Alexandra Rupp – Möglichkeiten muss man nutzen

Aus der Reihe „Frauen und Technik“ in Kooperation mit der Industriellen-vereinigung Steiermark: Alexandra Rupp arbeitet als Assistentin der Produktionsleitung bei Neuroth. 

Bis vor kurzem reparierte Alexandra Rupp defekte Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte, jetzt ist sie zur Assistentin der Produktionsleitung bei Neuroth aufgestiegen. Und manchmal erscheint das Ex-Model mit einem ‚blauen Auge‘ bei der Arbeit.

Bis vor kurzem reparierte Alexandra Rupp defekte Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte, jetzt ist sie zur Assistentin der Produktionsleitung bei Neuroth aufgestiegen. (Foto Thomas Luef)
Bis vor kurzem reparierte Alexandra Rupp defekte Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte, jetzt ist sie zur Assistentin der Produktionsleitung bei Neuroth aufgestiegen. (Foto Thomas Luef)

Der Papa war schuld an ihrer Liebe zu technischen Arbeiten, erzählt die junge Blondine mit Modelmaßen scherzend. „Er ist Installateur und als ich klein war, habe ich ihn oft begleitet und auch geholfen. Das hat mir viel Spaß gemacht und für mich war immer klar, dass ich keinen klassischen Frauenberuf einschlagen werde – und so bin ich Elektronikerin geworden.“

"Für mich war immer klar, dass ich keinen klassischen Frauenberuf einschlagen werde – und so bin ich Elektronikerin geworden", erzählt mir Alexandra Rupp, als ich sie bei Neuroth zum Interview treffe. Im Bild Alexandra Rupp und Hedi Grager. (Foto Thomas Luef)
„Für mich war immer klar, dass ich keinen klassischen Frauenberuf einschlagen werde – und so bin ich Elektronikerin geworden“, erzählt mir Alexandra Rupp, als ich sie bei Neuroth zum Interview treffe. Im Bild Alexandra Rupp und Hedi Grager. (Foto Thomas Luef)

Nach ihrer Lehre und etwas Berufserfahrung wollte sich die 27-Jährige verändern, ihren Horizont erweitern, und wurde aufmerk-sam auf Neuroth, dem führenden Hörakustik-Unternehmen in Österreich. „Jetzt arbeite ich hier seit fünf Jahren und ich kann nur sagen, diese Firma verlasse ich nicht so schnell“, ergänzt Rupp lachend. Sie schätzt das extrem Familiäre an Neuroth und das offene Ohr der Chefs für Mitarbeiter. „Vor allem wird von den Führungs-kräften auch gelobt und das finde ich extrem wichtig, denn Lob baut auf und motiviert.“

Alexandra Rupp liebt die Kleinstarbeit bei defekten Hinter-dem-Ohr-Hörgeräten bei Neuroth. (Foto Thomas Luef)
Alexandra Rupp liebt die Kleinstarbeit bei defekten Hinter-dem-Ohr-Hörgeräten bei Neuroth. (Foto Thomas Luef)

Das Reparieren defekter Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte machte der Elektronikerin viel Spaß. „Ich liebe nichts mehr als dieses feine Arbeiten.“ Aber zielstrebig und fleißig wie sie ist, machte sie berufs-begleitend die Matura und ein Industriemanagement-Studium, das sie mit dem Bachelor abschloss. Als man ihr dann den Job als Assistentin des Produktionsleiters anbot, musste sie nicht lange überlegen. „Ich freue mich auf alles Neue. Derzeit arbeite ich in einem SAP-Projekt mit und bei der Einführung einer neuen Produktionssteuerungs-Software. Das ist für mich ein toller Start, da ich Vieles aus meinem Studium einbringen kann.“

„Ich bin ein gutes Beispiel dafür, dass man auch als Frau mittlerweile tolle Möglichkeiten und Berufschancen bekommt", so Alexandra Rupp. (Foto Thomas Luef)
„Ich bin ein gutes Beispiel dafür, dass man auch als Frau mittlerweile tolle Möglichkeiten und Berufschancen bekommt“, so Alexandra Rupp. (Foto Thomas Luef)

Negative Erfahrungen als Frau im eher männerdominierten Umfeld machte sie nie. „Ich bin ein gutes Beispiel dafür, dass man auch als Frau mittlerweile tolle Möglichkeiten bekommt. Und beweisen muss sich doch jeder im Beruf.“ Die Elektronikerin ist allerdings auch eine starke Persönlichkeit, die sich zu wehren gewusst hätte. „Ich bin im familiären Umfeld mit 13 Burschen aufgewachsen, da weiß man sich zu wehren“, schmunzelt sie wieder.

 "Sport war und ist mein Ausgleich", so Alexandra Rupp, die auch als Model arbeitete. (Foto Thomas Luef)
„Sport war und ist mein Ausgleich“, so Alexandra Rupp, die auch als Model arbeitete. (Foto Thomas Luef)

Eines hat sich Rupp, die sich eher als Einzelkämpfer bezeichnet, aber nie nehmen lassen: ihren Sport. „Sport war und ist mein Ausgleich.  Für mich kam nie ein Teamsport in Frage, ich wollte immer selber gut sein und entschied mich für’s Boxen.“ Als Amateurboxerin stand sie für 10 Kämpfe im Ring. Und öfters erscheint sie mit einem ‚blauen Auge‘ zur Arbeit. „Aber jeder weiß, dass ich boxe, und so bleibt es meist nur bei einem Schmunzeln.“ Rupp ist aber auch sehr gesellig und kann gut mit Menschen umgehen.“ Auf meine Frage, ob sie glaubt, auch mal eine gute Chefin sein zu können, meint sie: „Ich glaube schon, ich würde es auf alle Fälle ausprobieren. Man hat so viele Möglichkeiten im Leben, man muss sie nur nutzen.“ Genutzt hat sie auch die Möglichkeit als Model zu arbeiten, als sie als 15-Jährige in einem Grazer Cafe angesprochen wurde. „Ich wurde für einige Kampagnen fotografiert und das war eine tolle Zeit, an die ich sehr gerne zurück denke. Aktuell habe ich dazu keine Zeit mehr, aber bei einem interessanten Angebot mache ich es gerne wieder.“  

Alexandra Rupp: "Sport war und ist mein Ausgleich.  Für mich kam nie ein Teamsport in Frage, ich wollte immer selber gut sein und entschied mich für’s Boxen.“ (Foto Thomas Luef)
Alexandra Rupp: „Sport war und ist mein Ausgleich.  Für mich kam nie ein Teamsport in Frage, ich wollte immer selber gut sein und entschied mich für’s Boxen.“ (Foto Thomas Luef)

Für ihre Zukunft wünscht sie sich nur, noch viel zu lernen. „Ich bin zufrieden, wie alles ist, es geht mir so gut. Das Einzige was ich möchte, ist gesund zu bleiben und einmal Haus und Familie zu haben.

Großes Beitragsfoto:  Alexandra Rupp ist Assistentin der Produktionsleitung bei Neuroth. (Foto Thomas Luef)

 

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