Adele Neuhauser in ROTZBUB – DER DEIX FILM

Die erfolgreiche und beliebte Schauspielerin Adele Neuhauser in einer etwas anderen Rolle: sie spricht die Natascha in ROTZBUB – Der Deix Film. „Ich liebe es grundsätzlich zu synchronisieren, aber ein animierter Film ist nochmal ein Reiz für sich“, so Adele Neuhauser.

Der ROTZBUB ist der erste, komplett animierte Kinofilm Österreichs. War das schon alleine ein Grund für Sie, „Natascha“ ihre Stimme zu leihen?
Ich war von Anfang an von dieser Herausforderung begeistert. Ich liebe es ja schon grundsätzlich zu synchronisieren, aber ein animierter Film ist nochmal ein Reiz für sich.

Und es ist ein DEIX-Film, also ein Film mit bissigem Humor und auch politischer Brisanz, ein Film über Wertesysteme und Mut. Hat Sie das besonders gereizt?
Nun die Figur der Natascha, die ich das Vergnügen hatte zu sprechen, ist für einige Bewohner in diesem Ort „Siegheilkirchen“ schon per se eine Provokation. Natürlich hat mich das besonders fasziniert.

Natascha ist eine Roma und ihre Tochter Mariolina hat dem Rotzbub den Kopf verdreht – sehr zum Leid der Bewohner von Siegheilkirchen. Was war Ihnen wichtig, „stimmlich“ rüberzubringen im Film?
Mir war wichtig, eine Unaufgeregtheit und provokative Erotik zu transportieren, um die Anfeindungen ihr gegenüber abprallen zu lassen.

Es war nicht ihre erste Rolle als Synchronsprecherin. Was ist für Sie persönlich das Schwierigste dabei?
Mich in den Charakter und besonders der Darstellerin so einzufühlen, dass meine Stimme ihrer Darstellung gerecht wird und gleichzeitig dabei Lippensynchron zu sein. Aber Letzteres war bei Rotzbub nicht so problematisch.

Sie stehen seit 1978 für Film und Fernsehen vor der Kamera, haben also sehr viel Erfahrung. Was oder welche Rolle war für Sie bisher ihre größte Herausforderung?
Da gab es immer wieder große Herausforderungen für mich auf meinem Weg. Aber eine der glücklichsten in den letzten Jahren war im Zweiteiler „Brecht“, von Heinrich Breloer, die Verkörperung der „Helene Weigel“.

Seit einigen Jahren treten sie mit Ihrem Sohn Julian Pajzs – er ist Jazzmusiker und Filmkomponist – in den Literatur-&-Musik-Produktionen Die letzten ihrer Art und Mythos auf. Wieviel Freude macht es, mit dem eigenen Kind künstlerisch zu arbeiten?Es gibt für mich wenig vergleichbar beglückendes, wie unsere gemeinsame Leidenschaft.

Ist es aber auch eine besondere Herausforderung?
Alles was ich mache, ist in gewisser Weise eine Herausforderung für mich.

Sie haben auch schon sehr schwere Zeiten in Ihrem Leben durchgestanden. Was wünschen Sie sich privat für ihre Zukunft – besonders in einer Zeit wie dieser mit Corona und Russland-Krieg? Ganz knapp darauf geantwortet, wünsche ich mir Frieden und Zufriedenheit für alle.

Worauf freuen Sie sich beruflich in diesem Jahr?
Auf Dreharbeiten zu einem Kinofilm in Deutschland und zu drei Tatorten  und hoffentlich viele Auftritte mit meinem Sohn, die wegen Corona ja x-mal verschoben wurden.

Großes Beitragsfoto: Adele Neuhauser.  (Foto Peter Rigaud)

 

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