Die erfolgreiche Unternehmerin Sophie Hofmann wuchs in drei verschiedenen Kulturen auf: Deutschland, Österreich und den USA. Ihre Leidenschaft ist es, Menschen zusammenzubringen und besondere Momente zu schaffen.

Geboren wurde Sophie Hofmann in Deutschland. „Mein Vater ist Schwabe und meine Mutter Amerikanerin. Ich bin Deutsch-Amerikanerin und Wahl-Österreicherin, würde ich sagen. Meine Familie und ich hatten das Privileg, unsere Ferien schon immer in Kitzbühel verbringen zu dürfen. Wir haben hier unsere schönsten Familienzeiten verbracht. Deshalb bin ich tief verwurzelt mit der Kitzbüheler Region –sogar Skifahren habe ich hier gelernt“, lächelt die Wahl-Kitzbühelerin – die sich hier mehr als angekommen fühlt. „Kitzbühel ist ja weit über die Grenzen Österreichs bekannt – daher fühlt es sich für mich auch manchmal gar nicht nach „Landleben“ an. Die unzähligen Events, verteilt über das ganze Jahr, machen Kitzbühel zu einem Hot Spot für die unterschiedlichsten Zielgruppen und es wird nicht weniger: heuer hat zum Beispiel zum ersten Mal Austrian Alpine Open der DP World Tour am Golfplatz am Kitzbüheler Schwarzsee stattgefunden. Dazu kommen die Musikfestivals im Sommer und über den Winter muss man ja die Events gar nicht mehr aufzählen so bekannt sind sie. „Ich kenne wirklich viele Skigebiete auf der ganzen Welt, aber was Kitzbühel besonders macht, ist seine starke Community und ein wirklich bewegender Ortskern. Das macht es ja auch so attraktiv, das ganze Jahr über dort zu leben.“
Was war vor Kitzbühel?
Im Alter von 15 bis 18 Jahren war Sophie in einem Internat in Deutschland. Danach begann sie mit dem Studium „Philosophie und Business“ in Texas. „Es ist eine eigenartige Mischung, die ich gerade jetzt im Rahmen der heutigen Tech- und moralischen KI-Fragen sehr interessant finde, da ich auch die Philosophie-Studienrichtung gewählt hatte. Denn dies hilft mir, Vieles zu hinterfragen und Probleme der Zukunft besser zu verstehen. Da ich in Amerika meine Freund:innen und meine Community aus den Kitzbühel- und Deutschland-Zeiten sehr vermisst habe, bin ich nach Europa zurück und habe mein Studium in München beendet. Danach hatte ich noch ein Auslandssemester in Moskau angehängt.“

Selbständigkeit war nicht von Beginn an Sophies Ziel. „Früher wollte ich auf die Harvard Business School gehen und Rechtsanwältin werden. Mein Vater kommt aus dem Banking-Bereich, ist Finanzdienstleister in Stuttgart, und meine Mama war schon immer Innenarchitektin und in den USA im Immobilienbereich tätig. Ich sammelte zuerst Erfahrungen mit Immobilienfonds und Großkonzernen, was zwar ehrlicherweise interessant aber nicht sonderlich inspirierend war. Und da ich immer schon diese wahnsinnige Leidenschaft für Skisport, Berge und Natur, und eben auch für das Zusammenbringen von Menschen hatte, habe ich mich bei ein paar Skimarken für eine Marketing-Position beworben. Jedoch zu Beginn weniger erfolgreich! Wir wurde geraten, ich soll doch mehr Erfahrungen sammeln, etc. dies wurde mir nicht nur einmal gesagt! Ich war Skilehrerin, hatte Business und Marketing studiert und entschied mich dann, auch noch ein Masterstudium zu machen. Davor wollte ich noch für eine Skisaison nach Colorado ziehen und bin dann doch länger geblieben als geplant, weil ich meine vielen neuen Freunde:innen, tollen Kunden:innen und Kontakte nicht verlieren wollte. So arbeitete ich in dieser Zeit als Skilehrerin und Immobilienmaklerin. Zum Hahnenkammrennen bin ich jedoch immer wieder nach Kitzbühel geflogen, um im Rutschkommando mitzuhelfen.“ Schon damals organisierte sie für ihre Kund:innen besondere Erlebnisse und lernte auch viele bekannte Skifahrer:innen kennen, u.a. auch den Sportler Chris Anthony, dem sie einen großen Traum erfüllte, einmal zum Hahnenkamm-Rennen zu kommen. „Später unterstützte ich ihn bei einer Ski-Charity für benachteiligte Kinder. Das war ein großer Erfolg und ich merkte, dass mir das mehr Spaß machte als Immobilienverkauf.“ So kam es zur Gründung ihres Unternehmens, Hofmann Experience, das aufgrund ihrer vielen Kontakte und großartigen Netzwerkes sogleich florierte. „Eines meiner ersten Projekte war die Produktion einer ganz individuellen Monopoly-Edition für Kitzbühel.“ Ab diesem Zeitpunkt folgte eine Geschäftsidee und ein Event nach dem anderen – von exklusiven VIP Events bis hin zu ihrem jährlichen Stand beim Kitzbüheler Christkindlmarkt in dem sie ihre Kitzbühel-Produkte verkauft. Und wenn Sophie nicht gerade auf Reisen ist, ist Kitzbühel ihre Homebase geworden.

Organisieren und vernetzen
Die Unternehmerin liebt das Organisieren von Events und Erlebnissen sowie das Vernetzen von Menschen. „Für die Organisation habe ich mittlerweile ein ganz tolles Team. Ich selbst bin auf jeden Fall jemand für kreative Ideen und die Konzeptionierung von tollen Projekten. Und ich bringe die richtigen Menschen zu den richtigen Orten. Das liebe ich wirklich.“ Dabei kann Sophie ihre Stärken gut einsetzen. „Ich bin sehr feinfühlig und kann gut auf Menschen eingehen. Außerdem bin ich wirklich authentisch, fröhlich und teile sehr gerne. Zu meinen Stärken gehören jedenfalls Durchhaltevermögen und der Mut, Projekte umzusetzen.“ Und wenn sie bei manch einem Projekt erstmal selbst meint, es sei Wahnsinn, setzt sie es dennoch um, da es für sie nicht nur um Ideen, sondern deren Umsetzung und Verwirklichung geht.
Wie viele Frauen erlebte es Sophie anfangs, nicht ganz ernst genommen zu werden. „Mittlerweile bin ich 33 Jahre, erfolgreich und habe einen guten Bekanntheitsgrad. Aber ja, wenn ich zurückblicke, saß ich oft als einzige Frau an einem Besprechungstisch mit Männern“, schmunzelt Sophie, die mit 26 Jahren ihr Einzelunternehmen startete. „Sicherlich haben Viele gedacht, das junge Mädchen hat vielleicht tolle Ideen, aber wird sie diese auch umsetzen können. Ich hisse jetzt nicht die große Flagge Feminismus, bin aber schon ein riesiger Frauenpower-Fan. Und ich habe das Glück, dass ich ein gutes Netzwerk von Frauen in unterschiedlichen Branchen habe, die sich gegenseitig sehr unterstützen.“ Es ist ihr aber wichtig zu betonen, dass sie auch sehr gerne mit Männern zusammenarbeitet. Bewusst ist sich die attraktive Unternehmerin, dass gutes Aussehen und Auftreten manchmal hilfreich sein kann. „Das Wichtigste ist, sich selber wohlzufühlen und authentisch zu bleiben“, weiß Sophie.

Kitz Legends Night
Ein besonderes Highlight für Sophie und ihr Team ist die Kitz Legends Night geworden. „Das Event ist wirklich ein Highlight, es ist ‚our passion project‘. Darin stecken meine ganze Leidenschaft. Aus wirtschaftlicher Sicht, ist die Kitz Legends nicht unser größtes Projekt – aber es ist unser Herzensprojekt und somit auch die beste Werbung und eine „Visitenkarte“ für Hofmann Experience! Und darüber hinaus macht es unglaublich viel Spaß.“,Es war für Sophie von vornherein klar, nicht irgendein Event zu machen, sondern dass sie gutes Storytelling haben will. „Deswegen haben wir den Inspiration Award ins Leben gerufen, den bei der erstmaligen Verleihung 2020 niemand geringerer als Lindsey Vonn erhalten hat, eine unglaublich inspirierende Frau. Gefolgt von vielen weiteren inspirierenden Legenden im Ski Sport.“
Als ich nachfrage, ob sie aufgrund des großen Interesses das Event ‚vergrößern‘ wird, meint Sophie: „Das ist eine Gratwanderung, denn die Kitz Legends Night ist dafür bekannt, nicht überdimensional, eher familiär und in einem intimen Rahmen zu sein. Dieses Feeling ist einer unserer USPs und das alles wollen wir nicht verlieren.“
Im Komitee für die Verleihung des Awards sind natürlich Sophie selbst und bekannte Ski-Legenden sowie ehemalige Skirennfahrer:innen und Sportler:innen. Zu den Besonderheiten der Legends Night gehört u.a. ein ‚Black Carpet‘, eine überdimensionale digitale Leinwand, ein großartiges Bühnenprogramm, Stars & Ikonen. „Wir fanden es schicker und eleganter als zum Beispiel den klassischen „roten Teppich“ und empfangen unsere Gäste mit DJ Musik und Champagner – sodass sie gleich zu Beginn in unser Event-Feeling eintauchen können.“ Bei Veranstaltungen, die sie selbst als Gast besucht, achtet sie natürlich besonders auf Ansprechendes und auf NoGos. „Da bin ich sehr feinfühlig und merke, wo wir auch selbst etwas besser machen können. Das teile ich dann unabhängig von der Tageszeit per WhatsApp unserem Team mit – und bin dann die nervige Chefin“, lacht Sophie.

Neue Energie
Als ‚Chefin‘ hat Sophie meist lange Arbeitstage. „Ich bin vielleicht nicht die Erste, die da ist, aber die Letzte, die geht“, lächelt sie. „Aber ich muss schon auf mich achten, denn oft sitze ich den ganzen Tag in Calls oder Meetings, muss immer on point, konzentriert und am besten zehn Schritte voraus sein. Und zwischendurch sind Probleme zu lösen, etc. Zum Ausgleich mache ich viel Pilates und Sport und habe einen sehr engen Freundeskreis, der wie eine Familie für mich ist. Sehr viel Energie schöpfe ich in der Natur und habe ein Ritual: „Ich gehe jeden Tag meine Runden mit meinem Hund Charlie, ein 13-jähriger englischer Cocker Spaniel. Er ist mein Schatten, mein kleiner Schatz und unser aller Maskottchen.“
Großes Beitragsfoto: Sophie Hofmann gründete Hofmann Experience 2017 und hat den Sitz in den malerischen Rocky Mountains von Colorado und in den österreichischen Alpen. (Foto Michelle Hirnsberger)
