eindringe, umso mehr bekomme ich dafür ein Gefühl,  worauf ich achten muss.“ 

„weROne“ – free to use
Für Mathias ist „weROne“ kein Projekt, mit dem er Geld verdienen möchte. „Absolut nicht“, kommt es aus tiefstem Herzen von ihm. „Es geht mir wirklich nur um die Message und die ist ‚free to use‘. Jeder kann das Bild runterladen und verbreiten. Mir ist nur wichtig, dass dieses Bild und die damit verknüpfte Message so viele Menschen wie möglich erreichen und sich vielleicht einige zu engagieren beginnen. Das kann jeder Einzelne schon dadurch, dass er auf bestimmte Produkte verzichtet oder von manchen Firmen nicht mehr kauft.“

Sein Traum wäre, dass sein Bild „weROne“ weltweit in Magazinen veröffentlicht wird und dass es von verschiedensten Organisationen und Institutionen verwendet wird.

„„weROne“ ist polarisierend, das bisherige Feedback von nah und fern ist meist Begeisterung. „Vor allem dann, wenn ich meine Gedanken und den Sinn dahinter erklären kann“, meint Mathias etwas nachdenklich. „Es ist ein zeit- und endloses Projekt und ich werde immer weiter versuchen, die Menschen darauf aufmerksam zu machen. Ich bin Realist genug zu wissen, dass wir in einem System leben, das nicht so schnell geändert werden kann. Aber es wäre schön, wenn irgendwann einmal das Bild nichtig wird, denn dann hätte sich etwas verändert.“

Der Traum von Mathias Kniepeiss wäre, dass sein Bild „weROne“ weltweit in Magazinen veröffentlicht wird und dass es von verschiedensten Organisationen und Institutionen verwendet wird. (Foto Mathias Kniepeiss)
Der Traum von Mathias Kniepeiss wäre, dass sein Bild „weROne“ weltweit in Magazinen veröffentlicht wird und dass es von verschiedensten Organisationen und Institutionen verwendet wird. (Foto Mathias Kniepeiss)

Model Sigi – arbeitet bei der Stadtgemeinde Kitzbühel, ist Friedhofswärter und Totengräber
„Ich war sofort begeistert, als mir Mathias sein Projekt erklärte, und es war mir eine Riesenehre, Teil dieses Projektes zu sein. Ich gehöre ihm für dieses Projekt, habe ich zu Mathias gesagt“, lacht Sigi, der Mathias beim Hahnenkammrennen kennen lernte.
Sich nackig fotografieren zu lassen, war für Sigi kein Problem. „Es gehörte zum Projekt, so war das für mich ganz normal.“ Vom Endergebnis war er dann total geflasht. „In unserer Lokalzeitung ‚Kitzbüheler Anzeiger‘ erschien eine ganze Seite mit dem Bild und die Reaktionen waren super.“

Majda, Graz
Als Mathias von seinem Projekt erzählte, war ihr erster Gedanke: „Das ist etwas Großes, etwas, das Bedeutung und Tiefe hat und über das man sich viele Gedanken gemacht hat“, erzählt mir Majda. „Ich bin sicher, dass dieses Projekt jeden bewegt und etwas bewirkt. Es hat mich von Anfang an berührt und deshalb machte ich mit.“
Als Mathias ihr erklärte, dass er sie nackt fotografieren würde, meinte sie: „Wie nackt?“ Mathias entgegnete: „Wie Gott dich schuf.“ Nach kurzem Nachdenken sagte sie trotzdem ja. „Schließlich sind ja nur Körperteile von mir zu sehen.“  Majda, die schon öfters Shootings hatte, war noch nie so gespannt auf das Endprodukt. „Als ich es dann sah, war ich sehr froh, mitgemacht zu haben.“

Großes Beitragsfoto: Mathias Kniepeiss ist ausgebildeter Designer und arbeitet seit 2003 als professioneller Fotograf in den Bereichen Sport, Industrie, Reportage, Portrait, Werbung & Kostüminsze-nierung. Er fotografierte schon in über 50 Ländern der Welt.  Sein Herzens-Projekt ist “weROne“. (Foto Mathias Kniepeiss)

www.kniepeiss.com   
www.mateomoem.com

 

 

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