Tom Lohner – ich male, weil ich einfach nicht anders kann

Tom Lohner ist ein Künstler, der es liebt zu experimentieren. (Foto Bakerhouse Gallery)Tom Lohner ist ein Künstler, der es liebt zu experimentieren, er ist auch ein Visionär – und ein unglaublich begeisterter Familienmensch. Mit seinen bunten und lauten Bildern wurde er innerhalb weniger Jahre zu einem der gefragtesten steirischen Künstler.

Mit seinen bunten und lauten Bildern wurde Tom Lohner innerhalb weniger Jahre zu einem der gefragtesten steirischen Künstler. (Foto Bakerhouse Gallery)
Mit seinen bunten und lauten Bildern wurde Tom Lohner innerhalb weniger Jahre zu einem der gefragtesten steirischen Künstler. (Foto Bakerhouse Gallery)

Schon als Kind zeichnete Tom sehr viel, malen begleitete ihn seine gesamte Jugend. Neugierig möchte ich wissen, ob es aus dieser Zeit noch Arbeiten von ihm gibt und erfahre: „Oh mein Gott, ja ganz viele. Mein Vater sagt immer, wir haben eine Lohner Collection. Ich bin mir sicher, ohne diese Zeichnungen wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin. Man glaubt es kaum, aber als Jugendlicher habe ich mich schwer getan, Anschluss zu finden. So habe ich mich in eine Phantasiewelt geflüchtet und mir meine eigenen Welten gezeichnet“, kommt es lebhaft von Tom. „Ich habe eine Zeitlang viel mit Bleistift und dann mit Kuli gezeichnet, in den späten 90ern kam dann Airbrush hinzu. Ich habe meine Arbeiten mit Acryl verfeinert und irgendwann habe ich meinen eigenen Stil entwickelt.“ Seine Jugendarbeiten werden übrigens (noch) nicht verkauft. „Mein Wunsch wäre aber eine Retrospektive, ich arbeite hin auf ein Buch.“

Große Freiheit und Agentur-Gründung
Seine Eltern haben ihm und seinem etwas jüngeren Bruder große Freiheiten gelassen. „Wir waren immer ein großartiges Doubleteam und die besten Freunde. Andy ist auch super kreativ und führt die Agentur weiter, die wir gründeten. Wir haben uns immer wechsel-seitig inspiriert und uns gegenseitig unsere Zeichnungen gezeigt. Meiner Meinung nach ist er sogar der bessere Künstler. Er hat ein großartiges kreatives Verständnis und eine echte Bibliothek im Kopf. Darum beneide ich ihn wirklich.“

"Als Jugendlicher habe ich mich in eine Phantasiewelt geflüchtet und mir meine eigenen Welten gezeichnet", verrät mir Tom Lohner, als ich ihn in der Bakerhouse Gallery besuche. Im Bild mit Journalistin Hedi Grager. (Foto privat)
„Als Jugendlicher habe ich mich in eine Phantasiewelt geflüchtet und mir meine eigenen Welten gezeichnet“, verrät mir Tom Lohner, als ich ihn in der Bakerhouse Gallery besuche. Im Bild mit Journalistin Hedi Grager. (Foto privat)

Wenn man liest, dass Du nach London gegangen bist und dort Bühnen für Tourneen und den Look von Musikvideos für interna-tionale Stars entworfen hast, klingt das alles so einfach. War es das wirklich, frage ich Tom. „Wir waren fertig mit dem Kolleg, waren beide selbständige Grafikdesigner und London hat nur stattgefun-den, weil mein Bruder zu mir sagte: ‚Tom, ziehen wir nach London und schauen wir, dass wir tolle Jobs bekommen. In Wirklichkeit war er verliebt“, lacht Tom. Es war 2008, ich war 26 Jahre alt, er 23, und wir machten das einfach.“ Tom ist seinen Eltern – sein Vater ist Biochemiker und seine Mutter Volksschullehrerin – sehr dankbar für die damalige Unterstützung. „Wir hatten selbst etwas gespart und versuchten, so günstig wie möglich dort zu leben.“ Allerdings mussten sie rasch merken, dass London nicht unbedingt auf sie gewartet hatte. „Wir haben nicht gleich tolle Jobs bekommen und außerdem ist mein Bruder bald weiter nach Finnland gereist, weil er sich in eine Finnin verliebt hatte“, erzählt Tom humorvoll weiter.

Tom Lohner arbeitete vier Jahre bei CC-Lab in London. „Da gestaltete ich u.a. das Bühnendesign für Lady Gaga, habe für Pink Floyd Storyboards gezeichnet und für Maroon 5 die komplette Tour entworfen", erzählt er stolz. (Foto Bakerhouse Gallery)
Tom Lohner arbeitete vier Jahre bei CC-Lab in London. „Da gestaltete ich u.a. das Bühnendesign für Lady Gaga, habe für Pink Floyd Storyboards gezeichnet und für Maroon 5 die komplette Tour entworfen“, erzählt er stolz. (Foto Bakerhouse Gallery)

Er selbst dachte sich, jetzt bin schon mal hier, ich nehme die Mission an und werde mir etwas aufbauen. Er erinnert sich genau, dass er damals 437 Bewerbungen an ausgeschriebene Stellen, Headhunter, Talent Scouts usw. ausgeschickt hat. Er hantelte sich von einer Agentur zur anderen, wo er jeweils ein paar Tage oder Wochen arbeitete und erweiterte sein Portfolio. „Die Vermittlungsagenturen waren sehr zufrieden mit mir. Sie sahen, wie ich Kampagnen ent-wickelte, Webseiten baute, Brandings entwarf. Dann kam ich zu CC-Lab, einer oftmals ausgezeichneten Agentur. Ich musste Konzert-karten für die Band Smashing Pumpkins machen, von denen ich ein großer Fan bin. Meine Chefin erklärte mir, dass ich für drei Konzerte drei verschiedene Karten zu machen hatte. Als ich fragte bis wann, meinte sie, in zwei Stunden. Du musst Dir vorstellen, normalerweise arbeitet man daran einen Tag. Ich versuchte, cool zu bleiben, und Gott sei Dank ist mir der Job gut gelungen. Danach sagte mir meine Chefin, dass ich bleiben kann und ob ich als Designer einsteigen möchte.“

Tom war dann vier Jahre bei CC-Lab, die letzten beiden davon als Art Director. „Da gestaltete ich u.a. das Bühnendesign für Lady Gaga, habe für Pink Floyd Storyboards gezeichnet und für Maroon 5 die komplette Tour entworfen, von den Plakaten über die Konzert-karten bis zu den Bühnen.“ Begeistert erinnert er sich an seine Begegnung mit  Fatboy Slim, einem Musiker, den er sehr mochte. „Aber Du musst Dir vorstellen, dass ich bei einem Meeting stunden-lang mit dem Creative Director und ihm zusammen saß und nicht wusste, dass er das ist“, lacht Tom wieder fröhlich. Das deshalb, weil ihm sein Chef sagte, dass sie mit Norman Cook essen gehen und Tom nicht wusste, dass hinter diesem Namen Fatboy Slim steckt. Aus all diesen Begegnungen mit berühmten Menschen konnte sich Tom folgendes mitnehmen: „Die meisten Menschen, die sehr bekannt und erfolgreich sind, sind unglaublich angenehm im Umgang und selbst sehr froh, wenn man sich normal mit ihnen unterhält“, kommt es wieder lebhaft von Tom, der wie immer kaum stillsitzen kann.

Der kreative Künstler Tom Lohner arbeitete jahrelang erfolgreich als Grafiker und Designer, als bei ihm die Entscheidung anstand: Kunst oder Design. „Ich habe mich für die Kunst entschieden und hatte dabei immer ein Ziel: Ich wollte von meiner Kunst leben.“ (Foto Bakerhouse Gallery)
Der kreative Künstler Tom Lohner arbeitete jahrelang erfolgreich als Grafiker und Designer, als bei ihm die Entscheidung anstand: Kunst oder Design. „Ich habe mich für die Kunst entschieden und hatte dabei immer ein Ziel: Ich wollte von meiner Kunst leben.“ (Foto Bakerhouse Gallery)

Zurück nach Österreich
Tom verdiente in London sehr gut. „Aber ich konnte mir nichts erspa-ren, so teuer war das Leben dort. So kam ich zurück nach Österreich und habe von hier aus via Skype mit den Agenturen gearbeitet und bin nur mehr für große Arbeiten nach London geflogen. Mein Bruder hatte inzwischen in Finnland mit einem spanischen Partner eine Agentur gegründet, und wir konnten sehr gut von Österreich aus zusammen arbeiten, u.a. hatten wir dann CC-Lab als Kunden.“

Dann lernte er Klaus Billinger kennen. Dieser arbeitete viele Jahre erfolgreich im Marketingbereich, wickelte 10 Jahre lang für öster-reichische Firmen Unternehmensgründungen in Dubai ab, bevor auch er zurück nach Österreich kam. Kunst hatte Klaus Billinger zwar immer begleitet und er ging immer schon gerne in Galerien und Museen, aber dass das einmal sein Beruf sein könnte, hätte er sich nie gedacht, erzählte mir Klaus einmal. Kennengelernt haben sich die beiden dann durch Stefan Roth, dem Gründer von Street Food Market. Roth schlug Billinger vor, gemeinsam Tom Lohner zu ver-markten – und so fing es an. Bald managte Klaus Tom Lohner alleine weiter. Die Begegnung dieser Beiden fand genau zu dem Zeitpunkt statt, als Tom immer mehr spürte, dass er lieber malen als designen wollte. „Man ist dabei viel freier. Und ich wollte davon leben. So setzte ich meinen Fokus auf die Kunst.“ Tom und Klaus planten da-mals eine Serie von 10 Bildern, aber schon beim Malen des dritten Bildes verkauften die Beiden das achte Bild. Und so ging es weiter, und seither arbeitet Tom fast nur noch Wartelisten von Kunstlieb-habern ab. Dafür ist Tom sehr dankbar.

Ob eine Straßenbahn in Graz oder das riesige Mural im siebten Wiener Gemeindebezirk - Tom Lohner hat absoluten Wiedererkennungswert. (Foto Bakerhouse Gallery)
Ob eine Straßenbahn in Graz oder das riesige Mural im siebten Wiener Gemeindebezirk – Tom Lohner hat absoluten Wiedererkennungswert. (Foto Bakerhouse Gallery)

2017 gründeten Tom Lohner und Klaus Billinger gemeinsam mit Christoph Schell die Bakerhouse Gallery in der Grazer Hofgasse. Nach zwei sehr erfolgreichen Jahren siedelten sie in die Herrgott-wiesgasse 125, wo ihnen jetzt 1200 m² zur Verfügung stehen.

Künstlerische Handschrift und Forschergeist
Aber warum ist ‚Tom Lohner‘ so erfolgreich? Hast Du einen Zeitgeist angesprochen? Darauf meint Tom: „Ich bin verliebt in Details und habe einfach was Neues ausprobiert.“ Als ich Tom, der sich sehr für Art Déco begeistert, frage, wie er seine Kunst beschreiben würde, meint er: „Das ist schwer, denn anscheinend habe ich eine neue, eigene künstlerische Handschrift. Ich stecke so tief drinnen in meiner Kunst, ich kann nur das Gefühl beschreiben. Es ist ein Mix aus gefühlvollen Designs der Art Déco -Zeit und phantastischem, verrücktem Geträume von Walt Disney, dazu noch ein bisschen Makaberes wie große Augen, zu denen  ich mich von Tim Burton inspirieren ließ, ein bisschen Kubistisches beim Versuch Flächen und Linien zu verbinden und noch etwas Typographie und Schriften eingebaut – ja das ergibt im Mix den Lohner, der unverkennbar und wiedererkennbar ist.“

Der Künstler Tom Lohner ist ein absolutes Energiebündel und eine herrliche Frohnatur. (Foto Hedi Grager)
Der Künstler Tom Lohner ist ein absolutes Energiebündel und eine herrliche Frohnatur. (Foto Hedi Grager)

Für Tom ist es wichtig, etwas zu schaffen, bei dem man nicht wegschauen kann. „Meine Werke sind bunt, haben große Augen und stimulieren etwas im Betrachter. Ich will Emotion hervorrufen. Auch wenn ein Bild schon länger zu Hause hängt, soll man immer noch Neues entdecken.“ Er bekommt auch öfters Anrufe oder Mails von Kunden, die nach einiger Zeit etwas auf dem Bild entdecken und dann von ihm wissen möchten, was das ist oder was er sich dabei dachte.

Unbestritten liebt Tom Farben. „Ich würde sie am liebsten essen“, lacht er laut. „Das klingt komisch, aber wenn ich sie auf meiner Palette zusammenmische, wenn eine so schön in die andere fließt, fasziniert mich das. Ich bin so etwas wie der ‚Experimentierhase‘ einiger Firmen. Oft bekomme ich von ihnen Produkte zum Experimentieren, die es noch gar nicht am Markt gibt, und ich kann Sachen machen, die noch nie jemand zuvor machte.“ Begeistert erklärt er weiter: „Das was Klaus und ich hier machen, ist eigentlich mehr als Kunst, es ist wie Forschen. Ich forsche nach neuen Stilen, nach neuen Motiven und Gedanken, neuen Techniken und Materialien und wie man etwas umsetzen kann.“

Tom Lohner: "Was Klaus Billinger und ich hier in der Bakerhouse Gallery machen, ist eigentlich mehr als Kunst, es ist wie Forschen. Ich forsche nach neuen Stilen, nach neuen Motiven und Gedanken, neuen Techniken und Materialien und wie man etwas umsetzen kann.“ (Foto Hedi Grager)
Tom Lohner: „Was Klaus Billinger und ich hier in der Bakerhouse Gallery machen, ist eigentlich mehr als Kunst, es ist wie Forschen. Ich forsche nach neuen Stilen, nach neuen Motiven und Gedanken, neuen Techniken und Materialien und wie man etwas umsetzen kann.“ (Foto Hedi Grager)

Es gibt aber auch einige Künstler, zu denen er aufsieht, dazu gehören z.B. Kaws oder Greg Craola Simkins. „Von ihm habe ich ein Bild gekauft, weil ich so ein Fan von ihm bin. Ich bin sogar via Skype noch immer mit ihm in Kontakt. Und wenn dir so ein großartiger Künstler sagt, dass du ein echt cooles Portfolio hast, ist das schon eine Auszeichnung. Das ist, wie wenn du Musik machst und Mick Jagger sagt, das sind coole Songs,“ erzählt Tom begeistert.

Bild als Aktie
Für Tom ist ein Bild wie eine Risiko-Aktie – nur mit wesentlich kleinerem Risiko. „So ist es. Klaus und ich sind selbst Sammler, kaufen, was uns gefällt und gut ist. Es gibt Bilder, deren Wert sich über Nacht verdoppelt, wie z.B. von Kaws oder Arsham. Das schafft kaum eine Aktie. Ich finde es schön, wenn Kunst wie eine bildhafte Aktie an der Wand hängt. Zu mir kommen Menschen, weil ihnen meine Kunst gefällt. Das ist für mich das Wichtigste und das größte Kompliment“, verrät er stolz. Wichtig ist ihm auch, dass er für viele seiner bisherigen Kunden nicht zu teuer wird. Aus diesem Grund produziert er u.a. Hand Painted Multiple, also Druck auf Leinen, malt drüber und harzt es dann. Ich habe übrigens gerade einen erworben.

"Emilys take off" by Tom Lohner. (Foto Bakerhouse Gallery)
„Emilys take off“ by Tom Lohner. (Foto Bakerhouse Gallery)

Ich denke in Bildern
Zu malen macht Tom einfach glücklich und es fällt ihm nie schwer, auch nicht bei Auftragsarbeiten. „Ich habe das Glück, dass du mir ein Wort hinwerfen oder ein Buch geben kannst, und ich kann immer ein Bild dazu machen. Ich denke in Bildern. Das ist für mich ganz leicht. Es ist schön, dass Menschen mir sehr vertrauen und ich von vielen Firmen Aufträge bekommen. Sie vertrauen darauf, dass egal, was sie mit Tom Lohner machen, etwas Gutes dabei herauskommt. Manche wollen gar keinen Entwurf mehr von mir sehen, sondern sagen ‚mach einfach‘.“ In seiner lebhaften Art meint er: „Zum Glück habe ich alle Menschen immer zu 100 % glücklich gemacht mit dem, was ich mache.“

Energiebündel und Frohnatur
Egal, ob man ihn auf einem Event trifft oder ihm in der Galerie gegenübersitzt, Tom ist ein absolutes Energiebündel und eine richtige Frohnatur. Auf meine Frage, ob er auch noch andere Seiten hat, erfahre ich, dass er ein richtig verspielter und verliebter Papa ist. „Meine Tochter ist 3 ½ Jahre alt und es klingt vielleicht kitschig, aber ich habe ein so perfektes Familienleben. Ich bin so verliebt in meine Frau, meine Familie gibt mir soviel Kraft und wir versuchen immer, uns gegenseitig zu überraschen.“ Mich überrascht, als er mir weiter erzählt, dass er, wenn er konzentriert arbeitet, extrem aggressiv und wütend sein kann. „Aber mit positivem Touch und ich schöpfe daraus Kraft. Wenn ich arbeite, habe ich Kopfhörer auf und höre extrem aggressive Musik – und wenn ich dann das Feuerwerk zum starten bringe, wird das Bild gut. Und ich bringe es jedes Mal zum Starten. Es entwickelt sich so ein Gefühl, wer ich früher gerne gewesen wäre und jetzt bin, also keine echte Aggression sondern unheimliche Begeisterung und Energie, die überschwappen. Und das macht die Werke so stark. Oft ist das Gefühl in mir beim Malen so stark, dass ich einfach in die Hände klatsche und laut herausschreie ‚fuck ist das gut‘. Oder ich springe auf“, spricht er sehr offen über seine temperamentvollen Ausbrüche.

Franz Klammer by Tom Lohner. (Foto Bakerhouse Gallery)
Franz Klammer by Tom Lohner. (Foto Bakerhouse Gallery)

Tom hat nie der ‚Norm‘ entsprochen. „Aber wenn man nicht dem entspricht, was andere von Dir erwarten, heißt das ja nicht, dass du nicht trotzdem gut bist. Ich glaube sogar, gerade dann, wenn du nicht der Norm entspricht, machst Du was Neues, gehst mit viel Mut deinen Weg. Nach England zu gehen war mutig, sich einmal scheiden zu lassen war mutig und wichtig für mich. Jetzt bin ich 38 Jahre alt und hoffe, dass ich weiter ‚mutig‘ bin und auch, dass ich nie erwachsen werde.“

Partner und „Brüder“
Die Bindung zu seinem Geschäftspartner und Freund Klaus Billinger ist sehr stark. „Klaus und ich sind wie Brüder. Wenn ich mal denke, wie mache ich das nur, sagt Klaus ‚wir schaffen das‘, und alles ist gut. Wir unterstützen einander immer zum richtigen Zeitpunkt. Klaus ist meine Arbeits-Frau, sagt meine Frau immer“, lacht Tom wieder. „Wir haben uns zum richtigen Zeitpunkt getroffen – und jetzt sind wir hier in unserer 1200 m2 großen Galerie.“

Die Beiden haben dasselbe Ziel. „Unser Ziel ist die ganze Welt. Ich will mit meiner Kunst und mit den Bildern unserer Galerie einen positiven, kreativen, bunten Fingerabdruck auf der Welt hinterlassen.“

Klaus Billinger und Tom Lohner haben dasselbe Ziel. „Unser Ziel ist die ganze Welt. Ich will mit meiner Kunst und mit den Bildern unserer Galerie einen positiven, kreativen, bunten Fingerabdruck auf der Welt hinterlassen", so Tom Lohner. (Foto Bakerhouse Gallery)
Klaus Billinger und Tom Lohner haben dasselbe Ziel. „Unser Ziel ist die ganze Welt. Ich will mit meiner Kunst und mit den Bildern unserer Galerie einen positiven, kreativen, bunten Fingerabdruck auf der Welt hinterlassen“, so Tom Lohner. (Foto Bakerhouse Gallery)

Was macht Tom eigentlich, wenn er nicht malt? Ich weiß, er ist begeisterter Ehemann und Papa. „Und Maler“, wirft Tom sofort ein. „Du wirst lachen, in meiner Freizeit male ich auch gerne. Zum Ausgleich mache ich natürlich Sport, da passe ich schon auf mich auf. Aber egal ob in meiner Freizeit oder im Urlaub, meist hole ich schon am zweiten Tag mein Sketch-Buch heraus und male. Meine Frau kennt das schon und lächelt dann immer.“ Inspiration findet Tom immer und überall. „Wenn ich müde im Bett liege, passiert es immer wieder, dass ich meinen Geist echt entspannen muss, weil in meinem Kopf so viele Bilder sind. Ich hatte früher Schlafstörungen. Auch weil ich zu hohe Anforderungen an mich selbst hatte. Aber ich habe mir helfen lassen und schon nach einer Sitzung konnte ich mit diesen Tipps nach zwei Tagen gut schlafen.

Und meine Familie entschleunigt mich komplett. Wenn ich heimkomme und nicht 100 % für meine Tochter da bin, fordert sie es ein. Da bin ich gezwungen zu entspannen.“

Auch Künstliche Intelligenz (KI) ist für den kreativen und visionären Künstler Tom Lohner ein spannendes Thema. Für den führenden KI-Spezialisten Christian Weber und ihn läutet das hochtechnologische Gemälde nicht nur eine neue Kunstepoche ein, es markiert den symbolischen Beginn der fünften industriellen Revolution. (Foto Martin Schönbauer)
Auch Künstliche Intelligenz (KI) ist für den kreativen und visionären Künstler Tom Lohner ein spannendes Thema. Für den führenden KI-Spezialisten Christian Weber und ihn läutet das hochtechnologische Gemälde nicht nur eine neue Kunstepoche ein, es markiert den symbolischen Beginn der fünften industriellen Revolution. (Foto Martin Schönbauer)

ROBOLOVE – neue Kunstepoche
Dass Tom nicht nur Künstler, sondern auch Visionär ist, zeigt er mit seinem weltweit ersten Gemälde, das er mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) fertigte. Dafür holte er sich als Partner den führenden KI-Spezialisten Christian Weber. „KI ist ein unglaublich spannendes Thema“, meint Tom. „Der Computer malt dabei ein Bild mit meinen Vorgaben.“ Wir reden aber schon von einem ‚Tom Lohner‘. „Genau“, lacht er wieder, „deshalb möchte ich auf keinen Fall, dass die Maschine den Künstler ablöst. Ich sage, dass eine Maschine und ein Programm uns hilft. Deshalb haben wir gemeinsam ein Konzept entwickelt, das eine Maschine lehrt, wie ich male – aber den letzten Schliff mache ich. Das Ergebnis ist vom Mensch entworfen und vorgegeben, von der Maschine ausgeführt, aber den letzten Touch gebe ich. KI ist aber einfach zu spannend und ein großes Zukunftsthema, um nicht damit zu experimentieren.“ Für Tom ist die Kombination Künstler und KI die Geburtsstunde einer Mensch-Maschine-Symbiose in der Kunst. „Es ist ein unglaublich spannendes Projekt für mich und ich würde mir schon wünschen, dass es in die Geschichte eingeht.“

Da die großen Messen Corona-bedingt ja verschoben wurden, konzentriert sich Tom aktuell mehr auf den deutschsprachigen Raum. „Wir sind international auch stark vertreten, aber dieses Jahr ist natürlich alles Corona-abhängig. Trotzdem hindert es mich nicht daran, mit Vollgas zu produzieren. Und es kommen auch zwei neue große Projekte, über die ich leider noch nicht sprechen kann“, ergänzt er abschließend mit seinem ansteckenden Lächeln.

Großes Beitragsfoto: Tom Lohner ist ein Künstler und ein Visionär. „Ich male, weil ich einfach nicht anders kann.“ (Foto Bakerhouse Gallery)

www.bakerhousegallery.com 

 

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