Weingut Hirschmugl – Domaene am Seggauberg: eine ‚goldene‘ Honig-Reise

Kürzlich lud das Weingut Hirschmugl zu einer besonderen Verkostung und präsentierte 50 sortenreine Honige aus dem Alpenraum. (Foto Schneebauer Photography)Viel war in den letzten Jahren von Bienen und ihrer Bedeutung für die Artenvielfalt auf unseren Wiesen zu hören. Doch auch gute Honige erleben dieser Tage eine  bemerkenswerte Renaissance ihrer Wertschätzung.

Bienen erzeugen nicht nur köstlichen Honig, sie haben auch eine unentbehrliche Aufgabe in unserem Ökosystem. (Foto Weingut Hirschmugl)
Bienen erzeugen nicht nur köstlichen Honig, sie haben auch eine unentbehrliche Aufgabe in unserem Ökosystem. (Foto Weingut Hirschmugl)

Kürzlich lud das Weingut Hirschmugl zu einer besonderen Verkostung: 50 sortenreine Honige aus dem Alpenraum, dazu passende Weine in verschiedenen Ausbaustilen und Jahrgangstiefe und herrliche Käsesorten. Die Geschmacksreise des Honigs führte in die Honiglandschaften des Alpenraums, vom Almrausch in den Schweizer Hochalpen über provençalische Hochebenen voll mit Wildlavendel und Bohnenkraut bis zur Blüte des Strandflieders in den Lagunen von Venedig und von der Steinweichselblüte im Triestiner Karst bis in die kühlen Fichtenwälder des Hochwechsels. Gute Honige entwickeln durch mehrjährige Lagerung spannende Reifearomen. Mit einer anschließenden Honigvertikale wurde auf dieses Potential aufmerksam gemacht.

Kellermeister Alexander Scherübl wählte zu einzelnen Honigen passende Weine in verschiedenen Ausbaustilen und Jahrgangstiefen aus und Käsesommelier, Käsekaiser und Leiter der Schärdinger Käseakademie, Josef Stiendl, reichte herrliche Käsesorten dazu.

Toni Hirschmugl und sein Kellermeister Alex Scherübl bei "Wein-Gesprächen". (Foto Schneebauer Photography)
Toni Hirschmugl und sein Kellermeister Alex Scherübl bei „Wein-Gesprächen“. (Foto Schneebauer Photography)

Ein Auszug der Honigsorten, die verkostet wurden:

Strandfliederhonig – Venetien – Duft der Lagunen leicht bitter und salzig sowie Pilze und Früchte
Tannenhonig – Südsteiermark – Harz und Tannennadeln sowie Malz und Karamell, kandierte Orangenzesten
Alpenrosenhonig –  Graubünden – fein nach Wassermelone und feuchtem Moos sowie floral, sehr elegant ausgeprägte Süße
Bohnenkrauthonig – Provence – getrocknete Kräuter, Noten von Kaffee und reich an Enzymen (ich persönlich war sehr überrascht, wie köstlich dieser Honig schmeckt)
Götterbaumhonig – Friaul – Früchte und frische Pilze sowie Muskattraube und Holunderblüte, sehr aromatisch
Wildlavendelhonig – Provence – Lavendel und Kamillenblüten sowie ausgewogenes Zucker-Säurespiel, sehr selten

Der steirische Wanderimker & Buchautor Johannes Gruber stellte dazu sein neues Buch „Honig der Alpen“ vor. (Foto Schneebauer Photography)
Der steirische Wanderimker & Buchautor Johannes Gruber stellte dazu sein neues Buch „Honig der Alpen“ vor. (Foto Schneebauer Photography)

Der steirische Wanderimker & Buchautor Johannes Gruber
stellte dazu sein neues Buch „Honig der Alpen“ vor. Gruber arbeitet als Wanderimker, dem Honig und den Bienen ist er schon seit seiner 
Kindheit auf dem elterlichen Bauernhof im oststeirischen Markt Hartmannsdorf verfallen. Bevor er sich hauptberuflich der Imkerei zu widmen begann, war der ausgebildete Önologe und Pomologe
zwanzig Jahre in der Weinbranche tätig.
2017 veröffentlichte er sein erstes Buch unter dem Titel „Die Reise des Wanderimkers“, 2020 folgte, gemeinsam mit den Co-Autoren Dominik Flammer und Sylvan Müller, „Honig der Alpen“.

Victoria Sturm – Imkerin und zuständig für den Weinverkauf am Weingut Hirschmugl – führte charmant durch den Abend. In der Imkerei, die mittlerweile etwa 60 Bienenstöcke betreut, legt man bei den Hirschmugls wie beim Wein seit Beginn an großen Wert auf die biologische Bewirtschaftung und das Terroir – so erntet man wie beim Wein ausschließlich Lagenhonige zwischen 350 und 670m Seehöhe in unterschiedlichen Regionen der steirischen Toskana. Die Honige sind sowohl in der Steiermark, als auch Österreichweit vielfach prämiert.

Weingut Hirschmugl
Vor mehr als 15 Jahren auf einem traditionellen Obstbauernhof aufgebaut, wird am Weingut Hirschmugl mit Selbstverständlichkeit und Konsequenz von Beginn an biologisch bewirtschaftet. „Wein entsteht im Weingarten und nicht im Keller“ – Kellermeister Alexander Scherübl keltert Weine mit Eleganz, Spannung und filigraner Mineralik, welche Trinkfluss und Lagerfähigkeit versprechen und vom Charakter der unterschiedlichen Böden der Weingärten geprägt sind.

Die leidenschaftlichen Imker Victoria und Christoph Sturm mit ihrem Onkel Erwin Neubauer. (Foto Weingut Hirschmugl)
Die leidenschaftlichen Imker Victoria und Christoph Sturm mit ihrem Onkel Erwin Neubauer. (Foto Weingut Hirschmugl)

Astrid und Toni Hirschmugl gelten zudem als Pioniere in der Steiermark was PiWi-Rebsorten wie Muscaris, Cabernet Blanc, oder Cabertin betrifft.
In der hauseigenen Bio- Imkerei wird der Honig bewusst nur einmal im Jahr und pro Standplatz (Lage) geerntet. Je nach Bienenjahr charakterisiert somit die am meisten gesammelte Tracht den gereiften Lagenhonig und widerspiegelt so das Terroir, aus dem der Honig stammt.

Großes Beitragsfoto: Wanderimker & Buchautor Johannes Gruber, Victoria Sturm – Imkerin und zuständig für den Weinverkauf am Weingut Hirschmugl, sowie Käsesommelier, Käsekaiser und Leiter der Schärdinger Käseakademie, Josef Stiendl. (Foto Schneebauer Photography)

www.hirschmugl-domaene.at  

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