Der Österreichische Filmpreis findet 2021 im Sommer statt

Die Preisskulptur des Österreichischen Filmpreises stammt von der international renommierten österreichischen Medienkünstlerin VALIE EXPORT. (Foto eSel)Der Österreichische Filmpreis findet heuer erstmals zur Sommerzeit statt: Unter der Regie von Arash T. Riahi und Arman T. Riahi wird die Gala am 8. Juli im  „Globe Wien“ in der „Marx Halle“ über die Bühne gehen.  

Österreichischer Filmpreis 2021: Alexandra Valent - Projektleitung Österreichischer Filmpreis, Regisseur und Produzent Arman T. Riahi, Katharina Albrecht-Stadler - Geschäftsführerin der Akademie des Österreichischen Films, Regisseur und Produzent Arash T. Riahi vor dem Globe Wien. (Foto AOEF)
Österreichischer Filmpreis 2021: Alexandra Valent – Projektleitung Österreichischer Filmpreis, Regisseur und Produzent Arman T. Riahi, Katharina Albrecht-Stadler – Geschäftsführerin der Akademie des Österreichischen Films, Regisseur und Produzent Arash T. Riahi vor dem Globe Wien. (Foto AOEF)

Findet der Filmpreis traditionell Ende Jänner statt, wird er heuer aus bekannten Umständen diesmal am 8. Juli stattfinden. Und die Gala wird erstmals im wunderschönen Globe Wien in der Marx Halle abgehalten. Wieviele Gäste eingeladen werden können, ist noch nicht sicher. Sicher ist aber, dass der langjährige Kooperationspartner ORF wie gewohnt auf zwei Fernsehkanälen berichten wird.

Die Regie der diesjährigen Gala des Österreichischen Filmpreises liegt in den Händen der filmschaffenden Brüder Arash T. Riahi und Arman Riahi: „Wir sind sehr erfreut und fühlen uns geehrt." (Foto AOEF)
Die Regie der diesjährigen Gala des Österreichischen Filmpreises liegt in den Händen der filmschaffenden Brüder Arash T. Riahi und Arman Riahi: „Wir sind sehr erfreut und fühlen uns geehrt.“ (Foto AOEF)

Die Regie der diesjährigen Gala liegt in den Händen der filmschaffenden Brüder Arash T. Riahi und Arman Riahi: „Wir sind sehr erfreut und fühlen uns geehrt. Selbstverständlich haben wir auch Respekt vor dieser Aufgabe. Wir denken uns: Wird schon schiefgehen! Der Globe Wien in der Marx Halle hat vor allem im Sommer die perfekten Bedingungen für einen schönen Gala-Abend. Sie ist übersichtlich, bietet aber genügend Möglichkeiten und Falltüren für Wendungen und Überraschungen. Das Publikum kann sich auf eine Hommage an das Kino und das Kollektive des  Filmemachens freuen.” 

Den Ehrenschutz übernimmt wie bereits in den Vorjahren wieder Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

Vorstand der Akademie des Österreichischen Films 2021: Karin C. Berger, Fritz Fleischhacker, Gerhard Ertl, Claudia Wohlgenannt, Birgit Hutter, Andreas Kiendl, Mercedes Echerer, Martin Gschlacht, Thomas Kürzl. (Foto AOEF)
Vorstand der Akademie des Österreichischen Films 2021: Karin C. Berger, Fritz Fleischhacker, Gerhard Ertl, Claudia Wohlgenannt, Birgit Hutter, Andreas Kiendl, Mercedes Echerer, Martin Gschlacht, Thomas Kürzl. (Foto AOEF)

Insgesamt wurden 19 Filme – die von den wahlberechtigten Mitgliedern der Akademie aus 16 Spielfilmen, 25 Dokumentarfilmen und 16 Kurzfilmen ausgewählt wurden – mit Nominierungen bedacht. Die meisten Nominierungen gingen an „Hochwald“ mit neun Nominierungen, gefolgt von „The Trouble With Being Born“ und „Waren einmal Revoluzzer“ mit je sechs Nominierungen sowie „Ein bisschen bleiben wir noch“ mit fünf Nominierungen.

Kurz vor der Gala, am 1. Juli, findet der traditionelle Abend der Nominierten statt, bei dem die Filmschaffenden im lockeren Rahmen zusammenkommen – diesmal im Rahmen einer DDSG-Schifffahrt von Wien ins niederösterreichische Tulln.

Österreichischer Filmpreis 2021, Pressekonferenz: Katharina Albrecht-Stadler - Geschäftsführerin der Akademie des Österreichischen Films, Stefan Ruzowitzky - Präsident der Akademie des Österreichischen Films und Obfrau Mercedes Echerer. (Foto AOEF)
Österreichischer Filmpreis 2021, Pressekonferenz: Katharina Albrecht-Stadler – Geschäftsführerin der Akademie des Österreichischen Films, Stefan Ruzowitzky – Präsident der Akademie des Österreichischen Films und Obfrau Mercedes Echerer. (Foto AOEF)

Insgesamt wurden 19 Filme – die von den wahlberechtigten Mitgliedern der Akademie aus 16 Spielfilmen, 25 Dokumentarfilmen und 16 Kurzfilmen ausgewählt wurden – mit Nominierungen bedacht. Die meisten Nominierungen gingen an „Hochwald“ mit neun Nominierungen, gefolgt von „The Trouble With Being Born“ und „Waren einmal Revoluzzer“ mit je sechs Nominierungen sowie „Ein bisschen bleiben wir noch“ mit fünf Nominierungen. Alle Nominierungen finden Sie hier.

Stefan Ruzowitzky, Präsident der Akademie des Österreichischen Films, bei der Pressekonferenz des Österreichischen Filmpreises 2021. (Foto AOEF)
Stefan Ruzowitzky, Präsident der Akademie des Österreichischen Films, bei der Pressekonferenz des Österreichischen Filmpreises 2021. (Foto AOEF)

Stefan Ruzowitzky, Präsident der Akademie des Österreichischen Films
Es ist nicht ganz zufällig, dass wir dieses Jahr die Riahi-Brothers gebeten haben, die Regie der Gala zum Österreichischen Filmpreis 2021 zu übernehmen: Arash und Arman sind beide mehrfach ausgezeichnete Regisseure und Produzenten – UND sie sind Angehörige der relativ großen Gruppe erfolgreicher österreichischer Regisseure mit Migrationshintergrund, Houchang Allahyari als Wegbereiter fällt einem da gleich ein und und mit Hüseyin Tabak und Sudabeh Mortezai auch zwei der bislang zehn Regie-Filmpreisträger (die zahlreichen Kollegen mit deutschem Migrationshintergrund lasse ich jetzt einmal bewusst weg …). 
Die aktuelle Diskussion um Diversität hat uns angeregt, darüber
nachzudenken, wie wir in der österreichischen Filmszene dastehen. Ganz schlimm schaut es in den Gewerken aus, bei Kamera, Kostüm, Ausstattung etc. – da kann man jungen Menschen mit  Migrationshintergrund nur sagen: „Probiert es einfach mal,
auch wenn sich das Eure Eltern vielleicht nicht für Euch erträumt
hatten. Wir würden uns freuen, Euch dabei zu haben! Und wenn
Euch einer blöd kommt, weil ihr einen ,seltsamen‘ Namen habt:
Dann sagt mir wer das war, ich kümmer mich dann darum …“

Komplizierter wird es bei Menschen mit Migrationshintergrund  VOR der Kamera: Murathan Muslu als vielleicht aktuell größter heimischer Filmstar, der auch international große Rollen bekommt, täuscht darüber hinweg, dass es dahinter nicht so gut aussieht mit tollen Angeboten, vor allem für Frauen. Da müssen wir Autoren uns an der Nase nehmen, dass wir halt auch Figuren schreiben, die  unsere diverse Gesellschaft darstellen, da müssen wir Caster, Produzenten und Regisseure uns an der Nase nehmen, dass etwa auch ein Arzt, eine Anwältin oder ein Liebhaber türkisch oder arabisch aussehen kann, und – so leid es mir tut – da müssen wir Euch Fernsehredakteure und Journalisten auch an der Nase nehmen, dass Ihr ein bisschen mutig seid und solche Experimente unterstützt! 
Als berufsbedingt optimistischer Präsident sage ich: Wenn wir
uns Alle bemühen, dann wird das schon!

Großes Beitragsfoto: Österreichischer Filmpreis 2021, Pressekonferenz: Katharina Albrecht-Stadler – Geschäftsführerin der Akademie des Österreichischen Films, Stefan Ruzowitzky – Präsident der Akademie des Österreichischen Films und Obfrau Mercedes Echerer. (Foto AOEF)

www.oesterreichische-filmakademie.at

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