Gabriele Slamanig – erfolgreiche PR-Beraterin, freie Journalistin und Coach

Gabriele Slamanig bei einem FUEGO® Austria Netzwerkabend (Foto by Gimpl)Gabriele Slamanig ist eine erfolgreiche und umtriebige Unternehmerin. Sie unterstützt ihren Mann Paul bei ‚Slamanig Consulting & Training‘, mit ihrer ‚DieSlamanig.at‘ arbeitet sie als PR-Beraterin und als systemischer Coach. Und dann gibt es noch ‚FUEGO® Austria‘, die Initiative für Familienunternehmen ist ihre Herzensangelegenheit.

Gabi lacht, als ich sie eine ‚Tausendsassa‘ nenne. Ich spreche sie auf ‚DieSlamanig‘ an, ihre Arbeit als Coach und für Unternehmens-PR. „Die Wurzeln dafür sind unter anderem während meiner Zeit beim ORF zu sehen“, erklärt mir Gabi bei unserem Treffen. „Denn dort durfte ich jede Sekunde Kommunikation erleben und umsetzen. Ich hatte das Glück, starke Männer als „Lehrherren“ zu haben, die mich gefördert haben. Zum Beispiel der ehemalige Intendant Kurt Bergmann war zwar sehr streng, aber ich habe in jeder Hinsicht von seinem Wissen und seiner Führung profitiert.“ Danach arbeitete sie für zwei namhafte PR-Agenturen in Wien und Graz, wo sie sich viel Marketingwissen aneignen konnte. Allerdings seien Agenturen meist auf bestimmte Bereiche spezialisiert – Gabi braucht hingegen Vielfalt und Abwechslung. „Mein Mann, Paul, ist Wirtschaftstrainer und Unternehmensberater. Er ist seit Ende der 90er Jahre selbständig. Wir heirateten 2002 und ich wuchs in das ‚Unternehmen Slamanig‘ hinein. Ich koordiniere und organisiere und berate Kunden dann, wenn es um die Kommunikation und um kommunikative Maßnahmen für Mensch und Unternehmen geht.“

Als eine leidenschaftliche und sehr engagierte Person setzt sich Gabi immer voll für ihre Projekte ein. „Manchmal bin ich zu engagiert und zu schnell“, lacht sie.

Hedi Grager und Gabriele Slamanig bei der Ausstellung "POP 1900–2000. Populäre Musik in der Steiermark" im Museum für Geschichte Graz. (Foto privat)
Hedi Grager und Gabriele Slamanig bei der Ausstellung „POP 1900–2000. Populäre Musik in der Steiermark“ im Museum für Geschichte Graz. (Foto privat)

Schon während ihrer Zeit in den Agenturen bekam sie immer wieder Anfragen von Institutionen, um deren Mitarbeiter zu coachen. Es dauerte einige Zeit, bis sie nach einer guten Ausbildung und für ihren Qualitätsanspruch genügend Praxis als systemischer Coach gesammelt hatte. „Durch verschiedene Beobachtungen und das Feedback von Klienten merkte ich, dass ich hier sehr gute Arbeit leisten kann, und dass ich neben der Kommunikation auch die Anliegen und Probleme der Unternehmerseite verstehe, also beide Seiten.“

'FUEGO® Austria‘, die Initiative für Familienunternehmen ist eine Herzensangelegenheit von Gabriele Slamanig. Hier bei einem FUEGO® Austria Netzwerkabend (Fotorechte by Gimpl)
‚FUEGO® Austria‘, die Initiative für Familienunternehmen ist eine Herzensangelegenheit von Gabriele Slamanig. Hier bei einem FUEGO® Austria Netzwerkabend (Fotorechte by Gimpl)

Das jüngste Standbein ist seit einem Jahr FUEGO® Austria. Das ist eine Initiative für Familienunternehmen und eigentümergeführte Organisationen, das Netzwerk für die Inhaber von Arbeitgeberbetrieben in Österreich. Gabi koordiniert, organisiert und plant in diesem Netzwerk für die Mitglieder, Partner und Förderer.

Elternhaus Unternehmerfamilie
Gabi entstammt selbst einer Unternehmerfamilie. „Weißt Du, bei uns gab es nicht nur Feuer, also Herz und Leidenschaft, sondern auch Eis. Als Jugendliche fühlte ich mich zu Hause nicht immer wohl, denn es ging fast immer ums Wirtschaften und insgesamt um die Existenz. Viele in meiner Familie waren und sind Unternehmer in unter-schiedlichen Branchen. So lernte ich in den Ferien, die ich bei meinen Tanten in der Steiermark und beim Onkel in Salzburg verbrachte, von der Arbeit in einer Mühle oder im Elektrogeschäft bis zur Gastronomie vieles kennen.“ Mit einem Schmunzeln meint Gabi: „Ich bin ein ‚Gasthauskind‘, und insofern ist für mich Dienstleistung mehr oder weniger selbstverständlich. Auch in der Kommunikation sehe ich mich als Dienstleisterin mit einem guten Gespür, was wer braucht – und das mache ich dann. Dabei kommt mir meine Vielfältigkeit wirklich sehr zugute.“

Gabriele Slamanig ist erfolgreiche PR-Beraterin und systemischer Coach. (Foto Die Slamanig)
Gabriele Slamanig ist erfolgreiche PR-Beraterin und systemischer Coach. (Foto Die Slamanig)

Unternehmensportraits on Tour
Ein langjähriger Kunde von Gabi ist die Wirtschaftskammer Steier-mark. „Ich arbeite schon seit 2004 für diese Institution in unter-schiedlichen Bereichen. Vor einigen Jahren begann ich für ‚Follow me‘ zu arbeiten, einer Initiative der Wirtschaftskammer für Nachfolgebetriebe. Public Relations haben sich inzwischen weiterentwickelt. Beispielsweise sind aus PR-Texten Video-interviews und -portraits geworden und ich habe aus meinem Büro 2012 eine Blue-Box gemacht, damit Menschen ihre Botschaften mit unterschiedlichen Hintergrundbildern gestalten konnten. Das waren dann die ersten Videos. Heute braucht man auch keine Blue-Box mehr. Die Kommunikation ist auch Dank Social Media lebendig geworden. Wir holen die Menschen vor die Kamera und zeigen was sie tun.“ Dafür ging sie unter anderem eine Kooperation mit der Grazer Ortweinschule und einem Filmstudio ein, um mit innovativen, jungen und interessierten Kameraleuten arbeiten zu können, und begann mit ihnen durch die Steiermark zu touren. „Wir portraitieren unterschiedliche Unternehmen in Kurzvideos, zeigen die Unternehmer und deren Leistungen“, erzählt Gabi mit Begeisterung.

Nach einigen Touren und nach dem Motto ‚Selbst ist die Frau‘ lernte sie zusätzlich selbst mit dem Smartphone Videos zu produzieren. Und ehrlich, die können sich sehen lassen. „Ich wollte mich selbst auskennen, mitreden und noch flexibler sein. Ich habe jetzt alle nötigen Ressourcen, die ich brauche, und mache fast alle Videos selber. Ich experimentiere gerne“, verrät sie sehr offen.

Gabriele Slamanig arbeitet schon seit 2004 für die Wirtschaftskammer Steiermark. "Vor einigen Jahren begann ich für ‚Follow me‘ zu arbeiten, einer Initiative der Wirtschaftskammer für Nachfolgebetriebe: Das Follow me Team. (Foto Die Slamanig)
Gabriele Slamanig arbeitet schon seit 2004 für die Wirtschaftskammer Steiermark: „Vor einigen Jahren begann ich für ‚Follow me‘ zu arbeiten, einer Initiative der Wirtschaftskammer für Nachfolgebetriebe.“ Das Follow me Team. (Foto Die Slamanig)

Der erste Eindruck zählt, der letzte Eindruck bleibt
Bei ihrer Arbeit als Coach trainiert sie mit Kunden für deren Präsentationen eine Dreiteilung von interessantem Einstieg, aussagekräftigem Hauptteil und starkem Abschluss. Diese einfache Struktur ist schon die halbe Miete! Inhalt ist wichtig, meint sie, allerdings neben Wissen zählt die eigene Wirkung, die Emotion, die Leidenschaft. „Eine authentische Art und die eigene Stärke müssen präsent sein. Und diese eigene innere Strahlkraft arbeite ich mit meinen Klienten heraus und mache sie zum Thema.“

90 Prozent aller Menschen haben Lampenfieber und erleben jede Präsentation als Folter. Sie erklärt mir dazu beispielgebend folgende Übung: „Wenn ich merke, dass jemand unsicher ist und am liebsten flüchten möchte, symbolisieren wir gemeinsam seine Bühne, auf die derjenige dann geht und dort 10 Sekunden nichts tut, nur um zu spüren wie es sich anfühlt, einfach präsent zu sein. Es gibt Menschen, die würden dann gerne davonlaufen, einige sind irritiert. Mit der Zeit wird es besser und wir beschäftigen uns mit dem ersten Eindruck, also wie sie auf andere in den ersten Sekunden wirken – ohne etwas zu sagen. Auf diese Dinge schaue ich, nicht auf Haare, Schminke oder Kleidung. Ich schau auf die Kraft der Menschen, darauf, was da rüberkommt. Nach kurzer Zeit entspannt sich dann meist die Situation, die meisten fangen an, sich zu bewegen, es entsteht eine erste Emotion, sie genießen ihren Auftritt. Diese Übung kann jeder praktizieren, vor Meetings, Präsentationen, Podiumsdiskussionen, auch vor Bewerbungen. Es geht nur darum, sich selbst wahrzunehmen, mit Nervosität umzugehen und seine eigene Kraft zu spüren.“
Großen Wert legt Gabi auch auf den Abschluss. „Da geht es darum, für dein Gegenüber nochmal die Botschaft zu formulieren, die in Hirn und Herz fruchtet oder etwas zu vereinbaren, was danach getan werden soll“, lächelt Gabi. „Daran halte ich mich selbst auch im täglichen Gespräch, denn: ‚der erste Eindruck zählt und führt dazu, dass man jemanden zuhört oder wegschaltet, der letzte Eindruck bleibt, diesen Eindruck nehme ich mit‘.“

Gerhard Koch, Direktor von ORF Steiermark, Gabi Slamanig und Hannes Schreiner, Marketing und Projektentwicklung Technopark Raaba, im ORF Steiermark. (Foto Fischer)
Gerhard Koch, Direktor von ORF Steiermark, Gabi Slamanig und Hannes Schreiner, Marketing und Projektentwicklung Technopark Raaba, im ORF Steiermark. (Foto Fischer)

Digitalisierung und social media
Gabi sieht die Entwicklung der Digitalisierung mehr als Segen weniger als Fluch. „In einem Rezept würde man sagen, es kommt auf die Zutaten, auf die Ausgewogenheit an. Ich selbst fühle mich sehr wohl mit dem Kommunizieren auf verschiedenen Ebenen. Die Digitalisierung ist Teil meiner Arbeit und meines Lebens geworden. Ich bin jetzt 54 Jahre und möglicherweise eine Exotin. Wenn ich für Video-Drehs zu Unternehmen komme werde ich oft gefragt, wo mein Team sei, und ich antworte dann ‚Es steht vor ihnen‘. Das ist oft eine wirklich witzige Situation, denn meine Kunde rechnen nicht damit, dass man mit Handy, Stativ und Mikro ein gutes Video produzieren kann. Wenn sie das Ergebnis dann sehen, sind sie begeistert.“ Leicht nachdenklich meint sie noch: „Wir leben in einer evolutionären Phase, wo wirklich alles, Strukturen, Arbeit, Möglichkeiten sich stark ändern und sich jeder von uns weiter-entwickeln muss. Interessant ist es auf jeden Fall für mich mit jungen und innovativen Leuten zu arbeiten und viele neue Möglichkeiten ausprobieren zu können.“

Gabi und Paul Slamanig mit Andrea Keimel, Abteilung für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung der Stadt Graz, und Wolfgang Schaller, Landesstudio Steiermark, im ORF Steiermark (Foto Fischer)
Gabi und Paul Slamanig mit Andrea Keimel, Abteilung für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung der Stadt Graz, und Wolfgang Schaller, Landesstudio Steiermark, im ORF Steiermark (Foto Fischer)

Ich fühle mich angekommen
Seit Gabi vor einem Jahr ‚FUEGO® Austria‘ mitentwickelt und aufgebaut hat, gibt es bereits 120 Mitglieder. „Das sind branchenunabhängig Betriebe in der Steiermark und Kärnten, die sich lose zusammengeschlossen haben. Ziel ist es, diese inhabergeführten Unternehmen zu vernetzen und zu stärken. Ich fühle mich angekommen“, erzählt mir Gabi. „Ich habe mich anfangs gewehrt, selbständig zu werden, weil ich Unternehmertum von klein auf nicht nur positiv erlebt habe. Meine Vorstellung war eher in Strukturen wie dem ORF zu arbeiten, kreativ und vielseitig sein zu dürfen. Ich habe mich im Medienrummel auch sehr wohl gefühlt. Mittlerweile schaffe ich mir mein Umfeld, um bestmöglich arbeiten zu können. Ich bin genau am richtigen Platz, mit den richtigen Menschen. Da gehöre ich hin.“

Großes Beitragsfoto: www.dieslamanig.at 

www.dieslamanig.at   
www.fuegoaustria.at   

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