Filmpreise Diagonale’21

Alle PreisträgerInnen der Diagonale'21 erhielten ein Kunstwerk, entworfen und umgesetzt von der Künstlerin Anna Paul. (Foto Diagonale/Miriam Raneburger)Auch 2021 wurden von der DIAGONALE Österreichs höchstdotierte Filmpreise vergeben. Allen voran die mit je € 19.000 dotierten Großen  Diagonale-Preise des Landes Steiermark für den besten Kinospielfilm und den besten Kinodokumentarfilm des Festivals sowie den Diagonale-Preis Innovatives Kino der Stadt Graz. 

Alle PreisträgerInnen der Diagonale'21 erhielten ein Kunstwerk, entworfen und umgesetzt von der Künstlerin Anna Paul. (Foto Daniel Gebhart de Koekkoek)
Alle PreisträgerInnen der Diagonale’21 erhielten ein Kunstwerk, entworfen und umgesetzt von der Künstlerin Anna Paul. (Foto Daniel Gebhart de Koekkoek)

Neben den Hauptpreisen vergaben hochkarätig besetzte internationale Jurys zudem die von der VdFS – Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden gestifteten Auszeichnungen für herausragende Leistungen in den Bereichen Schauspiel, Bildgestaltung, Schnitt, Szenen- und Kostümbild sowie Sounddesign. Zum zweiten Mal wurde zudem der Kodak Analog-Filmpreis vergeben.

Ausgezeichnet als bester österreichischer Spielfilm der Diagonale’21 wurde Hochwald von Evi Romen. (Foto Diagonale/Sebastian Reiser)
Ausgezeichnet als bester österreichischer Spielfilm der Diagonale’21 wurde Hochwald von Evi Romen. (Foto Diagonale/Sebastian Reiser)

Ausgezeichnet als bester österreichischer Spielfilm der Diagonale’21 wurde Hochwald von Evi Romen. Das Spielfilmdebüt der Editorin und Drehbuchautorin beschreibt die schmerzhaften Berg- und Talfahrten eines jungen Mannes auf Sinnsuche: „Der weite Kosmos einer engen Dorfgemeinschaft verschmilzt im Zusammenspiel mit großen Bildern, herausragendem Schauspiel und feiner Beobachtungsgabe zu einem vielschichtigen Gesellschaftsporträt“, bemerkte die aus Thorsten Schaumann (Künstlerischer Leiter Internationale Hofer Filmtage, DE), Alexandra Seibel (Filmkritikerin Kurier, Autorin, AT) und Sandra Wollner (Filmemacherin, AT) bestehende Spielfilmjury der Diagonale’21, die das „sorgfältig komponierte Stück Antiheimatfilm“ außerdem auch mit dem Preis für das beste Kostümbild (Cinzia Cioffi) bedachte. Für die 1967 geborene Evi Romen ist es nach dem Diagonale-Preis für die beste künstlerische Montage 2011 für „Mein bester Feind“ bereits die zweite Auszeichnung beim Festival des österreichischen Films – die erste als Regisseurin. Hochwald wurde beim Zurich Film Festival uraufgeführt und gewann dort das Goldene Auge.

Diagonale'21: Der Große Diagonale-Preis Dokumentarfilm geht an Tizza Covis und Rainer Frimmels Aufzeichnungen aus der Unterwelt. (Foto Diagonale/SebastianReiser)
Diagonale’21: Der Große Diagonale-Preis Dokumentarfilm geht an Tizza Covis und Rainer Frimmels Aufzeichnungen aus der Unterwelt. (Foto Diagonale/SebastianReiser)

Der Große Diagonale-Preis Dokumentarfilm ging an Tizza Covis und Rainer Frimmels Aufzeichnungen aus der Unterwelt: „Ein Film, der Leben erfahrbar macht, die so vielleicht gar nicht stattgefunden haben. Eine Zeitreise in eine Welt, die es angeblich nie gab. Leute, die erzählen, was sie vergessen haben, während die Hand im Aschenbecher den Rest ergänzt. Zuhören dürfen und Nähe spüren. Auf Wienerisch funktioniert Nostalgie ohne Romantik.“ Mit diesen Worten begründete die Dokumentarfilmjury mit Rebecca De Pas, Ansgar Frerich und Lisa Weber ihre Entscheidung.
Nach 2006 (Babooska, AT/IT 2005, Großer Diagonale-Preis Dokumentarfilm ex aequo mit Arash T. Riahis Exile Family Movie), 2010 (La Pivellina, AT/IT 2009, Großer Diagonale-Preis Spielfilm) und 2013 (Der Glanz des Tages, AT 2012, Großer Diagonale-Preis Spielfilm) ist es bereits die vierte Auszeichnung für Tizza Covi und Rainer Frimmel in einer Hauptkategorie der Diagonale. Aufzeichnungen aus der Unterwelt wurde bei der Berlinale 2020 uraufgeführt und dort mit einer lobenden Erwähnung bedacht.

Mit The Golden Pixel Cooperative (für Half of the Sky) wirde der Diagonale-Preis Innovatives Kino der Stadt Graz 2021 an ein Kollektiv vergeben. (Foto Diagonale / Sebastian Reiser)
Mit The Golden Pixel Cooperative (für Half of the Sky) wirde der Diagonale-Preis Innovatives Kino der Stadt Graz 2021 an ein Kollektiv vergeben. (Foto Diagonale / Sebastian Reiser)

Mit The Golden Pixel Cooperative (für Half of the Sky) wurde der Diagonale-Preis Innovatives Kino der Stadt Graz in diesem Jahr an ein Kollektiv vergeben. Die Jury würdigte damit „gleichzeitig die Tatsache, dass Mitglieder dieses Zusammenschlusses von Künstlerinnen und Aktivistinnen auf diesem Festival auch als einzelne Regisseurinnen mit starken Arbeiten in Erscheinung getreten sind.“ Christoph Gurk, Kurator, Dramaturg, Autor, Séamus Kealy, Direktor Salzburger Kunstverein, und Constanze Ruhm, Künstlerin, Filmemacherin, Autorin, verstehen Half of the Sky in diesem Sinne „als Blueprint, als programmatischen Bauplan, als Manifest einer queerfeministischen Gruppe“, in dem die Mitglieder den „gemeinsamen Auftritt komplex und vielschichtig, prägnant und einleuchtend darlegen.“

Die Diagonale-Schauspielpreise für einen bemerkenswerten Auftritt in einem Wettbewerbsfilm der Diagonale’21 in Kooperation mit der VdFS gingen an Hilde Dalik in SARGNAGEL sowie an Lukas Miko in Me, We. „Eine Glanzleistung, nein: gleich zwei in einem Film“, befand die Schauspieljury über Daliks Darstellung, die zudem zeige, „wie nuanciert Satire sein muss“. „Mit zurückgenommenem Spiel und profunder Charakterzeichnung“ verleiht Lukas Miko der Figur eines Asylheimleiters in Me, We wiederum „anrührende Menschlichkeit“.

Den Preis für den besten Kurzspielfilm der Diagonale'21 erhielt Maximilian Conway für Liebe, Pflicht & Hoffnung. (Foto Diagonale/Sebastian Reiser)
Den Preis für den besten Kurzspielfilm der Diagonale’21 erhielt Maximilian Conway für Liebe, Pflicht & Hoffnung. (Foto Diagonale/Sebastian Reiser)

Den Preis für den besten Kurzspielfilm des Festivals erhielt Maximilian Conway für Liebe, Pflicht & Hoffnung.

Als bester Nachwuchsfilm, vergeben von der Jugendjury des Landes Steiermark, wurde EVA-MARIA von Lukas Ladner ausgezeichnet. (Foto Diagonale/Sebastian Reiser)
Als bester Nachwuchsfilm, vergeben von der Jugendjury des Landes Steiermark, wurde EVA-MARIA von Lukas Ladner ausgezeichnet. (Foto Diagonale/Sebastian Reiser)

Als bester Nachwuchsfilm, vergeben von der Jugendjury des Landes Steiermark, wurde EVA-MARIA von Lukas Ladner ausgezeichnet.

Der Diagonale-Preis Kurzdokumentarfilm des KULTUM ging an Sophie Gmeiner für FRAUENFRAGMENTE: Gini und Resi. (Foto Diagonale/Lilly Moerz)
Der Diagonale-Preis Kurzdokumentarfilm des KULTUM ging an Sophie Gmeiner für FRAUENFRAGMENTE: Gini und Resi. (Foto Diagonale/Lilly Moerz)

Der Diagonale-Preis Kurzdokumentarfilm des KULTUM ging an Sophie Gmeiner für FRAUENFRAGMENTE: Gini und Resi.

Der Preis „Innovative Produktionsleistung“ der VAM – Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien für außergewöhnliche Produktionsleistung im Bereich Film ging ex aequo an an die Film AG für „Was wir wollten“ und an PANAMA Film für „The Trouble With Being Born“. 

Insgesamt wurden im Rahmen der Diagonale Preise im Wert von mehr als € 180.000 an Filmschaffende vergeben. Alle PreisträgerInnen erhielten außerdem ein Kunstwerk, entworfen und umgesetzt von der Künstlerin Anna Paul.

Großes Beitragsfoto: Alle PreisträgerInnen der Diagonale’21 erhielten ein Kunstwerk, entworfen und umgesetzt von der Künstlerin Anna Paul. (Foto Diagonale/Miriam Raneburger)

www.diagonale.at/Filmpreise  

 

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